20:0020:00
29. Apr
[ Sonstiges ]
ZEITGEIST TANZ
  • Dresden Frankfurt Dance Company (DE)
  • ab 10
Veranstaltungs Bild
Jacopo Godani und die Dresden Frankfurt Dance Company präsentieren mit ZEITGEIST TANZ ab dem 29. April 2021 ein Programm mit einzigartigen zeitgenössischen Choreografien. Gezeigt werden zwei Weltpremieren von Jacopo Godani und Marco Goecke. Für seine neue Kreation mit der Dresden Frankfurt Dance Company Good Old Moone arbeitet Marco Goecke zur Musik von Patti Smith. „Wenn ich an diese Arbeit denke, träume ich vom Gefühl eines Mittelpunkts, der alles erklärt. Jedes neue Werk ist auch die Suche nach einer Begegnung mit jemandem“, sagt Goecke. Die neue Kreation Hollow Bones von Jacopo Godani präsentiert experimentelle Formen des Spitzentanzes im Rahmen einer choreografischen Live-Komposition. Visuelle Effekte, Sound und Tanz vermischen sich, produziert und gelenkt allein durch die Tänzer:innen der Company, auf der Bühne zu einem Gesamtwerk. Online-Stream Die Dresden Frankfurt Dance Company präsentiert die beiden Weltpremieren Hollow Bones von Jacopo Godani und Good Old Moone von Marco Goecke im Online-Stream.
16:30
30. Apr
[ Festival ]
Music Match Konferenz Tag 1
  • Barbara Klepsch
    Marcus Staiger
    Haiyti
    Pöbel MC
    Johannes Wünsch
    Juliane Richter
    Constanze Müller
    Anne Krämer
    Jörg Kosinski
    Konrad Hartig
  • ab 6,70
Veranstaltungs Bild
Unter dem Titel “Music for a New Society” setzt sich MusicMatch auch 2021 inhaltlich und künstlerisch mit Themen im Schnittbereich von Musik und Gesellschaft auseinander - auch den voraussichtlich weiterhin geltenden Einschränkungen des Kulturbetriebes zum Trotz. Um wie zuvor auch dieses Jahr Akteur:innen der Musikszene, Expert:innen und Interessierte zum Austausch über Popularmusik einladen zu können, richten wir Konferenz und Festival als eine Hopin-Onlineveranstaltung aus. In mehreren virtuellen Räumen können Talks, Workshops und Vorträge verfolgt und mitgestaltet sowie exklusive Webkonzerte genossen werden.

16:30 UHR
INTERVIEWS: “MUSIC FOR A NEW SOCIETY”
"Music for a new society" - Das ist wie zuvor auch das Motto der diesjährigen MusicMatch. Was verstehen unsere Expert:innen darunter? Wo sehen sie ihren gesellschaftspolitischen Auftrag als Künstler:innen? Wie schätzen sie die politische Sprengkraft von Livemusikkultur ein? Und welche Erwartungen haben sie an die Kulturpolitik in der Coronära und darüber hinaus? In unserer EXPO könnt ihr jederzeit on demand unsere Interviews mit Künstler:innen und Szenegrößen zum Thema sehen. Mit dabei sind Marcus Staiger, Haiyti & Pöbel MC!

17:00 Uhr
Meet & Greet DAVE e.V. & Tolerave e.V.

18:00 UHR
OPENING UND FILMPREMIERE: FACTORIES OF IMAGINATION
Im Anschluss an die möglichst feierliche Eröffnung der MusicMatch 2021 durch Barbara Klepsch (CDU), sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, erleben wir mit "Factories of Imagination" eine echte Filmpremiere!

Factories of Imagination - Ein Film über Industrie und Kultur

Was haben Clubs mit alten Mauern zu tun? Wie kann Clubkultur grün und nachhaltig werden? Kann eine Industrieruine Identität vermitteln? Welchen Stellenwert haben Stätten industrieller Arbeit im post-fossilen Zeitalter und wie werden sie in Zukunft genutzt? Und welche Forderungen formulieren Kulturschaffende im Jahr 2020 an Politik und Stadtgesellschaft?

„Factories of Imagination“ ist ein Film über die Beziehung zwischen den Bauten der Industriekultur und den Menschen, die sie bespielen. Protagonist:innen der Kultur-, Kunstszene und Aktivist:innen, die sich aus Überzeugung heraus oder auch zufällig dem Erhalt und der Erzählung des industrie- kulturellen Erbes widmen, berichten an den Orten ihres Wirkens über die Projekte. Der Film dokumentiert die höchst unter- schiedlichen Anlässe und Motivationen der Akteur:innen: zwischen der Dokumentation langsam verschwindender Räume, der Stiftung alter und neuer Identitäten, der Neu- Programmierung als Bühne für Kultur und Musik, der Suche nach Freiräumen und dem Drang nach Selbstverwirklichung und dem Wunsch, ein besonderes Erbe zu schützen und erlebbar zu machen. Im schwierigen Jahr 2020 erlauben die Protagonist:innen des Films einen Einblick in ihr Wirken, ihren Arbeitsplatz und ihre Sicht der Zukunft ihrer Industriekultur.

Es werden Akteur:innen aus sieben Projekten oder Institutionen gezeigt:
WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig, Projekt Gleisdreieck der Leipziger Club- und Kulturstiftung, MIB Coloured Fields mit Wirkbau Chemnitz, ibug – Festival für urbane Kunst, Netzwerk Industrie.Kultur.Ost, Zwickau, Zentralwerk Dresden und Institut für Neue Industriekultur INIK, Cottbus, in der Energiefabrik Knappenrode.

Ein Projekt des D21 Kunstraum Leipzig e.V.. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaat Sachen sowie das Kulturamt der Stadt Leipzig; im Rahmen des Jahres der Industriekultur in Sachsen 2020. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.
20:00
30. Apr
[ Festival ]
Music Match Festival Tag 1
  • Pöbel MC
    The Dead End Kids
  • Punk, Hip Hop
  • ab 6,70
Veranstaltungs Bild
Unter dem Titel “Music for a New Society” setzt sich MusicMatch auch 2021 inhaltlich und künstlerisch mit Themen im Schnittbereich von Musik und Gesellschaft auseinander - auch den voraussichtlich weiterhin geltenden Einschränkungen des Kulturbetriebes zum Trotz. Um wie zuvor auch dieses Jahr Akteur:innen der Musikszene, Expert:innen und Interessierte zum Austausch über Popularmusik einladen zu können, richten wir Konferenz und Festival als eine Hopin-Onlineveranstaltung aus. In mehreren virtuellen Räumen können Talks, Workshops und Vorträge verfolgt und mitgestaltet sowie exklusive Webkonzerte genossen werden.

Pöbel MC
Es ist “Pöblos Rhetorico Erotica der Erste” formally known as Pöbel MC! Seine strammen Waden werden wohl lediglich von seinen noch strammeren Flows übertroffen. Thematisch-textlich geht er dabei weit über bloße Selbstgenüsslichkeiten hinaus. Fast beiläufig verschmelzen saftige Battleschellen mit mal lässig-heiteren, mal scharfsinnigen Analysen szeniger Spießigkeit, politischer Vewirrtheit oder sozialer Ungleicheit, stets eingebettet in eine progressive aber nicht moralisierende Geisteshaltung. In den vergangenen Jahren, hat sich der “MC Dienstleister in Sachen geistiger Versorgung und rhetorischer Ermordung” als einer der besten Liverapper Deutschlands einen Namen gemacht. QED.

The Dead End Kids
Was macht man als adoleszenter Mensch in einer mittelgroßen Stadt, die zwar als Teil der Montanregion Erzgebirge zum Unesco Welterbe zählt, aber sonst nicht viel zu bieten hat? Klar, eine Band gründen und mit Glitzerkanonen auf Spießer schießen, was sonst? Doch THE DEAD END KIDS können mehr, als nur Glitzer drüber streuen. Angefangen als klassische Schülerband haben sie über die Jahre einen eigenen Stil entwickelt, irgendwo zwischen Punk und Powerpop mit einer dezenten Metalkante. In den, in Deutsch und Englisch verfassten, Texten beschäftigt man sich mit persönlichen Erinnerungen, omnipräsenten Selbstdarsteller*innen im Optimierungswahn oder der Alternative, die niemals eine sein wird. Konfetti und Eskalation treffen auf Politische Statements und urbane Isolation, orchestriert von treibenden Drums und einer abwechslungsreichen Saitenfraktion. GlitzerpowerPunk eben.
20:0020:00
30. Apr
[ Konzert ]
Contemporary Insights
  • P. Andoni
    F. Gharibnejad
    E. Jurgschat
    T. E. Schick
    D. Shin
    Z. M. Seely
    T. Zhu
  • Eintritt frei
Das Leipziger Contemporary Insights Ensemble präsentiert neue Werke junger Komponist:innen aus Dresden, Leipzig und Weimar, die nicht nur von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen geprägt sind, sondern auch facettenreiche Zugänge zur Musik für eine ungewöhnliche Quintettbesetzung erkennen lassen. Die Entfaltung neuartiger Klangwelten, das kompositorische Nachdenken über das Phänomen der Alterität, autobiographische Meditationen und narrative Klangbilder stehen in einem faszinierenden Spannungsverhältnis, das die Reichhaltigkeit gegenwärtigen Komponierens widerspiegelt.
20:0021:00
30. Apr
[ Konzert ]
Mute Swimmer
  • Mute Swimmer
  • Singer / Songwriter, Folk
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
mute swimmer is the principal musical project of the berlin based british artist guy dale. with a changing cast of collaborators and players he has described the project as being 'governed by grace, doubt and sabotage'. as fascinated with extending the songwriting form as he is in dismantling it - his songs are approached with the tactics of an artist. intense, poignant and ironically funny by turns mute swimmer create beguiling music hewn from disparate strands of art, folk music and alternative rock in singular fashion.
10:00
01. Mai
[ Festival ]
Music Match Konferenz Tag 2
  • Joshua Peschke
    Andrea Goetzke
    Enno Bunger
    Inéz Schaefer
    Martin (Martl) Vejmelka
    Andreas Kohl
    Berthold Seliger
    Anna Blaic
    Kristoffer Cornils
    Alexander Hacke
    Kordula Kunert
    Katja Lucker
    Caren Lay
  • ab 6,70€
Veranstaltungs Bild
Unter dem Titel “Music for a New Society” setzt sich MusicMatch auch 2021 inhaltlich und künstlerisch mit Themen im Schnittbereich von Musik und Gesellschaft auseinander - auch den voraussichtlich weiterhin geltenden Einschränkungen des Kulturbetriebes zum Trotz. Um wie zuvor auch dieses Jahr Akteur:innen der Musikszene, Expert:innen und Interessierte zum Austausch über Popularmusik einladen zu können, richten wir Konferenz und Festival als eine Hopin-Onlineveranstaltung aus. In mehreren virtuellen Räumen können Talks, Workshops und Vorträge verfolgt und mitgestaltet sowie exklusive Webkonzerte genossen werden.

10:30 UHR
STREAMLAND - WWW.CLUBKULTURERFAHRUNG-ONLINE24.DE
Was Corona auch offenbart hat: Wie sehr wir am Tropf des Internets hängen, wenn IRL nichts mehr geht. Aber digitale Kulturvermittlung klingt so spannend wie sich der dreihundertste Stream eines DJ-Sets während der ersten Welle anfühlte. Krücke oder Chance? Was wollen wir als Kulturenthusiast:innen aus Fleisch und Blut vom digitalen Raum? Und was will er von uns? 

Speaker/Moderator: Joshua Peschke, Andrea Goetzke, Enno Bunger, Inéz Schaefer

12:00 UHR
GRÖSSER, TEURER, LAUTER – MUSIK ALS SPORT
„Join the biggest Club in the world: Die zweite World Club Cruise sticht in die Mediterrane See. Zusammen mit TUI Cruises entsteht auf der Mein Schiff 2 ein schwimmender Club mit 7 Floors und internationalen Headliner DJs.“ Milliardenschwere Eventagenturen bescheren uns Megafestivals demnächst wahrscheinlich auf dem Mond. Der Gigantomanie der Popkultur sind scheinbar keine Grenzen mehr gesetzt. Eine kritisch-interessierte Bestandsaufnahme der Kulturindustrie Champions League und die Frage, was das alles mit uns auf der Ersatzbank zu tun hat. Wo sind wir womöglich bereits Teil de Wettlaufs ohne es zu merken?

Speaker/Moderator: Martin (Martl) Vejmelka, Andreas Kohl, Berthold Seliger, Anna Blaich

12:00 UHR
INTERVIEW: DIE ROLLE VON MUSIK BEI DEN PROTESTEN IN BELARUS
Präsentiert vom Kulturaktiv e.V.

Nach den Wahlen im August 2020 ist es in Belarus zu einer großen Protestbewegung gekommen, die sich durch alle Bevölkerungsschichten zieht. Präsident Lukashenko herrschst seit über 25 Jahren abseits demokratischer Prinzipien. Politische Opposition ist fast unmöglich. Mit nicht genehmigten Auftritten von bekannten Bands wie N.R.M. auf der Straße oder dem Freien Chor im Einkaufszentrum wird dagegen angesungen. Welche Rolle spielt Musik bei den Protesten? Was bedeutet die aktuelle Situation für Kulturschaffende im Land? Simon Wolf vom Dresdner Verein Kultur Aktiv kommt mit Gesprächspartner aus dem sonst wenig beachteten osteuropäischen Land ins Gespräch.

12:00 UHR
NETWORKING: DIE SÄCHSISCHE MUSIKSZENE 2.0 – NETZWERKINITIATIVEN EIN JAHR NACH DER PANDEMIE
Präsentiert vom Landesverband für Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V.

Die globale Pandemie hat einiges auf den Kopf gestellt und die Musikszene besonders wirtschaftlich schwer getroffen. Dabei kristallisierte sich aber auch heraus, wie wichtig Netzwerke sind. Diese Gemeinschaften halfen beim Filtern der vielen Informationen, bei der Akquise von Fördermitteln, aber auch als gemeinsames Sprachrohr gegenüber Verwaltung und Politik. Nicht zuletzt gestalteten sie als mentale Verbündete Außnahmesituationen positiv mit.

In diesem Panel wollen wir die neu entstandenen sächsischen Netzwerkinitiativen vorstellen, die Perspektive der etablierten Organisationen aufzeigen und Raum für alte und neue Ideen der Zusammenarbeit schaffen.

14:00 UHR
CLUBKULTUR AM TROPF – WEGE AUS DER ABHÄNGIGKEIT?
Weder Künstler:innen noch Clubs können im Notfall auf Rücklagen zurückgreifen. Denn der Großteil der Livemusikkultur rangiert am Rande der Wirtschaftlichkeit. Die Abhängigkeit von öffentlichen Geldern besonders in der gegenwärtigen Krise ist immens. Doch was ist wenn die Kassen leer sind oder sich der politische Wind dreht? Die Verlockungen des Marktes sind groß. Wer Exklusivverträge abschließt und Brandings zulässt, dem winken Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen. Die Telekom besorgt große Namen für kleines Geld, wenn die Party in Magenta erstrahlt. Und cool-washing Foundations wie die Red Bull Music Academy übernehmen die Förderung von Nachwuchsmusiker:innen. Gibt es einen dritten Weg zwischen Privatwirtschaftlichem Sponsoring und öffentlicher Kulturförderung, um mehr Unabhängigkeit zu erlangen? Welche Rolle könnte dabei die Crowd spielen? Und lassen sich durch Spielstätten genutzte Immobilien dem Markt zu entziehen?

Speaker/Moderator: Kristoffer Cornils, Alexander Hacke, Kordula Kunert, Katja Lucker, Caren Lay

14:00 UHR
INPUT UND DISKUSSION: CLUBSTUDIE 2021 – ZENTRALE ERGEBNISSE DER BUNDESWEITEN ERHEBUNG
Präsentiert von der Initiative Musik

Im Oktober 2020 hat die Initiative Musik mit ihrer Clubstudie (https://www.initiative-musik.de/clubstudie/) die erste bundesweite Umfrage zur Situation der Musikspielstätten in Deutschland durchgeführt. Dank einer großen Teilnahmebereitschaft unter den Betreiber:innen und der Unterstützung von regionalen und bundesweiten Verbänden, liegen nun aussagekräftige Daten für eine umfassende Bestandsaufnahme vor. Die Publikation der Clubstudie ist für den 20. April 2021 geplant.

Bei der MusicMatch-Konferenz möchten wir euch die wesentlichen Ergebnisse der Studie präsentieren. Sie geben uns ein Bild vom „Normalzustand“ vor Corona und wie es grundsätzlich um die Musikspielstätten in Deutschland steht: wie viele gibt es und wo? Wie sind diese Betriebe strukturiert und was zeichnet sie aus? Die wirtschaftliche Bedeutung der Musikspielstätten wird ebenso betrachtet wir ihr kultureller und gesellschaftlicher Beitrag. Aufgrund der aktuellen Lage soll zudem auf die ersten Auswirkungen der Pandemie auf die Spielstätten eingegangen werden und wie weit der Weg zurück in den „Normalzustand“ ist. Schließlich gibt die Clubstudie Auskunft darüber, wo die größten Bedarfe der Musikspielstätten liegen und wie sie und die musikalische und kulturelle Vielfalt, welche sie schaffen, nachhaltig unterstützt und gefördert werden können.

Im Anschluss an die Präsentation möchten wir die Perspektive eines regionalen Spielstättenverbands mit einbringen. In einem kurzen Expert:innen-Gespräch wollen wir mit Jörg Kosinski vom LiveKommbinat Leipzig darüber diskutieren, was die Ergebnisse der bundesweiten Clubstudie für den regionalen Verband bedeuten und welche Besonderheiten die Musikspielstätten in Sachsen ausmachen.

Speaker/Moderator: Lisa Andersohn, Boris Paillard, Jörg Kosinski

14:00 UHR - Hopin - Virtuelle Event Plattform
INPUT UND WORKSHOP: FEIERN ALS OB ES KEIN MORGEN GÄBE?
Präsentiert vom Zukunftgestalten e.V.

In diesem Workshop gibt das Clubtopia Team eine Einführung und einen Überblick über Nachaltigkeit im Nachtleben: Was ist der ökologische Fußabdruck im Nachtleben? Wie können wir als Clubbesucher*innen ökologischer handeln? Was können Clubs und Veranstalter*innen verändern, um die negativen Klimaauswirkungen zu reduzieren. Der Workshop hilft dir, praktische Ansätze zu finden und auszutauschen, dich dem Thema zu nähern und bietet viele konkrete Inspirationen für nachhaltigeres Clubbing zum mit nach Hause nehmen.

15:30 UHR
KULTURARBEITER:INNEN ALLER LÄNDER – VEREINIGT EUCH! 
Wir nehmen den 1. Mai zum Anlass, um über die Kultur des Arbeitskampfes in der Kreativwirtschaft und speziell in Musik- und Clubkultur zu sprechen. Gibt es sowas überhaupt? Oder muss sich der/die sich seit Menschengedenken selbstvermarktende Musiker:in mit der Prekarität qua Berufswahl abfinden? Und sind Clubbetreibende zu einem Leben mit schwindender Hörleistung knapp über dem Existenzminimum verdammt? Corona hat die fragilen Existenzen in der Kultur offengelegt. Gibt es Hoffnung? Und was sind unsere Werkzeuge? Kann man sich einen Kulturstreik vorstellen? Daniel Siebert und Sean Prieske, Musikwissenschaftler aus Leidenschaft, behandeln diese Themen exklusiv für MusicMatch in ihrem Podcast "Musikgespräch". 

Seit Januar 2019 besprechen Sean und Daniel darin mit Spaß und differenziertem Denken querbeet Themenkomplexe der Musikwissenschaft. Dabei richten sie sich nicht nur an ein wissenschaftliches Fachpublikum, sondern auch an alle anderen musikinteressierten Zuhörer:innen.

Speaker/Moderator: Daniel Siebert, Sean Prieske

15:30 UHR
WIRKLICH OFFEN FÜR ALLE? – IDEEN FÜR BARRIERE- UND DISKRIMINIERUNGSÄRMERE VERANSTALTUNGEN
Präsentiert vom LAG queeres Netzwerk

Die Dresdner Musik- und Clubkultur gilt als bunt und vielfältig. Musikalisch mag das stimmen, jedoch kommt es immer wieder zu alltäglichen Formen der Diskriminierung und Stigmatisierung, aber auch zu körperlichen Angriffen, Belästigungen und sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen, LSBTIQ*, gegenüber Schwarzen Menschen bzw. Personen of Color, gegenüber Personen, die behindert oder die als Migrant*innen wahrgenommen werden. In der Folge sehen sich bestimmte Personen(gruppen) implizit von der Teilhabe an der Konzertkultur ausgeschlossen.

Die Diskussion thematisiert nicht nur herrschende Strukturen und Barrieren in der Veranstaltungsbranche, sondern zeigt auch Strategien für mehr Awareness und inklusivere Events auf: Wie können Musikveranstaltungen diskriminierungsarm und barrierefreier gestaltet werden? Welche Barrieren gibt es überhaupt bei Live-Events und welche im digitalen Raum? Wo liegen die Grenzen und Chancen digitaler Veranstaltungsformate und haben sie das Potential, neue Zugänge zu schaffen? Denn: Gute Musik sollte allen zugänglich sein.

17:00 UHR
MEET AND GREET: “MUSICSWOMEN” – DAS SÄCHSISCHE NETZWERK FÜR MUSIKFRAUEN*
Music S Women* steht für leidenschaftlich erwerbstätige Musikfrauen* aus Sachsen. Wir schaffen Werte in den Bereichen Kunst, Wirtschaft, Medien und Technologie. Von der Dirigentin*, Managerin*, Unternehmerin*, Musikerin*, Produzentin* bis hin zur Technikerin* möchten wir die verschiedenen Facetten einer Tätigkeit in der Musikwirtschaft erfassen und abbilden. Außerdem sind wir Teil vom bundesweiten Netzwerk Music Women* Germany.

In diesem Meet and Greet wollen wir dich kennenlernen, dich einladen uns Fragen zu stellen und an verschiedenen online Gesprächskreisen Themen der Musikbranche zu bearbeiten und an neuen Projektideen und 
Arbeitsgruppen mitzuwirken.

Dies sind die Themen unserer Gesprächskreise:
- Vernetzt die Netzwerke - noch ein Netzwerk, braucht es das? 
- Welche Netzwerke gibts, welcher Mehrwert haben diese, welche Aufgaben?
- How to become a media troll - Finger in die Wunde, wo sind die Frauen in den Projekten? Für mehr sächsische Frauen* im Radio!
- Nie wieder leise - Schlagfertige Antworten für schwierige Situationen
- Fuck Up Sessions - Geschichten vom Hinfallen und Krone richten

Speaker/Moderator: Judith Beckedorf, Anika Jankowski

17:00 UHR
INPUT: MUSIKCLUBFÖRDERPROGRAMME DER INITIATIVE MUSIK – ALLES WAS DU WISSEN MUSST
Präsentiert von der Initiative Musik

Die Initiative Musik ist die zentrale Fördereinrichtung der Bundesregierung und der Musikbranche für die deutsche Musikwirtschaft und unterstützt Livemusikclubs mit zahlreichen Programmen, die Thema dieser Infoveranstaltung sind.

17:00 UHR
LECTURE SHOW: “VOM IMPERIENGESCHÄFT” REVISITED – BERTHOLD SELIGER ÜBER PROBLEME UND PERSPEKTIVEN DER KONZERTSZENE IN DER CORONÄRA
In "Vom Imperiengeschäft" befasst sich Berthold Seliger in scharfen Analysen und Hintergrundberichten mit dem Konzertgeschäft unserer Tage. Er nimmt die jüngsten Entwicklungen bei den Konzentrationsprozessen in der deutschen und internationalen Konzertbranche sowie die dubiosen Tricks im Ticketing zum Anlass für konkrete Vorschläge, wie man mit konsequenter Gesetzgebung die Machenschaften der Konzerne eindämmen kann, die die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft gefährden.

Den Imperiengeschäften der Musikindustrie setzt Seliger das Konzept unabhängiger Musikclubs, soziokultureller Zentren und künstlerorientierter Festivals entgegen, in denen wieder eine Kultur jenseits der Konzerne stattfinden kann. Mit Blick auf die historischen Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie, stellt Seliger in dieser Lecture Show die Frage nach den Problemen und Perspektiven dieser ohnehin gefährdeten Musikszene.

Speaker/Moderator: Berthold Seliger

18:00 UHR - objekt klein a Virtual Club
NETWORKING AFTERHOUR – MEET THE EXPERTS @ VIRTUAL OBJEKT KLEIN A
Nach einem inhaltlich gut gefüllten Tag ist sicherlich die eine oder andere Frage offen geblieben. Wir laden euch daher ein, einander als fliegende Smileys an der virtuellen Bar des objekt klein a zu begegnen. Dort gibt es einen fast echten DJ und man kann mit je einem anderen Smiliey eine Audioverbindungen aufbauen und somit mit unseren Referent:innen ins Gespräch kommen.
20:00
01. Mai
[ Festival ]
Music Match Festival Tag 2
  • Haiyti
    Alphonzo
    Yung FSK 18
    DJ Access
  • Hip Hop, Rap
  • ab 6,70€
Veranstaltungs Bild
Unter dem Titel “Music for a New Society” setzt sich MusicMatch auch 2021 inhaltlich und künstlerisch mit Themen im Schnittbereich von Musik und Gesellschaft auseinander - auch den voraussichtlich weiterhin geltenden Einschränkungen des Kulturbetriebes zum Trotz. Um wie zuvor auch dieses Jahr Akteur:innen der Musikszene, Expert:innen und Interessierte zum Austausch über Popularmusik einladen zu können, richten wir Konferenz und Festival als eine Hopin-Onlineveranstaltung aus. In mehreren virtuellen Räumen können Talks, Workshops und Vorträge verfolgt und mitgestaltet sowie exklusive Webkonzerte genossen werden.

Alphonzo
Das ist der ruhige Typ mit der rauchigen Stimme. Das ist der Rapper aus Dresden der mit Figub Brazlevic in Berlin abhängt. Das ist der Musiker, der mit seinen Punkbands schon in den abgefucktesten Clubs Europas unterwegs war. Der der was zu erzählen hat und das hat meistens wenig über Rap zu tun. Es geht um viel mehr…das eigene Licht ins Dunkel bringen.

Haiyti
Einmal Star und zurück: Mit ihrem neuen Album startet Haiyti ihr persönliches Comeback. “Influencer” ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, düster, hart und angriffslustig. Vor allem aber ist es eine Erinnerung, warum Deutschrap klingt, wie er klingt. Runter von der Straße, das Original ist zurück. 

Es ist so ein typischer Haiyti-Titel: ein scheinbar ausgelutschtes Bild voll plattem Glamour, ein Klischee. In ihrem Kosmos aber bekommen diese Wörte neue Bedeutungsebenen, neue Tiefe. Natürlich meint sie mit “Influencer” ihre Rolle als eine der low-key einflussreichsten Musiker*innen des Landes. Klick dich durch die deutschen Charts und du hörst Haiyti, auch wenn Haiyti nicht draufsteht. Gleichzeitig spielt der Albumtitel mit der Ambivalenz von Ruhm, Reichtum, Reichweite und all dem anderen geilen Scheiß, den angeblich nie jemand haben will. 

Haiyti hat nie verhohlen, dass sie sich als Star sieht; dass die aktuell ihr angedachte Rolle als vom Feuilleton umgarnter Underdog weder ihrem Talent noch der harten Arbeit entspricht, die sie in diese Sache gesteckt hat. Seit ihrem 2016er-Mixtape “City Tarif”, allerspätestens seit ihrem Major-Debüt “Montenegro Zero” galt Haiyti als das nächste Ding. Aus den fetten Fleischtöpfen der Boombranche Deutschrap löffeln trotzdem andere. Ernüchterung aber ist das eine, Weitermachen das andere. Und mit Weitermachen kennt Haiyti sich aus. Sie kennt nichts anderes sie kann nicht anders. Weil sie etwas zu sagen hat. Weil sie wirklich erlebt hat, wovon sie spricht. Und weil sie wie niemand sonst die Zauberkraft besitzt, sich selbst wieder zusammenzukleben aus den Glasscherben der vergangenen Nacht. 

“Influencer” ist ein “Comeback” nach Haiyti-Art. Nur wenige Monate nach ihrem letzten (und bis dahin ziemlich sicher besten) Album “Sui Sui” legt sie nach. Schon wieder. Wie immer. Nur anders diesmal. “Die Wolken ziehen, feiern mein Comeback”, singt sie auf dem gleichnamigen Introsong. Die Rückkehr nämlich ist auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. “Influencer” ist ein überraschend düsteres, überraschend hartes, überraschend angriffslustiges Rap-Album. Eh klar, Haiyti bleibt Haiyti bleibt ein Unikat. Die Kontraste von grellem Scheinwerferlicht und finsterster Nacht, wie man sie von dem selbsterklärten “On/Off Model” kennt, finden sich auch auf diesem Album. Es gibt die Zuckerschock-Momente (“Holt mich raus hier”), die Innovationen (Baile-Bashment auf “100.000 Feinde”), die leisen Lieder von verblichener Liebe (“Tokio”), die Bretter für die Trap (“Burr”) und auch eine dieser ganz und gar einzigartigen Balladen, die Haiyti meilenweit abheben von all den Playlist-Lieferandos und Klickkauf-Ganoven da draußen (“Weltzeituhr”). Vor allem aber wird gerappt. Aug’ um Auge, Line um Line. Als hätte sie nie einen Echo gewonnen. Als wäre Hamburg-Langenhorn das Zentrum der Welt. Als würde diese eine Session in diesem verdammten Kellerstudio einfach nie enden.

“Ja, ich wollt zu viel, wäre fast verreckt / Weiß nicht, wo ich war, doch zu lange weg.” Wo Haiyti war, wo sie jemals sein wird – wer weiß das schon? Sicher ist nur: Sie ist zurück. Burr!

Yung FSK18
Geboren und aufgewachsen in Halle(Saale), veröffentlicht seit 2017 Songs in Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzent:innen wie Rattenjunge, Young Addict, DJ Mell G, Alphamob und vielen mehr. In ihren Texten dreht es sich um Parties, Sex, Drogen, Geldprobleme und Gefühlschaos (was zu erst da war, wissen wir nicht). Oder um aus „Das Wetter“ Nummer 22 vom letzten Jahr zu zitieren: „eine Hallenser Rapperin, die viel übers Jungsein rappt, übers Kaputtsein, über Sex & Drugs, über das Business und darüber, wie sie nach ihrem Standort in diesem sucht“.

DJ Access
Egal ob Club oder Konzert – Access steht an den 1210ern. Seit 2002 an den Plattenspielern sorgte er mit Slider von den Bandits hauptsächlich für die Gründung von NewDEF. Er kam bis heute auf unzählige Bühnen – als Live-DJ von NewDEF, Capone-N-Noreaga, Onyx, Damion Davis, Plusmacher, Hiob & Morlockk Dilemma, Antihelden & T9 – oder als Party-DJ mit u.a. DJ Total Eclipse oder DJ Babu mit seiner eigenen Reihe „We bringen‘ it back“! Ebenso produzierte er die Mixtape-Reihe “Bandits – The Mixtape” mit, wo u.a. Kool Savas, K.I.Z., Sektenmuzik oder AliA$ Gäste waren. Access ist ebenso Anlaufstelle No.1 für Scratches und kam so auf unzählige Co-Produktionen neben seiner eigenen Vinyl „Skills“ mit vielen namenhaften Künstlern weltweit. Er konnte Beruf & Hobby vereinen und ist nun mit NewDEF Label und Booking-Agentur zugleich.
04:00
02. Mai
[ Konzert ]
sunday 4 am
  • Robert Lippok
    Maryvonne Riedelsheimer
  • Eintritt frei
Gemeinsam mit der Filmkünstlerin Maryvonne Riedelsheimer erforscht Robert Lippok in einer spekulativen Studie Licht- und Klangräume im Festspielhaus und Garten und entwickelt an einem frühen Sonntagmorgen den Auftakt für den Abschluss des Festivals. Die Veranstaltung findet online statt.
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