Im Gespräch mit Hundreds

Foto: J. Konrad Schmidt
Wie kam es dazu, das ihr zusammen eine Band gegründet habt?
  • Eva: Ich hatte Liebeskummer und wollte mich ablenken. Außerdem hatten wir das sowieso schon länger vor, aber uns fehlte immer die Zeit. So nahm ich mir damals unbezahlten Urlaub von meinem Job und wir das erste Album auf. Kurz danach ging es dann auch schon los mit der ersten Tour. 

Wie entstehen eure Lieder?
  • Eva: Unterschiedlich. Aber meistens gibt es eine Klavieridee von Philipp, auf die ich dann was singe und einen ersten Text schreiben. Dann schicke ich ihm das und wir spielen Ping-Pong bis der Song fertig ist. Oft sind wir auch an unterschiedlichen Orten, aber trotzdem funktioniert das gut. Bei The Current haben wir auch viel mit anderen Musikern gearbeitet und deren Input in die Songs eingearbeitet, z.B. mit Lilly Among Clouds, Wallis Bird, Florian Sievers von Das Paradies. 

Ihr spielt neben euren eigenen Liedern auch immer wieder Cover. Wie entscheidet ihr, welche Lieder ihr Covern wollt?
  • Eva: Erste Voraussetzung: Mögen wir den Song und die Künstler*in? Ist es ein spannender Song? Wurden schon viele Covers gemacht? Manchmal sind es auch einfach Songs, die uns schon lange begleiten und die immer wieder hervorkrauchen und gecovert werden wollen. So wie jetzt von The Notwist „Consequence“. Das war und ist ein ganz wichtiges Album für uns.  

 „Es ist superwichtig, dass das Publikum eine Verbindung zur Band und auch umgekehrt herstellen kann.“
EVA

Gibt es Musiker*innen oder Bands mit denen ihr gern mal zusammenarbeiten wollen würdet?
  • Eva: Uh, da gibt es einige. Bisher waren es immer befreundete Bands oder Künstler*innen. Wenn wir bei Wünsch dir was wären, wäre es Thom Yorke. Er hat uns immer stark inspiriert. Aber das ist wohl utopisch. Und vielleicht ist auch was dran an: „Never meet your heroes“.  

Mit eurem steigenden Erfolg wurden eure Konzerte zwar immer größer, dennoch haben eure Konzerte nichts an ihrer Intimität verloren. Wie fühlt sich das für euch selbst an?
  • Eva: Genau das ist unser Ziel und es ist schön, dass ihr das auch so wahrnehmt. Es ist superwichtig, dass das Publikum eine Verbindung zur Band und auch umgekehrt herstellen kann. Oft kann man gar nicht beschreiben, woran das liegt, dass es einen total berührt oder überhaupt nicht. Aber wir versuchen immer die Menschen abzuholen und auf unsere Reise mitzunehmen. Nach dem Konzert muss man sich anders fühlen, als vorher, wie z.B. nach einem guten Film oder einem guten Theaterstück. 

Was erwartet uns auf „The Current“?
  • Eva: The Current ist zugleich offener und kämpferischer. Wir versuchen dem sich steigernden Hass und der Entfremdung der Menschen untereinander etwas entgegenzusetzen, aber auch zu sagen, kämpfe für deine Sache, lass dir nicht den Mund verbieten.

Das Album „The Current“ wird am 27.03.2020 veröffentlicht und am 06.05.2020 spielen sie im Beatpol.

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geschrieben von pierre ed, am 10. März 2020
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