17:00
08. Sep
( Party )
Nachtgarten
  • bis 21 Uhr Eintritt frei, danach 5,-
Nach Feierabend im botanischen Sommerklub mit Tanzdiele in idyllischer Natur, Gemütlichkeit im Zirkuswagen und Lagerfeuerstimmung, Tischtennis & Kicker, gemixten Drinks und leichter Kost - amüsieren, liebäugeln, erholen und afterwork´en.

Das reale Facebook im Grünen!
18:3019:30
08. Sep
( Literatur )
Wir feiern 25 Jahre an 25 Tagen - Zwischen Aufbruch und Randale
  • Geralf Pochop
  • Lesung
  • ab 5,-
Das zweite Buch von Geralf Pochop beginnt genau dort wo sein erstes Buch „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ aufhörte.
Er berichtet über seine Erlebnisse ab dem 09. November 1989, dem Tag an dem die verhasste Mauer fiel.
Diese Aufbruchsstimmung beschränkte sich nicht nur auf gesellschaftliche Veränderungen, Hausbesetzungen, Musik- und Jugendsubkulturszenen, sondern auch auf Familien- und Freizeitzentren, alternativpädagogische Bildungsprojekte und Initiativen für Umwelt und Naturschutz. Es fiel in die Zeit der Hoffnung, des Aufbruchs und der Kreativität. Jede noch so verrückte Idee konnte in die Realität umgesetzt werden. Alles war möglich.

Die alte Macht hatte nichts mehr zu sagen. Die Regeln der neuen Gesellschaft waren allen fremd. Die „Volks“-Polizei, welche 40 Jahre lang die Interessen der DDR-Diktatur mit Hilfe der Staatssicherheit durchgeknüppelt hatte, wurde von niemandem mehr ernstgenommen. Sie tauchte kaum noch auf. Es entstand ein rechtsfreier Raum.
Diesen nutzte nicht nur die Subkulturen sondern auch die rasant anwachsende Nazi-Skin- und Neonazi-Szene. Brutale Überfälle auf Andersdenkende und Andersaussehende waren an der Tagesordnung. Auch Menschen mit Migrationshintergrund, Homosexuelle und beeinträchtigte Personen wurden attackiert. Es entstanden überall im Land No-Go-Areas. Durch diese als Mensch, der nicht ins Raster der Nazis passte, zu laufen war lebensgefährlich. Inzwischen wird diese Situation auch als "Baseballschlägerjahre" bezeichnet!

Aber es gibt natürlich es auch viele witzige Kapitel z.B. über die "Schlagerpunx" bei Möbel-Walter, die ausführliche Geschichte des Schlemihl-Records Plattenladens oder über ausufernde Punk Open Airs die damals ungewollt voll aus dem Ruder liefen und es teils bis in die Tagesschau schafften.
Geralf Pochop berichtet von längst vergangenen Zeiten, welche in dieser Form sicher einzigartig waren. Ein ganzes Land zwischen Aufbruch und Randale. Zwischen Hoffnung und Resignation. Ein Land, eine Subkultur auf der Suche nach der Zukunft.

Ergänzend zu den Schilderungen des Autors kommen 14 weitere Protagonisten der damaligen Zeit zu Wort und zeichnen anhand ihrer persönlichen Erlebnisse ein Gesamtbild der Ereignisse in den Nachwendejahren.

Da die Chemiefabrik voraussichtlich ohne dieses einzigartige, geschichtliche Ereignis nie existiert hätte, ist diese Lesung nur folgerichtig.
Ein kleiner Teil von ihnen machte sich den rechtsfreien Raum, der sich dieser Generation bot, zunutze. Ein Konglomerat aus Künstlern, Kreativen, Bunten und sympathisch Durchgeknallten ist es zu verdanken, dass dieser Ort entstehen konnte. Es wurden sich keine Gedanken über jegliche, rechtliche Konsequenzen gemacht. 
19:0019:30
08. Sep
( Diskussion / Vortrag )
Die Gefallenen bleiben unter uns
  • Eintritt frei
Verlust ist ein zwangsläufiger Bestandteil des Lebens und Aktivismus. Im Angesicht aller Widrigkeiten, denen wir uns stellen, fordert der politische Kampf immer auch Opfer ein. Der Verlust kann verbunden sein mit unserem politischen Kampf, Repression, Knast, Krieg, Vertreibung, Femizid, Genozid oder Klimakatastrophe. Geliebte Menschen, Orte, Gefährt*innen, Gewohnheiten, Vertrautes oder ganze Spezien zu verlieren ist überwältigend, wenn mensch damit allein dasteht. 

Gegen die Überwältigung hilft es zu erinnern. Doch Erinnerung ist kein rein gedanklicher Prozess, noch ist Trauer bloss Emotion. Erinnerung ist eine lebendige Aufgabe. Wenn wir zusammenkommen und gemeinsam Verlust verarbeiten und Trauer halten, entfaltet das eine gewaltige Kraft, die Menschen unterschiedlicher Geographien zusammenbringt, den Mut gibt Risiken einzugehen und das Durchhaltevermögen schenkt wieder aufzustehen, wenn es aussichtslos scheint. Jeder Gefallene ist damit ein Grund mehr weiterzukämpfen und nicht aufzugeben.
Kein
e Historikerin des Herrschaftssystem wird unsere Geschichte für uns schreiben. Wir müssen uns aktiv in der Geschichte platzieren und sie gemeinsam selber schreiben, jeden Tag. In Stockholm hat eine anonyme Genossin den Schriftzug des Denkmals für die gefallenen Brigadistinnen in der Revolution 1936 in Spanien erneuert. Dort ist nun wieder lesbar: "Passant*in verweile - erinnere sie mit Stolz." Die Geschichte von Menschen, Bewegungen, Orten und Ereignissen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, hilft uns beim Verarbeiten und läßt sie in unseren Herzen und in unseren Bewegungen weiterleben.

Im Rahmen der Ausstellung - In Bewegung - 10 Jahre Anarchistische Tage - gibt es eine Wand für kollektive Trauer und Verlust. Hier dürfen alle gestalten und sich Raum nehmen. Es ist nicht notwendig Menschen direkt gekannt zu haben, um sie zu betrauern und sie zu erinnern, manchmal lernen wir Genoss*innen auch erst nach ihrem Tod kennen.

Wir laden euch ein zu einem Abend der gemeinsamen Erinnerung. Hier können wir Trauer kollektiv teilen, Rituale austauschen, Gedanken teilen, konkrete Geschichten erzählen, zeichnen oder malen und gemeinsam diese Wand gestalten. Bringt gerne Fotos, Blumen, Zeichnungen, Geschichten, Gedichte, Lieder und Gegenstände mit.
19:0020:00
08. Sep
( Konzert )
Betreutes Singen - Mitsingzentrale - Farewell Schauburg Show!
  • Demian Kappenstein
    Reentko Dirks
  • Pop
  • VVK 16,50
Seit 2017 laden Demian Kappenstein und Reentko Dirks einmal monatlich ans imaginäre Lagerfeuer zum geselligen Singen quer durch die Geschichte der Popmusik. Kurzweilig und stets mit einem Augenzwinkern begeben sie sich mit Euch zusammen auf eine Expedition in die Weiten eures musikalischen Horizontes auf der Suche nach goldenen Melodien. Kein Abgrund ist zu Tief, keine Ton zu hoch - egal ob Rolad Kaiser oder Peter Fox, ob Bon Jovi oder Pipi Langstrumpf - wichtig ist nur die Freude am gemeinsamen Intonieren der Fundstücke. Ihr wünscht Euch einfach eure Lieblingssongs, Reentko, dem man nachsagt, auf Zuruf an die 2000 Stücke spielen zu können, begleitet an der Gitarre, Demian moderiert und weiß die Cajón zu spielen. Den Songtext gibt´s der Einfachheit halber an die Wand projiziert. Ihr singt. Fertig!

Nach fünf Jahren sanierungsbedingtem "scheune Außer Haus" Exil verabschiedet sich das Betreute Singen mit großem Dank für die herzliche Gastfreundschaft mit dieser Abschieds-Show von der Schauburg, um ab Oktober 2026 wieder zurück in die neue scheune zu kehren. Lasst euch die finale Ausgabe in der Schauburg nicht entgehen!
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