15:00
14. Mai
( Festival )
DIWO Week 2026
    Die DIWO Werkwoche 2026 ist das einzigartige Workshop-Festival des Metaknoten e.V. unter dem Motto „Do It With Others“. An fünf Tagen bietet sie eine bunte Mischung aus Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und multimedialen Abendveranstaltungen. Am sechsten Tag gipfelt das Programm in einer öffentlichen Vernissage mit Konzerten und Performances, bei der die entstandenen Arbeiten präsentiert werden. Das multidisziplinäre Format wird jährlich neu kuratiert und lädt internationale, genreübergreifend arbeitende Künstler*innen, Medienmacher*innen und DIY-Enthusiast*innen ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der aktiven Vernetzung mit dem lokalen Publikum, das nicht nur Zuschauer*in, sondern Mitgestalter*in wird.

    Dieses Jahr
    In Zeiten der Hyper-Digitalisierung gerät das körperliche und händische Arbeiten immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen dominiert der Algorithmus und die Kreativität wird dem Computer überlassen. Die DIWO Werkwoche 2026 setzt dieser „Entmenschlichung“ der kreativen Arbeit ein neues Konzept entgegen:
    Die Künstlerische Intelligenz als Krone des Schaffens und Wirkens,
    eine kollektive, handwerkliche Praxis anstatt einer Software. Um diese KI im Rahmen der Werkwoche zu entwickeln, orientieren wir uns am klassischen Kunsthandwerk und verbinden die Verarbeitung von Materialien mit digitaler Medienkunst. Nicht um nostalgisch zu sein sondern um zu zeigen wie händisches Können im digitalen Zeitalter neu erlebbar wird.

    Programm
    15:00 - 19:00 Uhr: 8-Bit Mix Console (DIY ATtiny Synthesizer)
    Steffen Koritzsch und Alwin Weber

    Die 8-Bit Mix Console ist eine Entwicklung, an der Techniker und Künstler aus Indonesien, der Schweiz und Deutschland beteiligt waren. Auf Basis früher 8-Bit Computertechnik lassen sich dem Gerät mit einfachen Mitteln Klänge, Töne und Lichteffekte entlocken. Der experimentelle Synthesizer auf Basis des ATtiny85 Mikrocontrollers vereint die Möglichkeiten Sound und visuelle Effekte zu erzeugen und kann über ein einfaches Audiokabel mit einem Computer oder Telefon programmiert werden. Dazu gibt es die Möglichkeit eigene Codes mit der Arduino Oberfläche zu schreiben und sie mit kurzen Audiosequenzen zu übertragen.

    Materialkosten: 30 €
    Aufgrund begrenzter Plätze bei Workshops bitten wir um eine Anmeldung via tickets@metaknoten.net.

    19:00 Uhr: Arai-eek Lab / Chiang Mai
    Marc Dusseiler

    Arai-eek Co-Laboratory & Arai-eek Lab Residency ist ein Format des gegenseitigen Lernens und Wissensaustauschs, das auf einer gemeinsamen Faszination für die Biologie – von der Ökologie bis zur synthetischen Biologie – basiert und diese mit digitalen Technologien und traditionellem Handwerk verbindet. Durch die Verbindung des Global Hackteria Network und der SGMK (Swiss Mechatronic Art Society) mit tomorrow.lab und der Pa Rang Art Company in Thailand legt CoLabs den Schwerpunkt auf „Do-It-With-Others“ (DIWO) – gemeinsames Handeln und Experimentieren aus vielfältigen Perspektiven.

    Für die Ausgabe in Chiang Mai stellen die Initiatoren den Lannafuturismus vor – einen spekulativen Rahmen, der fragt: Was passiert, wenn jahrhundertealtes handwerkliches Wissen aus Lanna auf Open-Source-Technologie, biologische Materialien und experimentelle Kunstpraxis trifft?

    „Arai-eek“ bedeutet auf Thai „Was noch?“ – eine einfache Frage, die unendliche Möglichkeiten eröffnet. Beide Programme bauen auf dieser Frage auf.
    Was kann Kunst noch werden, wenn sie wie ein Organismus wächst? Was können wir noch mit lebenden Materialien, Abfall, Mikroben und Zeit erschaffen? Was ist noch möglich, wenn Technologie nicht nur digital ist, sondern ökologisch, handgemacht und geteilt wird?

    Das Arai-eek Lab ist ein Raum zur Erforschung von Bio-Kunst, experimentellem Design und zukünftigen Lebenspraktiken. Künstler*innen, Musiker*innen, Maker*innen und neugierige Köpfe werden eingeladen, ein temporäres Labor zu betreten, in dem Natur und Technologie nicht getrennt sind – sondern miteinander verflochten.

    20:00 Uhr: Mikroelektronik und Halbleiterproduktion in Dresden: Wie man Silizium das Denken beibrachte
    Hans Becker und Jens Knobloch

    In seinem Vortrag wird uns Dr. Hans Becker einen Einblick über die Anfänge der Mikroelektronik im Osten Deutschlands geben. Becker war Mitarbeiter und Zeitzeuge Werner Hartmanns, der 1961 mit dem Aufbau der Arbeitsstelle Molekularelektronik (AME) in Dresden beauftragt wurde und diese bis 1974 mit großem Erfolg leitete. Die Arbeitsstelle gilt als die Keimzelle für das heutige Mikroelektronik-Cluster Silicon Saxony, Werner Hartmann und seine Mitarbeiter leisteten Pionierarbeit.
    Unser zweiter Gast Jens Knobloch wird den Bericht um die darauf folgenden Entwicklungen während der 70er und 80er Jahre ergänzen.
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