Auch 2026 beginnt das Neue Jahr musikalisch mit „Happy New Ear“ und einem ganz besonderen Konzerterlebnis, das die Grenzen des Hörens neu zieht: musikalische Welten treffen aufeinander, vereint durch innovative 3D-Audio-Technik, die den Großen Saal im Festspielhaus in ein lebendiges, pulsierendes Klangfeld verwandelt.
In einem ersten Teil präsentiert das renommierte Asasello Quartett neue Kompositionen von Adrian Laugsch, Aline Sarah Müller, Andres Quezada, Joan Tan, Eftichis Vittorakis und Szymon Wójcik, die speziell für ein immersives Hörerlebnis und Kombinationen von klassischen Streichinstrumenten mit digitaler Soundtechnik geschaffen wurden. Das Konzert ist der erste Höhepunkt des mehrjährigen Projektes „PODI – Postdigital Interpretation“, das gemeinsam mit professionellen Partnerinstitutionen, Künstler*innen und Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln die Einführung und Vermittlung von aktuellen digitalen Medien und XR-Techniken in klassischen Konzertprogrammen erforscht und präsentiert.
Der zweite Teil von „Happy New Ear“ gehört dem legendären Trio Brandt Brauer Frick und seinem handgemachten, unwiderstehlichen Dancefloor-Sound. „Concert hall compositions for the clubbing generation“, so bezeichnet die BBC die Musik des Trios, das 2008 mit der Idee gegründet wurde, repetitive und groovende Formeln der elektronischen Tanzmusik mit den Klangwelten klassischer, neuer Musik und komplexer Club-Avantgarde zu vereinen. Als Trio, mit ihrem zehnköpfigen Ensemble oder auch mit einem ganzen Orchester haben Brandt Brauer Frick inzwischen über 400 Konzerte weltweit in Clubs, klassischen Konzertsälen und auf Festivals gespielt – zuerst im Berliner Berghain, später auch im Lincoln Center, Centre Pompidou oder der Kölner Philharmonie. Für die Art Basel Miami Beach 2022 entwickelten Brandt Brauer Frick mit „Multi Faith Prayer Room“ ein immersives Sound-Licht-Projekt mit 120 Stimmen aus über 35 Ländern, das sie 2023 auch auf ihrem sechsten Studioalbum veröffentlichten. In HELLERAU nehmen sie das Projekt zum Ausgangspunkt, um gemeinsam mit dem Publikum in einen außergewöhnlichen Spatial-Sound-Dancefloor einzutauchen und das Neue Jahr zu feiern.
Teil 1: Asasello Quartett (20:00 Uhr)
Programm
Szymon Wójcik - „nothing can save us. everything can save us" (2025)
3D Audio System, 8 min.
Eftichis Vittorakis - „Cheap tricks" (2025) Violine, Viola und 3D Audio System, 8 min.
Joan Tan - »In a space between heaven and home" (2025) Violine, Viola und 3D Audio System, 10 min.
Andrés Quezada - „The Complete Recordings of Natsumi Kubota" (2025) 3D Audio System, 9 min.
Aline Sarah Müller - „SCHWÄRMEN" (2025) Streichquartett und 3D Audio System, 10 min.
Adrian Laugsch - „zerfaser (Mischgewebe)" (2025) Streichquartett und 3D Audio System, 8 min.
Asasello Quartett
Das Asasello Quartett ist ein europäisches Ensemble.
Seit der Gründung im Jahre 2000 in der Kammermusikklasse von Walter Levin in Basel haben sich die Musiker nicht nur als hervorragende Interpreten des klassisch-romantischen Repertoires und der neuen Musik einen Namen gemacht. Der Studienabschluss erfolgte an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz beim Alban Berg Quartett und David Smeyers. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen sowie die Förderung eigener Projekte erlauben die Umsetzung neuer Ideen, besonderer Aufnahmetechniken und Konzertformen. Die Programme sind intelligent und anspruchsvoll, nie mainstream. Wenn es sein muss, springt Asasello auch vom Stuhl oder aus dem Frack.
Teil 2: Brandt Brauer Frick (21:30 Uhr)
Brandt Brauer Frick wurde 2008 gegründet und verbindet seitdem repetitive Grooves mit den ätherischen Klängen zeitgenössischer klassischer Musik. Die BBC bezeichnete das Trio als Schöpfer von „Konzertsaal-Kompositionen für die Clubbing-Generation". Mit fünf Studioalben und Kollaborationen u. a. mit Nina Kraviz, Gudrun Gut und Om'Mas Keith festigte die Band ihren Platz in der experimentellen Tanzmusik.
Auftritte als Trio oder mit 10-köpfigem Ensemble führten sie in über 40 Länder, in Clubs, Konzertsäle und auf Festivals wie Glastonbury, Coachella, Sónar und Berghain.