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04. Mai
( Film )
Letztes Jahr Titanic
  • Andreas Voigt
Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Andreas Voigt
„Letztes Jahr Titanic“
im Rahmen von Alles Jetzt! Zwischen Aufbruch und Umbruch 

Die international bekannte Reihe der Leipzig-Filme von Andreas Voigt, die zwischen 1987 und 1997 entstanden ist, vereint  fünf lange Dokumentarfilme.

Begonnen noch zu Zeiten der DDR, erzählt sie über 10 Jahre hinweg Lebensgeschichten und Schicksale von Menschen in Leipzig, der zweitgrößten ostdeutschen Stadt.

"Wir drehen in Leipzig, ein Jahr lang - von Dezember 1989 bis Dezember 1990. Lebengeschichten und Schicksale, Alltagsgeschichten, Menschen in Leipzig. Wie erleben sie dieses Jahr? Wahlkämpfe und Wahlen, die Einführung der DMark,
die Freiheit des Reisens, die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit schließlich die Auflösung ihres Landes, das Ende der DDR und die deutsche Einheit.

Wolfgang, der Eisengießer, war zweimal wegen „versuchter Republikflucht“ im Gefängnis. Er will so schnell wie möglich die Westmark, die Wiedervereinigung und selbst in den Westen gehen.

Sylvia macht ihre Kneipe zu. Ihr Mann hat schon Arbeit in Bayern. Nach der Währungsunion geht auch sie.

Renate, eine ehemalige Journalistin, spricht über ihre Kontakte zur
Staatssicherheit, über Verantwortung und Schuld, gleich zu Beginn des Jahres 1990, zu einer Zeit, als das noch kaum jemand tat.

Isabell ist vierzehn, Schülerin und „Grufti“. Am Tag des neuen Geldes kommen ihr die Tränen.

Für John, den Red- Skin und Hausbesetzer, sind Faschos keine Menschen und Gewalt gegen sie der einzige Weg.

Lebensgeschichten und Schicksale in Leipzig - gedreht über ein Jahr hinweg – im letzten Jahr der Deutschen Demokratischen Republik."

1991 ausgezeichnet mit Adolf-Grimme-Preis  
Prädikat, Besonders wertvoll
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