Dieser Workshop ist inspiriert von Josef Albers’ farbtheoretischer Praxis, die vor allem durch sein Buch „Interaction of Color“ und seine Serie „Homage to the Square“ bekannt wurde, in der er untersuchte, wie sich die wahrgenommene Identität einer einzelnen Farbe je nach ihrer Umgebung verändert.
Alle Teilnehmer*innen malen eine Reihe von Quadraten, bei der ein kleines, einfarbiges Quadrat (eine frei gewählte, ganz persönliche Farbe) in die Mitte von neun größeren Quadraten gesetzt wird. Diese einzelne Farbe wird dann von verschiedenen anderen Farben umgeben – eine für die Familie, eine für Freunde, eine für die Heimatstadt, eine für die Arbeit, eine für eine fremde Kultur und so weiter.
Das mittlere Quadrat ändert sich nie, doch je nachdem, was es umgibt, kann genau dieselbe Farbe wärmer, kühler, heller oder gedämpfter wirken – manchmal ist sie kaum noch als die ursprüngliche Farbe zu erkennen. Es ist ein optischer Trick, aber auch für jeden, der zwischen Sprachen und Kulturen lebt, eine vertraute Wahrheit: Man bleibt sich selbst treu, doch die Umgebung, in der man sich befindet, verändert, wie dieses Selbst von anderen und manchmal auch von einem selbst wahrgenommen wird.
Die Veranstaltung basiert auf Spenden, das heißt, Sie zahlen, was Sie können. Eine
Anmeldung ist jedoch erforderlich, da wir die Materialien vorbereiten müssen und die Plätze begrenzt sind.
Workshop Sprachen: Deutsch, Englisch, Ukrainisch