In der Duo-Ausstellung “Das Gemurmel” von Lina Backer und Mia Fahrländer öffnet sich ein Raum für alles Subtile, das am Ende doch trägt.
Während beide von uns in verschiedenen Medien arbeiten, begegnen wir uns auf der Suche nach Halt.
Im Zusammenspiel der Arbeiten entsteht Platz für Prozesse der Wandlung – Figuren ohne Raum können sich in Landschaften verorten. Lebenszyklen schreiben sich ein, Worte an der Wand ziehen sich um den Raum, Murmeln fallen in Hände, Töne liegen unterschwellig in der Luft.
Vernissage am 03. Juni 2026 ab 18 Uhr
Cellospiel von Anja Radjenović um 19 Uhr
Finissage am 07. Juni 2026 ab 15 Uhr Artist Talk mit Franciska Nowel Camino um 16 Uhr
Öffnungszeiten: 04. Juni bis 07. Juni 2026 von 15-18 Uhr
19:00
03. Jun
( Diskussion / Vortrag )
Das Publikum und die Kunstausstellungen der DDR. Zur Geschichte einer Besonderen Beziehung.
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Lindner ( Leipzig) zur Geschichte der Kunstausstellungen der DDR, dem Spannungsfeld von Kunst und Staat und der Publikumsentwicklung der IX. und X. Kunstausstellungen der DDR.
Lisa Poettinger gibt mit ihrem Buch „Klimakollaps und soziale Kämpfe“ einen Überblick über die Klimakrise. Sie beleuchtet dabei verschiedene Perspektiven zum voranschreitenden ökologischen Kollaps, dessen Bedeutung für die Weltgemeinschaft und die ungleiche Betroffenheit verschiedener Gruppen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Gerechtigkeitsfrage sowie auf Strategien für Klima- und Umweltgerechtigkeit. Ihr Ziel ist es, Orientierung in einer komplexen Welt zu bieten und dazu zu motivieren, das Thema besser zu verstehen, anstatt sich verzweifelt abzuwenden.
Die Aktivistin Lisa Poettinger hat Lehramt, Schulpsychologie, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Environmental Studies studiert. Sie war 2024 Mitorganisatorin der „Demo gegen Rechts“ in München, war Mitglied bei Extinction Rebellion und engagiert sich derzeit beim Offenen Antikapitalistischen Klimatreffen. Im Februar 2025 verweigerte ihr der Freistaat Bayern aufgrund ihrer antikapitalistischen Haltung das Referendariat.
Kommt unbedingt vorbei und erlebt ihre Entschlossenheit und Leidenschaft für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit!
19:00
03. Jun
( Diskussion / Vortrag )
Literarisches Gespräch über Leben und Schreiben mit der eigenen Psyche
Als Benjamin MAACK im Frühjahr 2025 wieder eine depressive Episode erlebt, führt er auf Instagram ein Tagebuch. Er tippt es in sein Telefon, auf dem Sofa, in Wartezimmern von Ärztinnen und Ärzten, bevor er seine Kinder von der Schule abholt. In "Bewerbungen um einen Job als Mensch" reflektiert er schreibend seine Gedanken und Gefühle und erzählt, wie verwirrend und schwer es ist, mit einer Depression zu leben und zu lieben, und wie es trotzdem gelingen kann.
Schreibend der Psyche nähert sich auch Leon ENGLER in seinem Debütroman "Botanik des Wahnsinns". Hierfür blickt der Erzähler auf die Biografie seiner Familie: die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: die frühe Angst, verrückt zu werden und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe.
Benjamin Maack, geboren 1978, veröffentlichte 2020 den Bestseller "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein", ein Buch über seine Depressionen, das u. a. als „Buch des Jahres“ der Hamburger Literaturpreise ausgezeichnet wurde.
Leon Engler, geboren 1989, veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben.