19:00
01. Sep
( Diskussion / Vortrag )
Krypto, Krise, Kult?
Nicht nur die Tech-Oligarchen im Silicon Valley, auch die Bitcoin-Jünger fordern eine Disruption: eine Umwälzung des gegenwärtigen Finanzsystems mithilfe von Kryptowährungen, die etablierte Banken überflüssig machen soll. Ein offener Marktzugang für alle soll geschaffen und das Finanzwesen grundlegend dezentralisiert werden. So zumindest die Vision; die mit fast halluzinatorischer Qualität extremen Reichtums spielt und schnell zur Machtfiktion mutiert. Wir wollen an diesem Abend nicht nur fragen, ob Kryptowährungen ein tatsächlich emanzipatorisches Projekt darstellen, sondern inwiefern der Kult um den Bitcoin sich aus libertär-konservativen Männlichkeitsidealen speist. Und ist am Ende vielleicht weniger Risikobereitschaft die Antriebsfeder als Unsicherheit angesichts globaler (Finanz-)Krisen?

Zu Gast:
Juan S. Guse, geboren 1989, ist Soziologe und Autor. Seine Romane "Lärm und Wälder" (2015) und "Miami Punk" (2019) erschienen bei S. Fischer. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2025 erschien das Buch "Tausendmal so viel Geld wie jetzt". Für das Buch hat er sich ein Jahr lang mit normalen Männern getroffen, die mit Kryptowährungen reich geworden sind.

Moderation: Carolin Wiedemann, Journalistin und Soziologin, schreibt u.a. für die FAZ und Die Zeit über Geschlechterverhältnisse, rechte Mobilisierungen und digitalen Kapitalismus. Seit September 2025 ist sie Teil der Chefredaktion des Missy Magazine.
19:0020:00
01. Sep
( Konzert )
Tension
  • Tension
    Uncertainty
 
20:0021:00
01. Sep
( Konzert )
Annie Taylor
Für ihre Live-Shows ist die Band bekannt, die sich in einer Bar in den Schweizer Bergen nach dem Snowboarden kennenlernte und bereits auf dem SXSW, bei der ikonischen Radiostation KEXP in Seattle, auf dem Levitation Festival in Austin, dem Great Escape und dem Reeperbahn Festival spielte. Auf «Out of Scale» haben Annie Taylor ihren Sound nochmals weiterentwickelt. Das erste Album «Sweet Mortality» machte die Band scheinbar aus dem Nichts international bekannt. Das zweite, «Inner Smile», nahmen sie in England auf; es war rauer, ehrlicher. Und jetzt haben sie ihren Stil nochmals geschärft. Jeder Song klingt anders und muss doch zwangsläufig auf den nächsten folgen. Auf verzerrte Gitarre und selbstermächtigenden Wut-Grunge folgt repetitive Psychedelia - und dann ein nachdenklicher Song, ruhigschon fast: irgendwo zwischen Courtney Barnett und Wet Leg
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