18:3019:30
29. Sep
( Konzert )
Wir feiern 25 Jahre an 25 Tagen - Wir konnten es nicht Anders
  • Schrammel
  • Lesung
  • Eintritt frei
„Von der Pissrinne zum Wohnzimmer.“ - Sonderlesung aus dem Buch „Wir konnten es nicht Anders“

Illegal besetzt, verseuchter Boden, eine einzige Kloschüssel ohne Sitz im Nachbargebäude, gefährlich freihängende Stromleitungen und ein rot glühender Kanonenofen im Winter.

Das waren die Anfänge. Kaum zu glauben, doch die Rede ist von der Chemiefabrik Dresden.

Dort wo heute die etabliertesten und beliebtesten internationalen Gruppen und Künstler aus Hardcore und Punk auf der Bühne stehen, gab es vor 25 Jahren eigentlich nichts außer Ideen und übergroße Ratten.

Was der Laden heute ist, war nur durch Menschen möglich, die ihre Kraft, Energie und Träume über all die Jahre eingebracht haben um einen Ort zu schaffen und zu erhalten, den es in Dresden kein zweites Mal gibt. Einige von ihnen erzählen ihre Geschichte im Buch „Wir konnten es nicht Anders“ und geben einen Einblick wer sie sind und was sie antreibt. Diese einmalige Sonderlesung widmet sich genau diesen Menschen. Unterstützt durch zahlreiche Bilder aus 25 Jahren Chemiefabrik, Anekdoten und besondere Gäste.
19:0020:00
29. Sep
( Konzert )
Lambert
  • Lambert Trio
  • Neo Klassik, Jazz
  • VVK 38,60
LAMBERT ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Möglicherweise aber auch nie da. Es ist müßig, nachzufragen. Schließlich müsste man ihn erst einmal aufspüren, um das herauszufinden. Und man könnte nie sicher sein, ob es wirklich er ist, der hinter der sardischen Stiermaske steckt. So oder so: LAMBERT ist zurück. Er veröffentlicht ein neues Album. Er hat esI Am Not Lambert genannt.

ACHTUNG! NEUER TERMIN.
Tickets bleiben gültig, können aber auch zurückgegeben werden.


Fangen wir also damit an. I Am Not Lambert ist ein klassischer Lambert und ein weiterer Beweis für die kreative Vielseitigkeit des seit mehr als einer Dekade vielgepriesenen, vermutlich in Berlin lebenden Pianisten, Komponisten und Produzenten. I Am Not Lambert ist aber auch ganz anders, denn es ist sein erstes Album mit Gesangsparts, mit richtigen Songs, wenn man so will. „Meine Musik war schon immer songorientiert”, sagt er. "Es fühlte sich für mich äußerst natürlich an, nun zu sehen, ob meine Musik auch in der klassischeren Form eines Songs funktioniert. Songs machen einen großen Teil dessen aus, was ich höre, daher ist diese Art von Musik einfach ... ich weiß nicht ... ehrlich?"

Sicher ist: Seit nunmehr neun Alben spielt Lambert nun schon mit Identitätsfragen, obwohl seine Maske ursprünglich schlicht aus dem Wunsch hervorgegangen war, seine musikalische Vergangenheit hinter sich zu lassen. "Ich wollte nicht, dass die Leute etwas über mich wissen", gesteht er in Bezug auf sein selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Jahr 2014. "Ich wollte reinen Tisch machen." Doch die Kopfbedeckung entwickelte ein Eigenleben, wurde zu einem Emblem und einem Köder, und wenn Lambert darüber nolens volens zu "The Man In The Mask" wurde, passte ihm das doch ziemlich gut in den Kram.

Tatsächlich können bis heute nur wenige sagen, wer sich hinter dieser Maske verbirgt. Auch wenn er die Maske abnahm, zum Beispiel am Merch Stand nach den Konzerten, blieb er schwer zu erkennen und warf weitere Fragen auf: Könnte er auch ohne Maske LAMBERT sein? Und falls nicht, würde seine Musik weiterleben? Oder: wäre es noch seine Musik, wenn er unmaskiert aufträte? Um das herauszufinden, begann er, seine "Uniform" abzulegen – wenn auch nur während einiger weniger Performances –, aber auch dies erwies sich als ambig. Niemand hatte wegen der Maske Tickets gekauft. Und doch bemerkte er, wie seine Unmaskiertheit sein Publikum beeinflusste.

Glücklicherweise kam er zu einem Schluss. "Was zählt, ist, das zu tun, was ich immer getan habe: mit Ideen zu spielen und gleichzeitig zu schreiben, nach Pop zu suchen, wo es nicht so viel davon gibt. All das andere ist nicht so wichtig."

Hier also die Schlagzeilen: LAMBERT ist zurück. Auf dem Cover seines neuen Albums sieht man ihn, wie er seine Maske abnimmt. Zum Vorschein kommt nicht Lambert, der Lambert ist, und auch nicht Lambert, der nicht Lambert ist. Was man wohl aber sagen kann, dass I Am Not Lambert die ehrlichste Lüge ist, die Lambert je erzählt hat. Und sein versatilstes Album.
19:0020:00
29. Sep
( Konzert )
Klez.E
Mit „Desintegration“ veröffentlichten KLEZ.E 2017 ein Album, das seinen Ausgangspunkt in eben jenem Jahr nimmt, in dem nicht nur die Mauer fiel und das sogenannte Ende der Geschichte ausgerufen wurde. Sondern auch „Disintegration“ von The Cure erschien. Der Musiker Tobias Siebert (Delbo, And The Golden Choir), selbst im Osten der Republik groß geworden, blickte in der Echokammer der Gegenwart zurück in die Zeit der großen Versprechen. Welche schon damals unerfüllt im Hallraum der Toms und monotoner Basslines im Disconebel-Nirvana verschwanden. Die Versprechungen einer Befreiung, die in einem ideologiekritischen Sinne vielleicht immer schon hohl waren. Und vor allem heute ferner denn je scheinen. So gesehen, knüpfen KLEZ.E an jenes an, was war. An das, was ist. Und vielleicht auch an das, was wird.
19:0020:00
29. Sep
( Konzert )
Skating Polly
  • Skating Polly
    Lord Friday the 13th
  • VVK 22,-
Skating Polly
In den letzten zehn Jahren verkörperten nur wenige Bands die ungezügelte Freiheit des Punk so wie Skating Polly. 2009 von den Stiefschwestern Kelli Mayo und Peyton Bighorse, die seinerzeit gerade einmal neun und dreizehn Jahren alt waren, gegründet, hat die aus Oklahoma stammende Band ihre wandlungsreiche Musikalität in einen Sound kanalisiert, den sie "ugly-pop" nennen, und der unbändig, subversiv und wild melodiös zugleich daher kommt. Seit Kellis Bruder Kurtis Mayo 2017 am Schlagzeug sitzt, haben sie sich eine enge Fan-Gemeinde aufgebaut und gleichzeitig die Bewunderung ihrer musikalischen Vorbilder erspielt. Das hat dazu geführt, dass sie mit Ikonen wie Exene Cervenka von X und Calvin Johnson von Beat Happening zusammengearbeitet haben, mit Babes In Toyland auf Tour waren und die Hauptrolle in einer abendfüllenden Dokumentation spielten. 

Auf ihrem aktuellen Doppelalbum „Chaos County Line“, erscheinen im Sommer 2023, erreichen Skating Polly eine ganz neue Ebene der Selbstbeherrschung und legen ihr bisher umfangreichstes und emotional stärkstes Werk vor. Sie arbeiteten dafür einmal mehr mit Brad Wood, dem gefeierten Produzenten hinter Indie-Rock-Klassikern wie Liz Phairs „Exile in Guyville“, zusammen. Während ihre stilistsiche Bandbreite von Art-Punk über Noise-Rock bis hin zu klaviergetriebenem Power-Pop reicht, paart die Band diese musikalische Komplexität mit einer messerscharfen Erzählstimme mit der sie innere (Idendität/Abgrenzung/ungesunde Bewältigungsmechanismen) wie äußere (Besessenheit/Täuschung/Gaslighting) Verhaltensmuster von Menschen thematisiert. 

Auch wenn sie sich nicht in dieser Rolle sehen, so werden sie dennoch gern mit Riot Grrl Ikonen wie Bikini Kill oder Babes in Toyland verglichen und zu ihren Fans zählen genauso Shirley Manson von Garbage wie auch die Flaming Lips, die sie bereits auf US Tour supporten durften. Nach zwei wirklich energiegeladenen und packevollen Gastspielen im scheune Blechschloss und im Ostpol, kehrt die Band nun zurück nach Dresden. 

Lord Friday the 13th
Lord Friday the 13th ist eine „Dollar Store Trash-Glam-Punk“-Band aus Austin, Texas, die mittlerweile in Los Angeles, Kalifornien, beheimatet ist. Maßgeblich unter der Regie der beiden Geschwistern Felix (Gesang) und Sloane (Gitarre) Lenz, wird ihr Sound oft als eine Mischung aus Velvet Underground und New York Dolls beschrieben, mit Anklängen an die frühen Iggy and the Stooges. Lord Friday huldigt den Wurzeln des Punk sowie der Energie, die er hervorgebracht hat, und führt gleichzeitig das Erbe des Wandels und des Bruches gesellschaftlicher Normen fort, für das echter Punk bekannt wurde. Indem sie Geschlechterrollen und Konformität in Frage stellen, sind Lord Friday hier, um die nächste Gerenation junger Punks zu insprieren und empowern!
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