18:00
08. Jan
( Kunst )
Austelllungseröffnung T R A N S I T - Bilder aus dem Exil
  • Eintritt frei
AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM THEMA VERFOLGUNG, FLUCHT UND EXIL EINER DRESDNER JÜDISCHEN FAMILIE – WERKE DER ARGENTINISCHEN KÜNSTLERIN MÓNICA LAURA WEISS

Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter, Nichte und Enkelin der jüdischen Familie Reizes, die 1933 nicht mehr aus ihrem Urlaub in Marienbad nach Hause, nach Dresden, zurückgekehrt ist. Ein Anruf der Schwester des Vaters, Paula, hatte sie vor der Gestapo gewarnt, welche in der Firma von Rudolf Reizes nach verbotener Korrespondenz gesucht hatte. Damit begann die Fluchtodyssee der jüdischen Familie Reizes aus Dresden vor dem nationalsozialistischen Terrorregime über Österreich, Palästina, nach Buenos Aires in Argentinien, wo sie am 2. Dezember 1940 ankamen. Paula, verheiratete Gutmann, hatte die Familie ihres Bruders Rudolf vor der nationalsozialistischen Verfolgung gewarnt. Sie selbst wurde aus Breslau nach Theresienstadt deportiert und hat die Shoa nicht überlebt.

In ihren Werken verarbeitet die argentinische Künstlerin Mónica Weiss, ihre familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und „die langen Schatten der Vergangenheit“ – wie sie selbst diese nennt. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung und Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrung einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen wider. Der Akzent liegt dabei auf dem „Verlust der Unschuld“ und der „verlorenen Kindheit“. Mit diesem vom Exil geprägten Leben der Mutter kontrastiert die Tochter andererseits Bilder ihrer eigenen Kindheit in Argentinien und verwendet dafür Dokumente und Fotos aus dem überlieferten Familienfundus. In Buchobjekten befinden sich auf dem Hintergrund von Fotos und anderen Dokumenten, in Mischtechnik gemalt, kleine Objekte und Gedichte verschiedener Autorinnen und Autoren.

Die Ausstellungsbesucher*innen lernen, beispielhaft in den Werken der Künstlerin, dass Verfolgung und Flucht nicht erst mit Ausbruch des Krieges durch die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 begann, sondern Hass und Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung und Stigmatisierung von vermeintlich Fremden und Andersdenkenden seit Anbeginn der Machtübergabe an die Nationalsozialisten zur Staatsräson gehörte. Am Beispiel der Familie Reizes setzen sich die Besucher*innen mit der NS-Diktatur und ihren Folgen auseinander.

Eine Begleitpublikation kann den Besucher*innen an die Hand gegeben werden, um sich vor Ort, aber auch in der Nachbetrachtung mit dem Themenschwerpunkt Verfolgung, Flucht und Exil im Kontext der Familiengeschichte auseinanderzusetzen.
18:0019:00
08. Jan
( Diskussion / Vortrag )
Anarchie, Normalität und Neurodivergenz
    Das Thema Neurodivergenz erhält seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Viele begrüßen die Bewusstwerdung darüber als emanzipatorische Chance. Möglicherweise kann von einem neurodivergenten Erwachen gesprochen werden. Andererseits regen sich starke Abwehrreflexe dagegen und es wird versucht, neurodivergente Personen kapitalistisch verwertbar zu machen.

    In Anschluss an Robert Chapmans Buch „Empire of Normality“ (2023) schauen wir uns an, wie Normalität historisch hergestellt wurde, wie Neurodivergenz gesellschaftlich verhandelt wird und welche Schnittpunkte es zwischen dieser und Anarchismus gibt. Weitergehend mit Jodies Hares Buch „Autismus ist keine Krankheit“ (2025) gehen wir auf eine sensible, emanzipatorische Perspektve auf die Neurodivergenz-Bewegung ein.
    Ohne ausgemachter Experte zu sein, möchte ich meine bisherigen Überlegungen mit allen Interessierten teilen und ins Gespräch darüber zu kommen. In Anschluss an den Input können wir in Kleingruppen anhand von Thesen und Fragen diskutieren.

    Leider können wir keinen Lärm- und Irritations-geschützten Raum bieten. Wir versuchen eine freundliche Atmosphäre zu schaffen, in welcher möglichst alle teilhaben können.

    18:00 KüfA/community kitchen
    19:00 Vortrag und Diskussion
    19:00
    08. Jan
    ( Party )
    Basskuscheln
    • DJ Pfadfinder
      ODK_X
      Fabian Leuchtmann
    • Liquid Drum & Bass
    • Eintritt frei
    Happy Welcome 26! Die Basskuschel-Orga Crew gibt sich zum Start für 2026 selbst die Ehre und packt jeder für sich bartaugliche DNB Tunes ein und aus. Genauso exzellent gemixed, wie die Drinks der PlanB Crew, ihres Zeichens: HnnH & K8

    Grafikdesign by DJ Pfadfinder
    Mapping by Danny DeDeko
    Host by Fab

    Livestream
    19:00
    08. Jan
    ( Sonstiges )
    Offener DJ*-Treff
    • Eintritt frei
    Mit dem offenen DJ*-Treff soll ein Raum geschaffen werden, der allen Menschen einen Zugang zur Musik, zur Subkultur und zum Auflegen bietet, denn auch dieser gesellschaftliche Bereich ist von vielfältigen Barrieren geprägt. Vielen Menschen ist der Zugang dazu verwehrt. Wir wollen genau diesem etwas entgegensetzen.

    Hard Facts:
    * Jede Woche, donnerstags von 19:00 – 23:00 Uhr
    * jeweils abwechselnd offen (gerade Kalenderwoche) und FLINTA only (ungerade KW)
    * Zwei DJ*-Sets: analog und digital
    * Kein Vorwissen oder Skills nötig - alle sind eingeladen

    Der DJ*Treff ist zu Verstehen als eine Art gemeinsamer Proberaum für alle die über Mugge und DJ*ing in Austausch kommen wollen - Unabhänig vom Skill-Level.

    Offener DJ*Treff
    ein gemeinsamer Proberaum für alle die über Mugge und DJ*ing in Austausch kommen wollen – unabhänig vom Skill-Level

    Auf einen Blick:    
    Jede Woche, donnerstags von 19:00 – 23:00 Uhr
    Jeweils abwechselnd offen (gerade Kalenderwoche) und FLINTA only (ungerade KW, macht bis September Sommerpause)
    Zwei DJ*-Sets: analog und digital
    Kein Vorwissen oder Skills nötig – alle sind eingeladen
    Wer das erste Mal an den Decks steht, bekommt eine kleine Einweisung von uns oder einer Person der Wahl, die entsprechende Kenntnisse hat
    Privatsphäre beim Üben: Ausprobieren für sich allein oder in Kleingruppen, direktes Feedback wird auf Wunsch gegeben
    Workshop-ähnliche Formate o.ä. wird auf Wunsch und Nachfrage angeboten, im Vordergrund steht in eigenem Tempo das Auflegen auszuprobieren
    Wir starten immer mit einer gemeinsamen Check-In-Runde und Technikaufbau

    Was ist der offene DJ*Treff – wer sind wir und was wollen wir?
    Wir sind drei musikbegeisterte bis musiknerdige Menschen. Die Musik und die dazugehörige Subkultur haben uns alle positiv und nachhaltig geprägt. Es sind Erinnerungen und Erfahrungen, die wir nicht missen wollen. Auch das Auflegen war und ist ein wichtiger Bestandteil dieser Erfahrungen. Mit dem offenen DJ*-Treff soll ein Raum geschaffen werden, der allen Menschen einen Zugang zur Musik, zur Subkultur und zum Auflegen bietet, denn auch dieser gesellschaftliche Bereich ist von vielfältigen Barrieren geprägt. Vielen Menschen ist der Zugang dazu verwehrt. Wir wollen genau diesem etwas entgegensetzen.

    Technik ist teuer.
    Im offenen DJ*-Treff ist alles an Technik da, was es zum Auflegen braucht. Ihr braucht keine Skills, kein Vorwissen – nur die Lust, es mal auszuprobieren.

    Sexismus
    Jeder gesellschaftliche Bereich ist von sexistischen und patriarchalen Machtstrukturen geprägt/durchzogen. Dies schließt auch die Clubkultur mit ein. Gerade  FLINTA*-Personen sehen sich vielen teils unüberwindbaren Hürden gegenüber, wenn sie Auflegen lernen wollen. Mansplaining ist keine Seltenheit. Mensch wird nicht ernst genommen und die Räume fühlen sich nicht sicher an. Auch wir haben zum Teil diese Erfahrungen machen müssen. Deshalb möchten wir explizit FLINTA*-Personen ermutigen und empowern. Jeder zweite Termin ist FLINTA*s only.

    Angstfreie Räume
    Wir Leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Fehler und fehlendes Know-How schnell als Grund genommen werden, Menschen auszuschließen. Die Angst davor, abgewertet zu werden verhindert auch den Zugang zum Auflegen. Scham und Angst sollen  keine Rolle spielen. Wir wollen auf Augenhöhe zusammen kommen, unabhängig unserer Vorerfahrungen und ohne Angst bewertet zu werden.Zum Beispiel werden Feedback und Unterstützung nach Bedarf und auf Nachfrage angeboten. Wir sehen uns in erster Linie nicht als Lehrer*innen. Wir wollen den Raum gemeinsam gestalten.

    Musik ist vielfältig
    Es gibt wahnsinnig viel Musik und immer wieder kommen neue Veröffentlichungen. Den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Wir möchten beim offenen DJ*-Treff auch einen Raum schaffen, in dem über Musik diskutiert und sich ausgetauscht werden kann. Gemeinsam neue Songs entdecken und teilen, neue musikalische Facetten ergründen oder einfach nur gemeinsam dem aktuellen Lieblingssong lauschen.

    Wir sind, wer zu uns kommt
    Am Ende ist der Raum das, wir gemeinsam daraus machen. Wir möchten, dass ihr, die ihr kommt, den Raum mit gestaltet – mit Leben und Ideen füllt. Das gilt für den Abend aber auch für den Treff an sich. Jede*r ist willkommen, den Treff zu betreuen und auszugestalten. 

    Und wie wird das ganze zeitlich organisiert?
    Gute Frage! Wir fangen gerade erst an, und wollen schauen, wer und wie viele kommen. Wir möchten gerne, das Bedürfnisse und Absprachen vor allem mit den Menschen vor Ort getroffen und ausgehandelt werden. Kommt also einfach rum! Bei Fragen schreibt uns unter: dj_treff@azconni.de

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