15:00
13. Mai
( Festival )
DIWO Week 2026
    Die DIWO Werkwoche 2026 ist das einzigartige Workshop-Festival des Metaknoten e.V. unter dem Motto „Do It With Others“. An fünf Tagen bietet sie eine bunte Mischung aus Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und multimedialen Abendveranstaltungen. Am sechsten Tag gipfelt das Programm in einer öffentlichen Vernissage mit Konzerten und Performances, bei der die entstandenen Arbeiten präsentiert werden. Das multidisziplinäre Format wird jährlich neu kuratiert und lädt internationale, genreübergreifend arbeitende Künstler*innen, Medienmacher*innen und DIY-Enthusiast*innen ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der aktiven Vernetzung mit dem lokalen Publikum, das nicht nur Zuschauer*in, sondern Mitgestalter*in wird.

    Dieses Jahr
    In Zeiten der Hyper-Digitalisierung gerät das körperliche und händische Arbeiten immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen dominiert der Algorithmus und die Kreativität wird dem Computer überlassen. Die DIWO Werkwoche 2026 setzt dieser „Entmenschlichung“ der kreativen Arbeit ein neues Konzept entgegen:
    Die Künstlerische Intelligenz als Krone des Schaffens und Wirkens,
    eine kollektive, handwerkliche Praxis anstatt einer Software. Um diese KI im Rahmen der Werkwoche zu entwickeln, orientieren wir uns am klassischen Kunsthandwerk und verbinden die Verarbeitung von Materialien mit digitaler Medienkunst. Nicht um nostalgisch zu sein sondern um zu zeigen wie händisches Können im digitalen Zeitalter neu erlebbar wird.

    Programm
    15:00 - 19:00 Uhr: Digitales Sticken - Patterngeneration mit Inkstitch
    c3d2

    Mit modernen Stickmaschinen kann jede*r eigene, individuelle Stickmotive auf Lieblingsklamotten und Accessoires sticken. Zur Einführung machen wir einen Streifzug durch die Grundlagen: Anlegen von Vektorgrafiken, Sticktechniken und deren Parameter, Feinheiten wie Schriften, Stoffverzug und Fehlervermeidung.

    Wir werden Ink/Stitch, ein Plugin für Inkscape verwenden. Vorkenntnisse von Inkscape sind nicht nötig, aber hilfreich. Direkt im Anschluss daran findet der Workshop statt. Wir sticken unsere Motive mit Hilfe der Stickmaschine "Pfaffbert" des C3D2 auf mitgebrachte Kleidung und Stoffe.

    Zum Ausprobieren von Ink/Stitch am besten einen eigenen Laptop (+evtl. Maus) mitbringen, wir werden nur sehr begrenzt Demogeräte zur Verfügung haben. Wenn möglich bitte Inkscape + Ink/Stitch bereits vorher installieren.

    Materialkosten: 10 €
    Aufgrund begrenzter Plätze bei Workshops bitten wir um eine Anmeldung via tickets@metaknoten.net.

    19:00 Uhr: Khipu – Electrotextile Pre-Hispanic Computer
    Constanza Piña

    Constanza Piña Pardo, auch bekannt als Corazón de Robota, ist eine chilenische Künstlerin, Tänzerin und Forscherin. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen elektronischer Experimentation, DIY Technologien, Open Source Prinzipien und technofeministischen Praktiken. Piña wird in ihrem Online-Vortrag ihr bekanntestes Werk, „Khipu Electrotextile Pre Hispanic Computer“ Computer“, vorstellen. Es entstand als künstlerische Neudefinition des Inka Knotensystems (Khipu), das als analoges Archivierungs und Rechenmittel diente. Zwischen 2013 und 2018 schuf sie eine interaktive Installation aus rund 180 handgesponnenen Strängen aus Alpakawolle und Kupferdraht, aufgeteilt in einem 6 Meter Radius. Diese wirken als Antenne, die elektromagnetische Felder einfängt, verstärkt und in Klang umwandelt. Besucher*innen verändern durch ihre Anwesenheit und Berührung des Gewebes den erzeugten Klang.

    20:00 Uhr: Was kann Mode tragen?
    Bettina Kletzsch

    Bettina Kletzsch verbindet in ihrer Arbeit zwei Familientraditionen: ein 1847 von ihrem Ururgroßvater gegründetes Modehaus und das Spielwarengeschäft ihrer Eltern. In ihren Kollektionen und Textilarbeiten kombiniert sie traditionelle Handwerkstechniken mit zeitgenössischem Design und humorvollen Untertönen.
    Mit einer Mischung aus Vortrag und kleinen praktischen Übungen lädt die Modedesignerin die Teilnehmer*innen dazu ein, über komplexe gesellschaftliche Themen, Probleme und Herausforderungen nachzudenken und diese auf subtile und spielerische Weise mittels einer Skizze zu visualisieren. Mit Mode sprechen.

    21:00 Uhr: Scribble Clash
    Scribble Clash ist eine spielerische Herangehensweise, um gemeinsam mit Anderen auf dem selben Bildträger in eine Art zeichnerischen Dialog zu treten. Im Mittelpunkt steht vor allem der Spaß am Zeichnen und die Verständigung untereinander. Angefangene Skizzen werden reihum weiter gereicht, gedreht, Stück für Stück ergänzt sowie teilweise auch verändert, bis auf dem Bildträger kein Platz mehr ist. Dabei ist es ausdrücklich erwünscht, der Kreativität freien Lauf zu lassen und mehr oder weniger assoziativ jeweils auf die Bildinhalte zu reagieren, die bereits existieren. Alle Menschen unabhängig vom Alter, Geschlecht, Herkunft, Religionszugehörigkeit und ihrem zeichnerischen Können sind recht herzlich willkommen!

    21:30 Uhr: Calligraphy meets Piezo
    18:3019:00
    13. Mai
    ( Diskussion / Vortrag )
    Exil im Gepäck: Gespräch über die Lebenswege der Grafikerin Lea Grundig
    Buchvorstellung und Gespräch in Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der Technischen Universität Dresden

    Als Jüdin und Kommunistin von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben, gelangte die jüdisch-deutsche Grafikerin Lea Grundig (1906-1977) 1940 auf abenteuerlichen Wegen nach Palästina. Für viele ihrer jüdischen Freunde überraschend emigrierte sie 1948 erneut und kehrte ins Land der Täter zurück. Seit 1949 lebte sie wieder in ihrer Geburtsstadt Dresden und wurde dort Professorin für Grafik an der Hochschule für Bildende Künste. Als Westemigrantin begegneten ihr viele SED-Funktionäre kritisch, bis es ihr schließlich mit „Gesichte und Geschichte“ gelang, sich als treue Kommunistin in die Memoirenliteratur der DDR einzuschreiben, ohne ihr jüdische Herkunft zu verleugnen.

    Die Historikerin Prof. Dr. Jeannette van Laak zeichnet in ihrer Biografie die Lebenswege der umstrittenen, eigensinnigen und sensiblen Künstlerin nach und kommt darüber ins Gespräch mit Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e. V. an der Technischen Universität Dresden.
    18:4519:30
    13. Mai
    ( Literatur )
    Releaseabend: Die Geste #5
    • Silvio Colditz
      Volker Sielaff
      Jayne-Ann Igel
      Johanna Schwedes
    • Spende
    Lesung mit Volker Sielaff, Jayne-Ann Igel und Johanna Schwedes anlässlich der Präsentation der 5. Ausgabe der kalligrafischen Bibliothek der Poesie "DIE GESTE". 

    "Die Geste" wird seit 2022 von SILVIO COLDITZ herausgegeben und ist eine einzigartige Literaturzeitschrift, in der alle abgedruckten Gedichte vom Herausgeber zusätzlich kalligrafisch interpretiert werden. 

    Die aktuelle Ausgabe umfasst 108 Seiten im Format DIN A4 mit 49 kalligrafisch interpretierten Gedichten von 30 Autor*innen: Helmut Blepp, Michael Georg Bregel, Ralf Burnicki, Marina Büttner, Jonathan Davidson (gbr), Roza Domascyna, Thomas Glatz, Klaus Gottheiner, Ulf Großmann, Lütfiye Güzel, Diana Hellwig, Mina Herz, Jayne-Ann Igel, Oleg Jurjew, Andrej Korovin, Anne Laubner, Nikola Madzirov, Olga Martynova, Mark Monetha, Mijasat Muslimowa, Wahid Nader, Tom Riebe, Andre Schinkel, Mona Schwarz, Johanna Schwedes, Volker Sielaff, Sergej Tenjatnikow, Achim Wagner, Jane Wels. 

    Zu sehen ist außerdem eine Ausstellung der Originalkalligrafien von Silvio Colditz.
    19:3020:00
    13. Mai
    ( Literatur )
    Die Geschichte der Leipziger Meuten - Jugend im Nationalsozialismus
    • Sascha Lange
    • Lesung
    • VVK 22,-, AK 20,-
    Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es überall in Deutschland oppositionelle Jugendgruppen. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen trafen sich ab Mitte der 1930er Jahre in Leipzig in Jugendcliquen jenseits der Hitler­jugend und lehnten sich gegen den Nationalsozialismus auf. In diesem Buch kommen erstmalig frühere Meutenmitglieder zu Wort. Interviews und Erinnerungsberichte, Auszüge aus Pro­zessakten, begleitende Texte sowie bislang unveröffentlichte Fotos ermöglichen eine Spurensuche zu einer der größten oppo­sitionellen Jugendbewegungen während der NS-Zeit. Der Autor und Historiker Sascha Lange hat mehr als zehn Jahre zu diesem Thema geforscht.

    »Die Geschichte der Leipziger Meuten«  ist ein eindrucksvolles und umfassendes Zeugnis über jugendliches Aufbegehren und Kampf um Freiräume in der Zeit einer furchtbaren Diktatur. Ein Buch über Jugendkulturen, Nonkonformität, Opposition und Widerstand. Zu den Meuten wechselten auch HJ-Mitglieder, da ihnen dort das zwanglose Jugendleben viel attraktiver erschien. Die Mädchen und Jungen gingen selbstbestimmt wandern oder trafen sich in ihren Stadtteilen auf der Straße. Und man wurde gegen die HJ aktiv: mit Streuzetteln und Schlägereien. In kleineren Runden hörte man verbotene Radiosender und diskutierte über ein Deutschland ohne Nazis. Gestapo und Justiz verfolgten die Meuten, es kam zu Prozessen vor dem Volksgerichtshof wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« , einige wurden in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.

    Sascha Lange, in Leipzig geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Theatertischler und arbeitete bis 1993 als Bühnenhandwerker an der Leipziger Oper und am Schauspielhaus. Anschließend studierte er Geschichte, Journalistik und Politikwissenschaft an der Universität Leipzig und promovierte 2009 zum Thema »Jugend zwischen Nichtanpassung und Widerstand in Leipzig während der NS-Zeit«. Sein Buchdebüt »DJ Westradio« erschien 2007, der Roman »Das wird mein Jahr« folgte 2011. Seit 2009 arbeitet er als freiberuflicher Autor und Historiker mit dem Schwerpunkt Jugendkulturen im 20. Jahrhundert. Dazu publiziert er und absolviert bundesweite Vortragstouren. Als wissenschaftlicher Berater ist Lange u. a. für das Schauspiel Leipzig, die Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin, die Gedenkstätte Buchenwald, das Schulmuseum Leipzig und den Mitteldeutschen Rundfunk tätig. 2018 wurde seine aktuelle Publikation, »Behind The Wall — Depeche Mode-Fankultur in der DDR«, veröffentlicht. 2025 wurde er im Leipziger Kulturmagazin »Kreuzer« als einer der 100 wichtigsten Leipziger benannt.
    20:00
    13. Mai
    ( Party )
    Kosmonautentanz
    • Drive Train (Soiree Records International, Detroit)
      Sandrow M (Uncanny Valley, Dresden)
      Eniac (Kosmonauten Rec., Dresden)
      Digital Kaos Ft. Scotty Böttcher (Dresden)
      Solar Sound Network (Dresden)
      Ulf Da Wulf (Kosmonauten Rec., Sydney)
    • Spende
    Timetable
    20.00: Ulf Da Wulf (Video-Stream-Set)
    21.00: Solar Sound Network (Dj Set)
    22.30: Digital Kaos (Dj Set) Ft. Scotty Böttcher (Dx7 Keys)
    00.00: Eniac (Hybrid Set) 
    01.00: Sandrow M (Live)
    02.00: Drive Train (Dj Set)
    19:0020:00
    13. Mai
    ( Konzert )
    Socke
    • Socke (Heidelberg)
      Dust Socker (Leipzig)
    • Punk, Garage, Postpunk
    • ab 8,-
    Am 13.05 holen wir endlich das Konzert mit Socke im Heartbreak nach.
    Dieses Mal dabei Dust Socker.
    Das wird ein Fest!
    19:0020:00
    13. Mai
    ( Konzert )
    Northcote
    • Northcote (Kanada)
      Chris Acker (USA)
      Rachel Baiman (USA)
    • Singer-Songwriter
    • VVK 24,20, AK 26,-
    Northcote ist das Musikprojekt des kanadischen Singer-Songwriters Matt Goud, der für seine gefühlvollen Lieder und mitreißenden Live-Auftritte bekannt ist. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 tourt Northcote international und trat bereits mit Künstlern wie The Gaslight Anthem, Frank Turner, Hot Water Music und vielen anderen auf. Dabei konnte sich das Projekt eine treue Fangemeinde in Nordamerika und Europa aufbauen.

    In einem Genre voller Märchen und marktgerechter Lügen kreiert Chris Acker unverblümte Lieder – er verwebt seinen Witz und seine Sorgen zu einem Werk, das die festgefahrene Lage des amerikanischen Songwriters schonungslos und manchmal urkomisch beleuchtet. Seit er seine Kindheit in Seattle, Washington, hinter sich gelassen hat, nennt Chris Acker die heruntergekommene Dekadenz der Americana-Szene von New Orleans sein Refugium. In der Tradition von Guthrie und Prine verleiht Chris der morbiden Romantik des Unscheinbaren und Unkultivierten eine zitternde Stimme. Ob man nun an einem schwülen Abend in Louisiana am Lagerfeuer im Garten sitzt oder in einer abgelegenen Stadt vor der Bühne steht: Wenn man Chris Acker spielen hört, hört man das Ergebnis unzähliger Stunden des Beobachtens der Meister seines Fachs … und das Ergebnis des Wiederholens ihrer Fehler.

    Baimans 2023 erschienenes Album „Common Nation of Sorrow“ wurde vom Boston Globe als eines der „Besten Alben des Jahres (bisher)“ bezeichnet, vom American Songwriter mit vier Sternen ausgezeichnet und von The Amp als „unglaublich bemerkenswertes Album“ gewürdigt. Nach einem erfolgreichen Album-Jahr mit über 130 Konzerten weltweit hat Baiman 2024 zu ihrem "Jahr der Zusammenarbeit“ erklärt und eine Reihe von A- und B-Seiten-Projekten mit einigen ihrer Lieblings-Songwriter wie Pony Bradshaw, Caroline Spence, Nicholas Jamerson und Kaia Kater veröffentlicht. Wäre „Common Nation of Sorrow“ ein Roman, so wirken die diesjährigen Veröffentlichungen eher wie Kurzgeschichten – gerade lang genug, um Lust auf mehr zu machen.
    20:0020:30
    13. Mai
    ( Diskussion / Vortrag )
    Kampf dem CC – Patriarchat anfechten!
    • Eintritt frei
    An Pfingsten trifft sich in Coburg wieder der Coburger Convent (CC) – ein Zusammenschluss von über 90 schlagenden Studentenverbindungen. Nach außen „unpolitisch“, tatsächlich aber geprägt von rechten Netzwerken, Sexismus und rückwärtsgewandten Strukturen.

    Was Studentenverbindungen sind, was sie unterscheidet und warum sie ein politischer Gegner sind, das erfahrt ihr am 13. Mai um 20:30 Uhr im AZ Conni. 

    Außerdem gibt es alle Infos zu unserem Gegenprotest und warum es sich für euch lohnt nach Coburg zu kommen. 

    Kommt vorbei, informiert euch und plant schon heute eure gemeinsame Anreise. 
    21:4522:00
    13. Mai
    ( Party )
    MiDi_Spezial
    • Flexible Heart
      Laserboy b2b Krash Cora
    • Techno, Trance, Electro
    • VVK 5,50, AK 7,-
    Mit einem limitierten Early-Bird-Ticket ist dir der Zutritt bei großem Andrang garantiert und du kannst an einer möglichen Schlange vorbeischlendern.

    In Zeiten der rasenden Auflösung der Normalarbeit ist die Woche kaum noch mehr, als ein zahnloser Biber, der an unserem Grundbedürfnis nach Zerstreuung lutscht. midi ist die Pionierpflanze auf dem Geröllfeld, das die Trümmer der Arbeitswoche bilden. midi ist Feiertag. midi ist Werktag. midi ist das egal. midi ist deine Afterhour. midi ist dein Start ins Wochenende. midi ist das egal! midi ist Afterwork für Beschäftigungslose. midi ist Sabbat für Selbstständige. midi ist das egal. midi ist Freizeit ist Arbeit ist midi. midi ist Mittwochsdisko, alle zwei Wochen in der GrooveStation, alles andere ist midi egal.
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