17:00
07. Okt
( Kunst )
Hybrid Biennale 2026: Katábasis
  • Ugo Arsac
  • Eintritt frei
Ausgehend vom Mythos der Katabasis – dem Abstieg in die Unterwelt – erforscht das interaktive audiovisuelle Projekt des Regisseurs Ugo Arsac das unterirdische U-Bahn-Labyrinth New Yorks, die unbekannten oder nicht sichtbaren Schichten und Räumen der Stadt. „Katábasis“ gibt denjenigen Menschen eine Stimme, die in diesen Räumen leben, sich durch ihre Tunnel arbeiten oder sich in ihren Winkeln verstecken: Verborgen an unerwarteten Orten prallen ihre Geschichten aufeinander und hallen nach, wodurch ein lebendiges und komplexes Territorium entsteht. 

Das Erlebnis verschiebt die Perspektive und enthüllt die Eingeweide der Metropole New York im Herzen einer polarisierten amerikanischen Gesellschaft. Das Publikum kann dieses außergewöhnliche Projekt mit VR-Brillen erkunden, die einerseits die Möglichkeiten zum individuellen Erleben und gleichzeitig zu einer kollektiven Reise eröffnen. „Katábasis“ wurde 2026 mit der Goldenen Palme für die beste immersive Arbeit bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet und wird in HELLERAU im Oktober zu ausgewählten Terminen präsentiert.

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes zählen zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt und werden seit 1946 jährlich im Mai an der Côte d’Azur veranstaltet. Seit 2024 widmet sich das Filmfestival mit der neuen offiziellen Sektion IMMERSIVE COMPETITION den globalen digitalen Transformationsprozessen und neuen Feldern künstlerischer Kreativität an den Schnittstellen zu Gaming, Performing Arts, Konzerten und Tanz. Eine internationale Jury vergibt im Rahmen des Festivals die Auszeichnung für die besten immersiven Arbeiten, die zukünftig regelmäßig auch im Rahmen der HYBRID Biennale in HELLERAU präsentiert werden.

Biografie
Ugo Arsac ist ein in Marseille ansässiger Digitalkünstler und eine aufstrebende Größe im Bereich der zeitgenössischen immersiven Kunst. Er absolvierte seine Ausbildung an der École des Beaux-Arts, an der École des Arts Décoratifs in Paris und am Le Fresnoy. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen dem Urbanen und dem Menschlichen, zwischen Mythologie und Anthropologie. Mit immersiven Werken, Installationen und grafischen Arbeiten erkundet er ungewöhnliche Räume und enthüllt deren intime Dimensionen. 
18:00
07. Okt
( Diskussion / Vortrag )
Hybrid Biennale 2026: Eröffnung
  • Michael Eickhoff
    Silke Grabinger
    Christian Zöllner
  • Eintritt frei
In einem Opening Event der HYBRID Biennale 2026 können spannende Einblicke in international und dynamisch wachsende Netzwerke innovativer Institutionen an den Schnittstellen von Kunst, Forschung und Technologie gewonnen werden. Beispielhaft werden die Künstlerin Silke Grabinger, Michael Eickhoff (Akademie für Theater und Digitalität Dortmund) und Christian Zöllner (FABMOBIL/The Constitute und Akademie für angewandte Zukunft Oberlichtenau) ihre Projekte und Institutionen präsentieren. In einem abschließenden und gemeinsamen Panel u. a. mit Uwe Richter (Abteilungsleiter Smart City und Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft Dresden), Han-Yu Feng und Yun Nien (NAXS Studio Taiwan) wird die Diskussion erweitert und für das Publikum geöffnet.

Die österreichische Künstlerin und Choreografin Silke Grabinger hat sich in den letzten Jahren sowohl künstlerisch als auch wissenschaftlich mit den Zusammenhängen von Kunst, KI und Robotik auseinandergesetzt und in verschiedenen Formaten bei Festivals und Institutionen in Wien, Linz, Venedig, Berlin, London oder Asien präsentiert. In einer Keynote und Kurzperformance stellt sie das Konzept „[Who] Rules to Encounter“ vor, in dem sie Interaktionen von KI-Systemen und humanoider Robotik künstlerisch erforscht. Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes über mehrere Jahre im Programm „Kunst & KI“ gefördert und in Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund entwickelt.

Die Akademie für Theater und Digitalität Dortmund wurde 2023 in einem hochmodernen, rund 2000 qm großen Neubau als Ort eröffnet, an dem künstlerische Praxis und technologische Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. Hier erforschen und erproben Theatermacher*innen und Creative Technologists, wie die Darstellenden Künste unter den Bedingungen tiefgreifender technologischer Veränderungen weiterzuentwickeln sind: ästhetisch, strukturell und institutionell. 2019 als sechste Sparte des Theater Dortmund gegründet ist die Akademie heute ein international herausragendes künstlerisches Forschungsinstitut und als ein wichtiger Netzwerk-Knotenpunkt eine vielfach nachgefragte Kooperationspartnerin in regionalen und internationalen Projekten. An der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft angesiedelt reichen die Arbeitsgebiete der Akademie von künstlerisch-technischer Forschung und prototypischer Entwicklung über anwendungsorientierte Erprobung und praxisnahe Beratung bis hin zur kulturpolitischen Diskursbildung und Vernetzung zwischen Akteur*innen aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzlich wird ab 2026 wird die Geschäftsstelle des NRW-Kompetenznetzwerks für Künstliche Intelligenz in den Künsten „K3 KI.Kunst.Kultur“ als Teil der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund aufgebaut.

Die Akademie für angewandte Zukunft entsteht in den nächsten Jahren mit Unterstützung der Digitalagentur Sachsen und der Schweizer Drosos Stiftung im Barockschloss Oberlichtenau, zwischen Bautzen und Hoyerswerda, als Ort der Begegnung, Forschung und Experimente für junge Menschen. Neben Laboren wird es Unterkünfte, Gewächshäuser, eigene Energieanlagen und jede Menge neue Perspektiven geben, die in Summer Schools, Residenzen, Kursen und Workshops gemeinsam entwickelt werden.
18:3019:30
07. Okt
( Literatur )
Rainald Grebe: Ich erinnere mich – glaube ich
  • Rainald Grebe
  • Comedy
  • ausverkauft
Der Liedermacher hatte Schlaganfälle. Nach Krankenhaus und Reha meldet er sich zurück. Gemeinsam mit dem Gitarristen Marcus Baumgart präsentiert er Lieder, die so interpretiert bislang nur ein sehr exklusives Publikum kennt – seine Logopädin. Er versucht sich an sein früheres Leben zu erinnern, das wohl ganz gut war, aber die Erinnerung täuscht ja manchmal. Ein Konzert unter drei Stunden? Ja, denn Rainald Grebe braucht immer noch Bettruhe!
19:0019:50
07. Okt
( Konzert )
Mondo Drag
  • Mondo Drag (US)
    Early Moods (US)
  • Rock, Doom
  • VVK 18,70, AK 20,-
MONDO DRAG (US)
"Mondo Drag werden euch umhauen, euch dazu bringen, euch richtig gehen zu lassen, und euch auf eine Reise in die Fantasie mitnehmen, die Ihr so schnell nicht vergessen werdet. Auch wenn sie ihre Liebe zu den verschlungenen Klängen der Heavy-Psychedelia der Vergangenheit ausstrahlen, verfolgen sie doch ihre ganz eigene Rock-’n’-Roll-Mission: eine wiederentdeckte Prog-Band, futuristisch in ihrer Zeitkapsel, die durch die Tiefen vorwärts rast und die Klänge des Weltraums selbst einsammelt."
Seit 2 Jahrzehnten servieren MONDO DRAG psychedelischen, old-school Rock mit Prisen von Stoner und Progressive Rock.

EARLY MOODS (US)
Abgehangener Doom Metal aus Los Angeles, der seinen Hut zieht vor den Altvorderen wie Pentagram, Trouble und Black Sabbath.
19:3020:00
07. Okt
( Konzert )
Olicía
Olicía ist das Bandprojekt der beiden Multiinstrumentalistinnen Fama M’Boup und Anna-Lucia Rupp und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen menschlicher Stimme, akustischen Instrumenten, freier Improvisation und dem Einsatz elektronischer Möglichkeiten. Irgendwann haben sie dem Ganzen den Genrenamen »electronic handmade loopjazz« gegeben. - Alles, was dabei auf der Bühne zu hören ist, entsteht im Moment, nichts ist vorproduziert.

Während ihr Jazzpreis-nominiertes Debüt »Liquid Lines« die Grenzen des einzelnen Songs auslotete, ist »Out of the Blue« nun der Versuch, die eigene Kunstform ganz neu zubetrachten, die eigene Musik durch Dialog und Austausch mit anderen Kunstgattungen zu verbinden. Jeder Song darauf eröffnet eine eigene Welt und blickt gleichzeitig in das Parallel-Universum einer anderen Künstlerin oder eines Künstlers aus Bereichen wie Film, Design, Malerei, Literatur und Kunsthandwerk.
19:0020:00
07. Okt
( Konzert )
Schimpanski
  • Schimpanski
  • Eintritt frei
SCHIMPANSKI was founded from a small infidelity of the former band "Wir Kleben" in times of Corona. 3 guys, 3 instruments, the easy way. They're still looking for an explicit genre, but maybe you'll find them in the "garage-dreamy-post-pop" drawer. Nothing new, but a deep kicking bass line, a pounding drum groove, a snappy surf guitar and a mysterious story always go well together!
19:0020:00
07. Okt
( Konzert )
Wallis Bird
WALLIS BIRD ist zurück. 2026 tourt die irische Künstlerin endlich wieder mit ihrer Band. Im Gepäck hat sie ihr neues Album „I Can See Your House From Here“, auf dem sie existenzielle Themen eindringlich verarbeitet. Nach zwei Jahren on the road mit der Neo-Klassik-Band Spark zum gemeinsamen Album „Visions Of Venus“ ist es wieder an der Zeit für WALLIS BIRD, ihren eigenen und vor allem den neuen Songs einen exklusiven Platz auf der Bühne zu geben. Denn genau dort leuchtet die Kraft der Künstlerin besonders hell. Ihre intensive Energie, die großartige Stimme und das Teilen von intimen Momenten machen ihre Shows zu besonderen, inklusiven Erlebnissen. Die berühren, aufrütteln und verbinden. WALLIS BIRD hat sich entschieden. Fürs Rausgehen. Für uns. Für ein „Wir“. Gegen Isolation. Dafür, Nähe zuzulassen, anstatt sich abzuschotten. Dafür, ihre Träume, Ängste und Schmerzen zu teilen, ihre Community reinzuholen in den Dialog. Und die Kraft von Gemeinschaft und Musik zu nutzen. Bei WALLIS BIRD, Künstlerin und Mensch voller Liebe, Seele und Empathie, ist das Private politisch. Sie nimmt ihr Publikum mit auf eine eindringliche, tröstend-kraftvolle Reise durch persönliche und kollektive Erfahrungen von Verlust, Hoffnung und Menschlichkeit.
19:0020:00
07. Okt
( Konzert )
Jasmine Myras
Die Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin JASMINE MYRA zählt zu den aufstrebenden Protagonistinnen des britischen Jazz. Ursprünglich Teil der pulsierenden Musikszene in Leeds (wo sie das Konservatorium besuchte), umgab sie sich in London mit einigen der besten jungen Talente der Stadt.
Ihre originelle Instrumentalmusik ist euphorisch und erhaben, warm und seelenvoll, ohne sentimental zu klingen. Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen Kenny Wheeler, Bonobo, Ólafur Arnalds und Moses Sumney. Musiker also, deren Werke eine emotionale Tiefe verbindet, die man auch in Jasmine Myras Musik findet.
Entsprechend begeistert reagierten sowohl Fachmagazine und das Publikum auf ihr Debütalbum Horizons (2022) und den Nachfolger Rising (2024), die beide bereits auf dem Kultlabel Gondwana Records erschienen, dessen Chef Matthew Hallsall die Qualitäten der jungen Musikerin frühzeitig erkannt hatte.
Mit ihrem dritten Album tritt Jasmine Myra nun selbstbewusst in die nächste Phase ihrer einzigartigen musikalischen Erkundungen ein. Where Light Settles ist ein geschlossenes künstlerisches Statement einer unverwechselbaren und selbstsicheren Stimme der britischen Musikszene – und eine deutliche Weiterentwicklung. Noch stärker als zuvor strahlen Myras üppige musikalische Vision und ihr Talent für instrumentales Erzählen.
Ihre neuen Stücke lassen eine farbenreiche Klangwelt entstehen, deren Atmosphäre und Struktur auch durch Myras Affinität zur Filmmusik geprägt sind. "Meine Musik ist ziemlich cineastisch, weil ich schon immer gern Soundtracks gehört habe – wie emotional sie sind, wie Musik uns in eine bestimmte Stimmung versetzt." Filmmusik habe sich, so sagt sie, in ihre eigenen Kompositionen hineingewoben.

Der Konzerttermin heute passt perfekt zu Jasmine Myras Beschreibung von Where Light Settles: "Ich versuche, Musik wie eine Temperatur oder eine Jahreszeit zu erklären. Dieses Album ist herbstlich." Es ist definitiv ein sonnendurchfluteter Herbst in den schönsten Farben.
19:0020:00
07. Okt
( Konzert )
Brutal Verschimmelt
  • Brutal Verschimmelt
    Leberschaden
  • Punk
Punkrock-Kultklassiker „Brutal Verschimmelt“ feiert 45jähriges Jubiläum und geht zum fünften Mal auf Deutschlandtour. 

„Brutal Verschimmelt“ gründeten sich im Frühjahr 1981 im Kempten/Allgäu. Mit  damals lediglich 20 Auftritten kamen sie kaum über das Allgäu hinaus. Nach ihrer ersten LP 1983 haben sie sich bereits 1984 wieder aufgelöst. Dennoch hat sich die Ende1983 veröffentlichte LP der Kemptener Punkband "brutal verschimmelt" zu einem heimlichen Klassiker in der deutschen Punkrockszene entwickelt. 

Die fünfte Deutschland-Tour 2026 führt die ex-Allgäuer Band, die es bis 1984 nur ein Mal über den Weißwurstäquator schaffte, wieder durch ganz Deutschland. Sänger Max kommt hierfür extra aus Kalifornien/USA nach Deutschland, der Gitarrist Klaus „Kölsi“ aus Berlin und der Originalgitarrist Bernie aus Frankfurt a.M. Sie treffen sich im September mit Basser Carlo und Drummer Norm in Hannover. Dort wird ein paar Tage gemeinsam live geprobt und ab 24. September starten die ersten Gigs.

Im Jahr 2026 sind sie – damit gut 45 Jahre nach ihrer Gründung und nach Deutschland-Touren 2013, 2014, 2022 und 2024 – wieder verstärkt um ihren Originalgitarristen in Deutschland unterwegs. Ausgelöst hatte dieses „brutal verschimmelt“-Revival die Wiederveröffentlichung ihrer ersten LP im Februar 2013 auf Höhnie Records – fast 30 Jahre nach ihrer Auflösung 1984. Dies animierte die in alle Welt verstreuten Musiker zu einer vermeintlichen LP-Release- und Abschiedstournee. Von wegen Abschied: Die Untoten hatten Blut geleckt und sind nun regelmäßig wieder am Start.
19:0020:00
07. Okt
( Konzert )
Sedlmeir
  • Sedlmeir
  • Singer / Songwriter
  • Spende
„Befehl aus dem Weltraum“ Emotional wie nie präsentiert Sedlmeir stahlharte Chansons und zarteste Punkrock-Unterhaltung. E-Gitarre, E-Drums und E-Rock’n’Roll bilden das knisternde Fundament für Sedlmeirs Beobachtungen, oft herzerwärmend zynisch, immer präsent und echt. Zu motzen gibt es ja genug. Die eigentliche Kunst Sedlmeirs aber besteht darin, schönste Wahrheiten sogar aus einer Matrix aus Scheiße heraus zu destillieren und abzufeiern. Oder sich notfalls welche auszudenken. Der Weltraum hat es ihm nun einmal so befohlen. Auf der Bühne wird dem musikalisch-performativen Ausdruck ein visuelles Element hinzugefügt: Film- und Bildprojektionen assoziieren frei die dargebotenen Inhalte mittels kontrastreicher Schwarzweißbilder oder pseudowissenschaftlicher Diagramme. 
20:1520:30
07. Okt
( Konzert )
Hybrid Biennale 2026: Les Empires
  • Guillaume Coutu Dumont
    Line Katcho
  • VVK 25,-
Den Eröffnungstag der HYBRID Biennale beschließt ein besonderes audiovisuelles Konzert, das in Kooperation mit MUTEK präsentiert werden kann: Inspiriert von Mythologie und Science-Fiction lädt „Les Empires“ im Großen Saal im Festspielhaus zu einer surrealen Reise durch imaginäre Welten ein. Die hypnotischen Klänge von Guillaume Coutu Dumont – geprägt von sanfter Perkussion und rhythmischen Wiederholungen – wecken die Nostalgie einer verlorenen Zeit. Line Katcho entwirft dazu mit ihren einzigartigen Bildern eine visuelle Odyssee, die den ewigen Kreislauf aus Macht, Verfall und Wiedergeburt erfahrbar macht. 
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