18:4519:00
12. Nov
( Performance )
Slop
  • Eva Jaekel
    Josef Panda
    Caroline Beach
    Casey Ouzounis
  • VVK 18,50
Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten.

»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. In viralen Formen scheint die Kunst der Auto-Perforations-Artisten weiterzuleben, wenn Influencer*innen nach TikTok-Logiken Schmerz, Risiko oder Demütigung performen. Aber was heißt es, sich zu »durchbohren«, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?

Die 2021 verstorbene Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt, genannt Wanda, war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Die Ausstellung »Wanda, Villa und der Wandel«, die im Herbst 2026 im Stadtarchiv Dresden eröffnet wird, ist als Retrospektive ihrem Schaffen und Wirken gewidmet. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und die Rechercheergebnisse auf die Bühne zu bringen. Die Dresdner Künstler*innen Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis, die aus unterschiedlichen Disziplinen der Darstellenden Kunst kommen, setzen das Vorhaben um. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragen sie: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern?

Ort: Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Str. 1, 01099 Dresden
19:00
12. Nov
( Sonstiges )
Offener DJ*-Treff
  • Eintritt frei
Mit dem offenen DJ*-Treff soll ein Raum geschaffen werden, der allen Menschen einen Zugang zur Musik, zur Subkultur und zum Auflegen bietet, denn auch dieser gesellschaftliche Bereich ist von vielfältigen Barrieren geprägt. Vielen Menschen ist der Zugang dazu verwehrt. Wir wollen genau diesem etwas entgegensetzen.

Hard Facts:
* Jede Woche, donnerstags von 19:00 – 23:00 Uhr
* jeweils abwechselnd offen (gerade Kalenderwoche) und FLINTA only (ungerade KW)
* Zwei DJ*-Sets: analog und digital
* Kein Vorwissen oder Skills nötig - alle sind eingeladen

Der DJ*Treff ist zu Verstehen als eine Art gemeinsamer Proberaum für alle die über Mugge und DJ*ing in Austausch kommen wollen - Unabhänig vom Skill-Level.

Offener DJ*Treff
ein gemeinsamer Proberaum für alle die über Mugge und DJ*ing in Austausch kommen wollen – unabhänig vom Skill-Level

Auf einen Blick:    
Jede Woche, donnerstags von 19:00 – 23:00 Uhr
Jeweils abwechselnd offen (gerade Kalenderwoche) und FLINTA only (ungerade KW, macht bis September Sommerpause)
Zwei DJ*-Sets: analog und digital
Kein Vorwissen oder Skills nötig – alle sind eingeladen
Wer das erste Mal an den Decks steht, bekommt eine kleine Einweisung von uns oder einer Person der Wahl, die entsprechende Kenntnisse hat
Privatsphäre beim Üben: Ausprobieren für sich allein oder in Kleingruppen, direktes Feedback wird auf Wunsch gegeben
Workshop-ähnliche Formate o.ä. wird auf Wunsch und Nachfrage angeboten, im Vordergrund steht in eigenem Tempo das Auflegen auszuprobieren
Wir starten immer mit einer gemeinsamen Check-In-Runde und Technikaufbau

Was ist der offene DJ*Treff – wer sind wir und was wollen wir?
Wir sind drei musikbegeisterte bis musiknerdige Menschen. Die Musik und die dazugehörige Subkultur haben uns alle positiv und nachhaltig geprägt. Es sind Erinnerungen und Erfahrungen, die wir nicht missen wollen. Auch das Auflegen war und ist ein wichtiger Bestandteil dieser Erfahrungen. Mit dem offenen DJ*-Treff soll ein Raum geschaffen werden, der allen Menschen einen Zugang zur Musik, zur Subkultur und zum Auflegen bietet, denn auch dieser gesellschaftliche Bereich ist von vielfältigen Barrieren geprägt. Vielen Menschen ist der Zugang dazu verwehrt. Wir wollen genau diesem etwas entgegensetzen.

Technik ist teuer.
Im offenen DJ*-Treff ist alles an Technik da, was es zum Auflegen braucht. Ihr braucht keine Skills, kein Vorwissen – nur die Lust, es mal auszuprobieren.

Sexismus
Jeder gesellschaftliche Bereich ist von sexistischen und patriarchalen Machtstrukturen geprägt/durchzogen. Dies schließt auch die Clubkultur mit ein. Gerade  FLINTA*-Personen sehen sich vielen teils unüberwindbaren Hürden gegenüber, wenn sie Auflegen lernen wollen. Mansplaining ist keine Seltenheit. Mensch wird nicht ernst genommen und die Räume fühlen sich nicht sicher an. Auch wir haben zum Teil diese Erfahrungen machen müssen. Deshalb möchten wir explizit FLINTA*-Personen ermutigen und empowern. Jeder zweite Termin ist FLINTA*s only.

Angstfreie Räume
Wir Leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Fehler und fehlendes Know-How schnell als Grund genommen werden, Menschen auszuschließen. Die Angst davor, abgewertet zu werden verhindert auch den Zugang zum Auflegen. Scham und Angst sollen  keine Rolle spielen. Wir wollen auf Augenhöhe zusammen kommen, unabhängig unserer Vorerfahrungen und ohne Angst bewertet zu werden.Zum Beispiel werden Feedback und Unterstützung nach Bedarf und auf Nachfrage angeboten. Wir sehen uns in erster Linie nicht als Lehrer*innen. Wir wollen den Raum gemeinsam gestalten.

Musik ist vielfältig
Es gibt wahnsinnig viel Musik und immer wieder kommen neue Veröffentlichungen. Den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Wir möchten beim offenen DJ*-Treff auch einen Raum schaffen, in dem über Musik diskutiert und sich ausgetauscht werden kann. Gemeinsam neue Songs entdecken und teilen, neue musikalische Facetten ergründen oder einfach nur gemeinsam dem aktuellen Lieblingssong lauschen.

Wir sind, wer zu uns kommt
Am Ende ist der Raum das, wir gemeinsam daraus machen. Wir möchten, dass ihr, die ihr kommt, den Raum mit gestaltet – mit Leben und Ideen füllt. Das gilt für den Abend aber auch für den Treff an sich. Jede*r ist willkommen, den Treff zu betreuen und auszugestalten. 

Und wie wird das ganze zeitlich organisiert?
Gute Frage! Wir fangen gerade erst an, und wollen schauen, wer und wie viele kommen. Wir möchten gerne, das Bedürfnisse und Absprachen vor allem mit den Menschen vor Ort getroffen und ausgehandelt werden. Kommt also einfach rum! Bei Fragen schreibt uns unter: dj_treff@azconni.de

Telegram Gruppe
19:0019:30
12. Nov
( Literatur )
Sommer im Heckenrosental
  • Florentine Joop
  • Lesung
  • VVK 10,- AK 12,-
Grenzen, Mauern, Passkontrollen, Sommerwiesen, Freundschaft, Freiheit und Abenteuer. Berlin West und Ost. Einreisen in eine andere Welt, umschlossen von einer Mauer, und doch gab es dort eine Freiheit zu erleben, die in der Großstadt Hamburg undenkbar war. Die Welt war entzweit, Deutschland geteilt und zugleich für viele untrennbar. Jugenderinnerungen verschmelzen mit den Erkenntnissen einer beinahe erwachsenen Frau, die ihre Kindheit in zwei Heimaten erlebte. Erzählungen von Glück treffen auf düstere Momente, auf den Verlust von Geborgenheit, Familie und Heimat. Wo finden Heranwachsende Halt, wenn nicht einmal die Erwachsenen wissen, wie das mit der Politik und der Liebe und dem Frieden funktioniert?

Der Titel ist eine Reminiszenz an das Buch „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren. Denn neben dem schönen Kirschblütental gab es auch das Heckenrosental, umgeben von einer bewachten Mauer, in welchem die Menschen eingesperrt waren und niemand wusste, wer Freund und wer Spion ist.

Florentine Joop ist Malerin, Illustratorin und Autorin. Sie wurde 1973 in Hamburg als jüngere Tochter des bekannten Modedesigners Wolfgang Joop und der Kostümbildnerin Karin Joop-Metz geboren.

Sie hat ein Diplom in Illustrationsdesign mit Schwerpunkt Kinderbuch. Bereits im Jahr 2000 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch (Bonifacio und das Geheimnis der Faultiere). 2013 folgte mit Harte Jungs ihr erster Roman. Zu ihren jüngeren Werken gehört das Ende 2025 erschienene, autofiktionale Buch Sommer im Heckenrosental, in dem sie ihre von der deutschen Teilung geprägte Jugend zwischen Hamburg und Brandenburg verarbeitet. und ist u.A. Dozentin an der AID-Akademie für Illustration und Design Berlin und gibt Grimm-Märchen-Workshops und Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche.
Ihre Bilder werden deutschlandweit ausgestellt und sie lebt und arbeitet mit ihren drei Kindern und ihrem Mann in Potsdam.

Achtung – es gibt nur 30 Plätze!  Vorverkauf per E-Mail. Wenn Ihr Karten kaufen wollt, schreibt uns an: kontakt@drinnen-draussen-dresden.de
19:0020:00
12. Nov
( Konzert )
Bruchbude
BRUCHBUDE sind zurück! Lauter, ehrlicher und direkter denn je. Nach einem intensiven Festival- und Tourjahr 2025 gehen die Dortmunder Indie-Pop-Lieblinge 2026 erneut auf große Deutschlandtour. Unter dem Motto „Nichts zu verlieren“ feiern Finn, Jonas, Luis und Yuto ihre Rückkehr auf die Clubbühnen. Im Gepäck sind neue Songs, unverbrauchte Energie und eine ordentliche Portion Chaos (im besten Sinne). 

Ihre Musik ist der Soundtrack für alle, die Indie nicht nur hören, sondern fühlen wollen. Nämlich ehrlich, emotional und mit Haltung. BRUCHBUDE schaffen es, große Gefühle mit roher Energie zu verbinden und damit ein Live-Erlebnis zu kreieren, das gleichermaßen berührt und mitreißt. 

Nach gefeierten Shows und Festivalauftritten beim Stemweder Open Air, Free & Easy München, Reeperbahn Festival oder den Acoustics Hamburg und als Support für DAS LUMPENPACK und MONTREAL hat sich BRUCHBUDE einen festen Platz in der deutschen Indie-Szene erspielt. 

Und wer BRUCHBUDE schon einmal live erlebt hat, weiß: Hier ist alles möglich. Zwischen mitreißender Publikumsnähe, spontanen Einlagen und echtem Schweiß entstehen Abende, die man nicht so schnell vergisst. Oder, um es mit den Worten der Band zu sagen: „Wir geben alles – im Backstage, auf der Bühne und hautnah im Publikum“.
19:0020:00
12. Nov
( Literatur )
Anna Bartling - Club 27
  • Anna Bartling
  • Comedy
  • VVK 19,80
Kurt Cobain, Amy Winehouse, Janis Joplin – sie sind verwegen, mysteriös und Teil einer exklusiven Gruppe: dem Club 27! Künstlerseelen, geplagt vom Ruhm, gezeichnet vom Drogenmissbrauch und alle im Alter von 27 Jahren verstorben. Anna Bartling ist 27, definitiv nicht cool genug für den Club 27 und vor allem: quickfidel. Wilde Jugend? Fehlanzeige.

Warum fast liven and young sterben? Das erste Stand Up Programm von Anna Bartling ist ein Plädoyer für das Scheitern, den Cringe, und den Versuch, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen. Mit absurden Geschichten und cleveren Pointen erklärt Anna das Jungsein für kolossal überbewertet. Klar, die Arthrose im Großzehengelenk nervt, aber Hauptsache nie wieder Schwimmunterricht mit der 8b.

Also setzt euch in die erste Reihe, lacht euch die Scham vom Herzen und geht mit der Gewissheit nach Hause, dass es ok ist, nicht so cool zu sein wie Kurt Cobain. Anna ist zwar nicht cool, aber dafür extrem charmant, unfassbar witzig und voller Vorfreude auf das 60. Lebensjahr.
19:3020:00
12. Nov
( Konzert )
Jazz plus Suppe
  • WAP-Duality
  • Jazz
  • Eintritt frei
WAP-Duality ist ein Berliner Duo, bestehend aus der Pianistin und Keyboarderin Lana Mari sowie dem Multi-Instrumentalisten Jonathan Boudevin.

Ihre Musik verbindet ein virtuoses Zusammenspiel mit elektronischen Klängen,  überraschenden rhythmischen Illusionen, lyrischer Tiefe und einer guten Prise Humor. Dabei streben sie nach einer anspruchsvollen Verschmelzung unterschiedlicher Einflüsse – was sie selbst als „Dramatic Beats“ bezeichnen: Pop-Rock, Broken Beats, Echtzeitmusik, klassische Vokal-Elemente und Avantgarde-Elektronik.

Es entsteht daraus ein Klang-Kaleidoskop, das immer wieder überraschend wirkt und alle Erwartungen bricht. Ein originaler Soundtrack für unsichtbare Filme.
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