18:3019:00
25. Nov
( Diskussion / Vortrag )
Die Shoah & die DDR
  • Prof. Dr. Alexander Walther
  • Vortrag
  • Eintritt frei
Jüdische Stimmen im staatlichen Antifaschismus

Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekannter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ sprachen, rangen jüdische Überlebende unmittelbar nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten. 

Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung.

Zum Autor
Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.
19:0020:00
25. Nov
( Literatur )
Sebastian 23 - Zusammenhaltestelle
Wer heute jemanden mit „Guten Tag“ begrüßt, gilt schon als naiver Schönredner und utopischer Träumer. Viele haben vergessen, dass ein Gespräch sogar noch schöner sein kann, als Wildfremde im Internet zu beschimpfen. Also, warum nicht mal das Risiko eingehen, mit Leuten zu reden, die eine andere Meinung haben als wir selbst? Womöglich lernen wir etwas dazu und kommen gemeinsam weiter. Ansonsten gehen wir wieder nach Hause und beschimpfen uns im Netz. 

Sebastian 23 sagt weit mehr als „Guten Tag“. Der Komiker, Poetry Slammer, Aktivist und Bestsellerautor präsentiert mit Zusammenhaltestelle sein bereits zehntes Soloprogramm. Und weil ich ein Werbetext bin, sag ich es ganz offen: Sebastian 23 hat Anfang 2025 völlig zurecht den Deutschen Kabarettpreis gewonnen, stand auf tausenden Bühnen – und Hunderttausende folgen ihm für seine täglichen satirischen Beiträge in den sozialen Medien. 

Zusammenhaltestelle ist jedoch mehr als ein Kabarettprogramm – es ist ein Plädoyer für Optimismus, Empathie und den Mut, gemeinsam neue Wege zu gehen. Das klingt nach Pathos, der dringend ironisch gebrochen werden sollte. Oder ist das nur ein kommunikativer Trick? Finden wir es gemeinsam heraus! 

Das gleichnamige Buch Zusammenhaltestelle erscheint im März 2026 im bene-Verlag.
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