19:0019:30
19. Nov
( Film )
PolitKino of Fame #05: Bollwerk
  • Eintritt frei
Das PolitKino of Fame ist eine Filmreihe in Kooperation mit der Drop-Out Cinema eG. Gemeinsam wollen wir uns einmal im Monat gesellschaftskritische Filme und Dokus anschauen und dadurch Gespräche und Austausch zu den jeweiligen Themen anregen. Ab Herbst 2026 findet die Reihe donnerstags statt - wir freuen uns auf euch!

15.10.26: Wohin mit mir?
19.11.26: Bollwerk
02.12.26: Save our souls (Achtung, Mittwoch!)
14.01.27: Freie Räume - Geschichte der Jugendzentrenbewegung
11.02.27: Wir sind so frei

„Bollwerk“ begleitet einen Sommer lang drei Protagonist*Innen bei ihrer Arbeit in der sächsischen Kleinstadt Wurzen und erzählt so nah und authentisch von Bemühungen um die Demokratie, ostdeutschen Kleinstädten und der Relevanz von zivilgesellschaftlichem Engagement.

In ganz Europa erstarken rechte und konservative Strömungen. Auch Deutschland sieht sich mit dem großen Erfolg einer rechtspopulistischen Partei konfrontiert, die in mehreren Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Während sich in den links-geprägten Großstädten Protest formiert und sich schnell viele Menschen zusammenfinden, steht die Demokratiearbeit in anderen Regionen vor eigenen Herausforderungen. Gerade in den ländlichen Gebieten des Ostens von Deutschland müssen Akteure und AktivistInnen, die sich gegen rechts engagieren immer wieder mit Gegenwind in den sozialen Netzwerken und auf der Straße umgehen. Das geht von Beleidigungen und Anfeindungen bis hin zu tätlichen Angriffen und Morddrohungen „Nazis raus ruft es sich leichter, dort wo es keine Nazis gibt“ sang einmal die Chemnitzer Band Kraftklub. Doch wie leicht ruft es sich „Nazis raus“, dort wo sie tatsächlich auftauchen?

In „Bollwerk“ werden drei ProtagonistInnen bei ihrer Arbeit in der sächsischen Kleinstadt Wurzen begleitet. In Interviews schildern sie die Herausforderungen, Kämpfe, aber auch Chancen der politischen Arbeit in der Provinz. „Bollwerk“ erzählt von Bemühungen um die Demokratie, ostdeutschen Kleinstädten und der Relevanz von zivilgesellschaftlichem Engagement.

Trailer zum Film bei Drop-Out Cinema

Dokumentarfilm; Deutschland 2025; Regie: Jakob Wehner; Fassungen: deutsche OV, engl. Untertitel verfügbar; Laufzeit: 60 Minuten; FSK 6; Starttermin: 21.5.2026 (zum Internationalen Tag der Demokratie 23.5.)

*PolitKino ist ein Format der Drop-Out Cinema eG. Die eingenommenen Kulturbeiträge gehen zu 100% an die Drop-Out Cinema zur Deckung der Filmlizenzkosten.
19:0020:00
19. Nov
( Konzert )
David Lübke - Wo der Mond die Erde küsst
Fahrtwind im Haar. Ein Ziehen in der Brust. Und das Ende offen. David Lübke singt Lieder, die den Aufbruch feiern. Die dem Geheimnisvollen nachspüren. Und die sich nachts tröstend zu uns legen. Ganz pur, ohne Filter. Der Liedermacher sucht nicht nach Coolness, sondern nach Nähe. Deswegen reist er mit seiner Gitarre durchs Land, direkt zu den Leuten, und erzählt seine Geschichten. Wild und zart. Zeitlos und verbindend. Er klopft an Türen und öffnet Herzen. Ein moderner Vagabund, der einfühlsam und kritisch auf unsere Zeit blickt. In einer reizüberfluteten Welt lässt er sich von Sehnsucht und Abenteuerlust leiten. Und stillt damit ein tief liegendes Bedürfnis, wirklich und wahrhaftig etwas zu empfinden in diesem tollen merkwürdigen Leben.

Auf seinem dritten Album „Wo der Mond die Erde küsst‟ holt David Lübke alle ab. Die Liebenden und politisch Stabilen, die Unrastigen und Hoffenden. Schön und schlicht rollt seine Musik heran. Lieder, die kein Alter kennen. Die jede und jeder versteht. Die sich sanft auflehnen gegen das Unrecht. Und die vor allem in uns immer wieder diesen Funken entfachen, beherzt und eigensinnig aufzubrechen. Ganz so, wie David es selbst getan hat. Sechs Monate ging er 2021 auf Liedermacher-Walz. Unterwegs von der Ostsee bis zu den Bergen spielte er an Haustüren und unter Apfelbäumen, in Cafés und vor Pommesbuden, in WG-Küchen und Bauwägen. „Ich schreibe Lieder auf Bierdeckel / ich weine in mein Glas / auf dem Thron sitzen die Deppen / auf den Straßen sind die Stars‟, singt David darüber in seinem Song „Unterwegs nach Wien‟. Sein Erweckungserlebnis hatte er, als er mit 16 Jahren erstmals all seine Ikonen hörte: Bob Dylan, Joan Baez, Pete Seeger, Joni Mitchell, Cat Stevens. „Das hat mich total berührt. Ich habe mir direkt eine Gitarre gekauft und angefangen, erste Lieder zu schreiben. ‟ Letztlich ist er ein Romantiker, wie wir ihn dieser Tage dringend brauchen. Im Titelsong seines Albums „Wo der Mond die Erde küsst ‟ singt David mit sachter Stimme über die sensible Magie zwischen Tag und Nacht, zwischen Alltag und Träumerei. Ein Song wie ein sofortiger Lagerfeuerklassiker. Schwingen da Vibes von Hannes Wader und Reinhard Mey mit? Klar, warum nicht. Denn es geht um das Einfache, das Erhabene, um universelle Gefühle.

Wichtig ist die Wahrnehmung. Im Persönlichen wie im Politischen. Etwa wenn David in „Hans und Sophie ‟ die Geschichte der Geschwister Scholl erzählt. Oder wenn er mit „Mein eignes Glück ‟ eine Art „We Shall Overcome‟ anstimmt, dass sich bei Konzerten hervorragend im Kollektiv singen lässt. Eine innere Wärme überträgt sich da auf das Publikum. Zu seinen Auftritten kommen auch viele, die er auf seiner Liedermacher-Walz kennengelernt hat. Und David wandert weiter. Mit seiner Gitarre, die er spielt und pickt und zupft. „Dieser Klang trägt bereits so eine Bewegung von Unterwegssein in sich. Und dann denke ich: Okay, gleich fängt jemand an, eine richtig gute Geschichte zu erzählen. ‟
20:00
19. Nov
( Theater )
Und wie geht es dir?
  • Eintritt frei, Anmeldung beachten
„Und wie geht es DIR?“ Eine Frage, die Angehörigen von Krebspatienten eher selten gestellt wird. Denn der Fokus liegt auf der Krankheit, Therapieansätzen, der erkrankten Person. Für die Angehörigen jedoch bedeutet die Diagnose: sich zurücknehmen, eigene Bedürfnisse hinten anstellen, einen funktionierenden Alltag organisieren. Je länger eine solche Extremsituation dauert, umso mehr leidet die eigene Seele: Wo bleibe ich? Woher nehme ich meine Kraft? Was wird aus mir, wenn ich den geliebten Menschen pflegen muss oder es ihn womöglich gar nicht mehr gibt?

Viel zu selten stehen Probleme und Nöte Angehöriger von Krebspatienten im Fokus der Öffentlichkeit. Mit unserem Projekt wollen wir diesen Menschen eine Plattform geben und so dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und den Blick auf einen weitestgehend blinden Fleck in unserer Gesellschaft zu richten.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird ein Zuschauergespräch angeboten. Die Veranstaltung wird betreut vom Amt für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden, Gesundheitsberatungszentrum, der Tumorberatung, sowie das KISS der Landeshauptstadt Dresden.
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