19:00
31. Mai
( Diskussion / Vortrag )
Der Wert der Fälschung - Frevel des Fakes oder Kunst des Remix?
  • Tom Kummer
    Dr. Christiane Mennicke-Schwarz
    Markus Sehl
  • 3,-
Kunst muss authentisch sein, unmittelbar, in einem genialen Moment zu Papier oder auf die Leinwand gebracht. Aber ist diese Vorstellung nicht längst überholt? Müssen für Literatur und Kunstwerke im Zeitalter von Sample-Culture und der mannigfachen technischen Reproduzierbarkeit heute nicht andere Maßstäbe gelten? Gibt es ein schlechtes und gutes Kopieren? Wie sieht ein schöpferisches Abschreiben aus? Inwiefern bergen (Ver-)Fälschungen subversives Potential; und wie fragil sind die Zuschreibungskategorien von Original und Fälschung bei genauerer Betrachtung tatsächlich?
19:0020:00
31. Mai
( Konzert )
Elder
Progressiver Rock mit ausufernd langen, sich behutsam entwickelnden Songs war ja schon immer das Markenzeichen der Band Motorpsycho, aber taucht man auf deren Klangpfaden etwas tiefer mehr in Richtung Doom und Stonerrock mit deren typischen pentatonischen Sound und dem schweren Groove ab, dann begegnet einem unausweichlich Elder. Das Quartett um Nick DiSalvo hat sich spätestens seit seinem 2017 erschienen Studioalbum „Reflections of a Floating World“, welches vom Rolling Stone Magazine zu den Top 5 des Jahres gezählt wurde, in den Gitarrenolymp gespielt.

Dabei waren ihre ersten musikalischen Gehversuche 2005 in Massachusetts noch eher von Sludge Doom Bands wie Eyehategod, Sleep oder Electric Wizard beeinflusst. Aber mit der Zeit legten sie den groben Knüppel nieder und lernten mit feinerer Klinge zu fechten. Psychedelische Exkurse und organisch wachsende Songstrukturen, die mit viel Geduld zur Vollendung streben, wurden mehr und mehr ihr Markenzeichen.

Seit 2019 leben Frontmann Nick Di Salvo und Gitarrist Mike Risberg direkt im pulsierenden Herzen der Musikmetropole Berlin, deren Sprit man u.a. auf der rein instrumentalen „Gold & Silver Sessions“ EP mit ihrem Kraut Rock Spirit deutlich heraushört. 2020 erschien ihr aktuelles Studioalbum „Omens“ welches erneut großartiges Feedback bekam. Darauf zu hören war auch erstmals ihr neuer Drummer Georg Edert, der ansonsten auch bei Gaffa Ghandi den Takt vorgibt. Einzig Bassist Jack Donovan lebt noch in den USA, was aber wiederum eine echte Livepräsenz in Coronazeiten nahezu unmöglich machte. Die Zeit blieb zwar nicht ungenutzt - mit ihren Freunden von Kadavar nahmen sie unter dem Pseudonym Eldovar ein ausschweifendes Album auf – aber der Wunsch, endlich wieder europäische Bühnen zu rocken ist nach wie vor ungebrochen groß.

So alles gut geht, wird sich dieser 2022 gleich zweimal erfüllen. Im Mai begeben sie sich auf Headlinertour quer durch Europa, die zweite Runde im Herbst bestreiten sie mit Pallbearer. Wir freuen uns sehr, die Band nach langer Pause mal wieder in Dresden präsentieren zu dürfen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bitte achtet auf die tagesaktuellen Zutrittsregeln entsprechend der geltenden Verordnungslage.
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