18:00
05. Mär
( Diskussion / Vortrag )
Identitätskrise in einem zerrissenen Land – Eine Annäherung
  • Sabine Michel (Regisseurin)
    Lukas Rietzschel (Schriftsteller)
    Michael Schindhelm (Kurator Kulturhauptstadt Dresden 2025)
  • Eintritt frei
Seit über vier Jahren laufen jeden Montag hunderte Menschen als „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) durch Dresden. Ihre Ansichten und Parolen spalten die Stadt, spalten das Land.

Die Grimmepreisträgerin und gebürtige Dresdnerin, Sabine Michel, hat in Montags in Dresden drei Teilnehmer über ein Jahr lang begleitet und ihre Protagonisten nach ihren ganz privaten Gründen für das Aufbegehren gefragt. „Sabine Michel hat keinen politischen, sondern einen eher psychologischen Ansatz, sie will niemanden übertrumpfen, sie will nicht Recht haben, sie will wissen, was ihre Protagonisten im Innersten antreibt. Sie hat einen Film über die Wut gemacht, die seit vielen Jahren gärt und sich seit 2014 öffentlich zeigt. Was steckt dahinter? Was sind die wahren Ursachen?“ (Sabine Rennefanz)

Der Schriftsteller Lukas Rietzschel, geboren in Räckelwitz und aufgewachsen in Kamenz, beschreibt in seinem hochgelobten Debütroman "Mit der Faust in die Welt schlagen“ das langsame Wachsen des Zorns insbesondere in der sächsischen Provinz der Nachwendezeit. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land. 

Dem dokumentarischen und dem literarischen Erzählen über die Identitätskrise in unserem zerrissenen Land widmen wir uns in dieser Veranstaltung. Im Anschluss diskutieren Regisseurin und Autor mit dem Kurator der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung 2025, Michael Schindhelm. Warum ist gerade im Osten Deutschlands das Phänomen Pegida so präsent? Wann haben das Fremdheitsgefühl und das Misstrauen ihren Anfang genommen? Um welche Ängste geht es eigentlich? Welche Rolle spielt die immer noch herrschende Ungleichheit zwischen Ost und West? Werden alte Ressentiment gegenüber „denen da oben“ auf das Heute übertragen? Diese Fragen stehen in engem Zusammenhang mit dem Motto "Neue Heimat Dresden 2025" der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung.
 
Im Anschluss wird die Diskussion geöffnet. 
20:2720:30
05. Mär
( Konzert )
LiveLokal: Groschenroman
  • Groschenroman
    StrgZ
  • Punk, Blues
  • Eintritt frei
Groschenroman
Groschenroman begehen am 5. März auf den Tag genau ihr 8-jähriges Bühnenjubiläum. Das wollen sie mit ihren Kollegen von StrgZ gebührend feiern und haben sich zu diesem Anlass die eigene Band kräftig aufgestockt.

Groschenroman!? Keine Sorge! Die Protagonisten dieses Stücks sind weder der charmante Arzt vom Land, noch der schneidige Detektiv im obligatorischen Trenchcoat, sondern eine sympathische Rockband aus Dresden.
Mit deutschen Texten bringen sie eine breite Palette an persönlichen Geschichten und politischen Botschaften zu Gehör. Musikalisch bedienen sie sich dabei ebenso bei klassischen Liedermachern, wie bei Elementen aus Rock, Hip-Hop, Funk und Punk.
Das Ergebnis ist ein buntes Programm, bei dem Herz und Hirn gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.
Weniger schlüpfrig, zuweilen etwas tiefsinniger, doch ebenso kurzweilig wie die namensgebenden Taschenschmöker.

StrgZ
Es passiert was im Dresdner Punk Rock Underground und die Reise geht diesmal zurück in die Zukunft. Gitarrist und Sänger Andi alias Fred Adrett (The Creeks, ZackZack) versetzt, ganz ähnlich seinen früheren Bands, britischen Endsiebziger Punk Rock nach Germany – und das erinnert an West-Berlin und Düsseldorf anno 1979.
Mit Unterstützung von Drummer Olli (Kaltfront) und Edding (PissedOnes) entstehen so Songs, die manchmal an kühlere, frühe The Clash, Vibrators, Ruts erinnern – treibender Punk Rock, als RocknRoll-Steigerung, ohne auf Text und Aussage zu verzichten.

2014 als Idee ins Leben gerufen wurden 2015 Strg Z gegründet. 2016 erschien auf TapeOrDie ein 4Song-DemoTape, gefolgt von der im Frühjahr 2017 erschienenen Debüt-Single „Laune der Zeit“ auf Still Unbeatable Records, die mit positiven Kritiken überhäuft wurde.
Im Spätsommer 2017 veröffentlicht die Band auf SUR ihre erste Langspielplatte.

Strg Z, das ist Tanzmusik mit dem Potenzial zum dezenten Ausflippen im Charme der Punk Anfangszeit, gemischt mit 80er New-Wave-Elementen. Für Freunde von Fehlfarben, Hosen, Shocks, The Cure und deutschsprachiger Musik ein Muss.
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