17:00
04. Dez
( Kunst )
VII. Kunst.Markt für junge Kunst
  • Anna Lucia Rupp
  • Eintritt frei
Auch in diesem Jahr möchte Sie die Kustodie der TU Dresden und die Stiftung Osterberg für Kunst & Kultur wieder zum beliebten Kunst.Markt für junge Kunst in die Altana Galerie im Görges-Bau einladen.

Kunstliebhaber und  alle, die es werden wollen, haben am 4. Dezember von 17 bis 22 Uhr die Gelegenheit, Kunst für die eigenen Wände, aber auch als Geschenk zum Beispiel für Weihnachten direkt bei jungen Künstlerinnen und Künstlern der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden und an Ständen von verschiedenen Initiativen und Projekträumen zu erwerben und mit Kunstschaffenden und Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Mehr als 50 junge Künstler*innen und Projekträume wie die Galerie Ursula Walter, Projektraum bautzner69 oder das C. Rockefeller Center for the contemporary Arts werden dieses Jahr wieder ihre Werke zum Verkauf anbieten. Darunter Zeichnungen, Fotografien, Druckgrafiken, Aquarelle, Collagen, Malerei und Objekte. 

Wie immer erwartet Sie ein musikalisches Programm und eine Lesung – Glühwein und Weihnachtsgebäck dürfen natürlich auch nicht fehlen! 
Neben Live-Musik der Dresdner Sängerin Anna-Lucia Rupp ( u.a. bei Olicía) und Luftiger Prosa - gelesen von Valerie - ist für das leibliche Wohl gesorgt.

19:00 Uhr: Luftige Prosa - gelesen von Valerie
19:30 Uhr: Live-Musik mit Anna Lucia Rupp
19:00
04. Dez
( Diskussion / Vortrag )
Zu schön, um wahr zu sein ?
  • Elisa Beutner
    Mihael Švitek
  • Eintritt frei
Zu schön, um wahr zu sein ? — Über das Authentische

EX14 lädt ein zu „DEEP TALK“. Gemeinsam mit Elisa Beutner und Mihael Švitek eröffnen wir einen Diskursraum, welcher fernab vom gängigen Schein des professionellen ‚Artist Talks‘ eine Basis für Gespräche und Fragestellungen bietet. Dabei liegt das gemeinsame Sprechen über künstlerische Strategien oder eben künstlerisches Handeln im Fokus.
Die Diskussionsmöglichkeit ist für alle Gebiete der Künste offen. Wir freuen uns wenn sich Leute aus dem Bereich der Architektur, Musik, Philosophie, Theater etc. beteiligen würden. Es sind alle Interessierten herzlich eingeladen sich einen Einblick in aktuelles künstlerisches Schaffen in Dresden zu verschaffen. Wir setzen auf Austausch.

Kurzviten:

Mihael Švitek (*1988) arbeitet an der TU Dresden als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik. Seine bevorzugten Forschungsinteressen sind im Spannungsfeld von Sprachphilosophie, Kulturwissenschaft und Politik angesiedelt. Mihael Švitek hat in Stuttgart und Dresden die Fächer Linguistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft studiert. Zur Zeit beendet er seine Dissertation mit dem Titel ‚Sprache und Ideologie‘.

Elise Beutner (*1991) arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HfBK Dresden. Nach Arbeitsaufenthalten in Mazedonien, Irland und Italien schloss sie ihr Studium der Bildenden Kunst mit dem Diplom ab und ist seitdem Meisterschülerin bei Prof. Christian Macketanz. Nebenstudium der Anglistik und der Philosophie, Ausstellungen u.a. in Berlin, London, Madrid und Wien. Zur Zeit arbeitet sie an einem Videoprojekt in Irland.
19:0020:00
04. Dez
( Konzert )
Kummer
  • Kummer
    KeKe
  • ausverkauft
 
19:0020:00
04. Dez
( Konzert )
Thees Uhlmann & Band
  • Thees Uhlmann & Band
  • Rock-Pop
Thees Uhlmann - Junkies und Scientologen
Okay, das dritte Solo-Album von Thees Uhlmann. Es hat lange gedauert, es ist viel passiert. "Junkies & Scientologen" ist ein Positionslicht, das möglich macht, auch den eigenen Standort wieder näher zu bestimmen.

Gerade auch außerhalb von HipHop sollte eine Platte mit einer Ansage öffnen. Also so Richtung: "Wer bin ich!", "Wo war ich!" oder "Ey, wie sehr knallen meine neuen Songs alle Platzhalter-Künstler, die sich von hinten an den Thron geschlichen haben, weg!"Alles mit Ausrufe- statt Fragezeichen, versteht sich. Der Opener von Thees Uhlmanns dritter Solo-Platte ist eine solche Zustandsbeschreibung. Er sagt, was Sache ist. Und zwar: "Fünf Jahre nicht gesungen".

Krass, letztens doch noch diese unverkennbare Stimme des zärtlichen Hemmoorers im Ohr gehabt. Abend für Abend wie ein Kind über Kopfhörer. Doch stimmt, da hat Thees Uhlmann ja die Biographie von Bruce Springsteen vorgelesen, "Born to run". Gefühlt mehrere Tage netto auf unzähligen MP3- Discs (von Mutter zu Weihnachten bekommen). Und tatsächlich war auch der letzte Bühnenauftritt gar nicht wegen Musik. Er las vor aus seinem Debüt-Roman "Sophia, der Tod und ich" - zum Beispiel in einer feierlichen Kulturkirche in meiner Stadt. Ausverkauft.

Trotzdem hätte es alles wieder schneller losgehen sollen mit der Musik. Man sollte ja mal wieder eine Platte machen - nach paar Jahren. In dem Outfit der ersten beiden Solo-Alben war sie sogar schon zum großen Teil fertig. Doch wirklich emotionale Musik reagiert halt nicht auf sollte mal. Kurzerhand brach Uhlmann das Projekt ab. Dann lieber erstmal nichts, dann lieber weiter wie wahnsinnig über alles nachdenken, dann lieber doch noch mal raus und gucken, wo man noch eine Schachtel Kippen herkriegt - mitten in der Nacht.

Ganz schön dunkel ohnehin zu dieser Zeit, 2016, oder so war das. Uhlmann hat als Faust-in-die-Luft- Fanboy nicht nur musikalisch immer über den Kanal und das Meer geschaut: Angetrunkener Britpop fühlt sich genauso nach Heimat an wie geiler Ami-Punk. Doch die alten Sehnsuchtsorte verzetteln sich in ungeahnter Tristesse. England beschließt den Brexit, die Stimmenmehrheit in den USA erlangt Donald Trump.

Eine Auf- und Umbruchphase, davon erzählt nun "Junkies & Scientologen". Trotzdem ist es keine explizit politische Platte geworden. Simon Frontzek und Rudi Maier, die Uhlmann für diesen Neuanfang als Produzenten wie Musiker dabei haben wollte, haben ihn gepusht, ausschließlich Stücke zu schreiben, die ihm persönlich unglaublich nah sind. Das hört man sofort. Diese berührende Distanzlosigkeit ist ja auch genau das, was man als Hörer bei Thees Uhlmann sucht. Jemand, der wirklich zu einem spricht.

Man findet auf "Junkies & Scientologen" keinen Rock'n'Roll, der sich passgenau ins Instagram- Gegenlicht stellt, man begegnet eher der Frage, was ist eigentlich noch übrig von unserer Indie- Kuschelszene. Die Antwort: Tja, friends, da ist jetzt ein Airbnb draus geworden - aber gute Nachricht, es liegt der schicke Lo-Fi-Filter drüber. Ey, Herzlike!

Thees Uhlmann reißt das alles ein. "Junkies & Scientologen", der Titel liefert bereits die Antithese zu einst spröder Solo-Schlichtheit (erstes Album selbstbetitelt, zweites hieß pragmatisch "#2"). Hier kommt frei nach John Irving "Thees und wie er die Welt sah". Der titelgebende Song führt durch Reihen von Menschen, mit denen man sich die Stadt - und damit auch ein großes Stück Leben teilt. Thees Uhlmann schreitet aber hier nicht nur sein eigenes Viertel ab. Denn Planet Kreuzberg, Metropole oder Provinzkaff - so viel Unterschied macht es gar nicht. Hinter den Fenstern, auf den Straßen sehen wir ihn plötzlichwirklich, den rastlosen Flashmob irgendwie rührender Typen, Junkies, Scientologen, müde Krankenschwestern, Schornsteinfeger im Pech, die letzten Punks. Diese Platte überwindet den filterbubbligen Tunnelblick, endlich mal wieder 16:9 - statt Insta-Story-Hochkant.

Und die Liebe zu den Tönen erreicht dabei auch Rap. In 1A-Rollenprosa (Germanistik, oi!) lässt Thees Uhlmann einen Mietfahrer erzählen, der schöne Statistinnen an die Kulissen von Rap-Videos chauffiert. "Ich bin der Fahrer der die Frauen nach Hip Hop Videodrehs nach Hause fährt". Mit (nur vordergründig) sanftem Blick auf das Geschehen zerteilt er ein materialistisches, misogynes Genre von innen heraus. Während der Rapper am Set auf den Beat abteufelt, dass all seine Feinde bezahlen werden und "das wird teuer". Was Uhlmanns Figur quittiert mit "klingt für mich nach Paranoia".

Einige der Songs besitzen ganz reale Adressaten in der realen Welt, "Danke für die Angst" erzählt von Stephen King und vom Kleinstadthorror, dem trivialen wie dem kreatürlichen. Auch für Katy Perry hat diese Platte etwas übrig, wenn sie singt "Katy Perry, spüre Deinen Schmerz und komm' zum GHVC!" Was eine Line das alleine ist - und wie geil G.H.V.C. klingt, wenn man es in Buchstaben spricht. Grand Hotel Van Cleef ist damit übrigens gemeint. Das Label, das Thees Uhlmann mit Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff von Kettcar vor bald zwei Jahrzehnten den Jugendlichen an die Kirchentür nagelten.Doch dieses Album kann immer noch tiefer gehen. In "Avicii" wird der verstorbene schwedische Techno- Producer angesprochen und ihm ein A-moll für ein F-Dur gereicht, alles Gute kommt von oben. Ein Upbeat-Stück zu dem man heulen muss, wo gibt's denn sowas?

Die Musik kann man in diesem pointierten Emo-Spektakel ohnehin nicht genug highlighten: Zügig, dringlich, manchmal aber auch ganz zart getragen nur von einem Klavier, einer Melodie. Beim Opener kann man sogar kurz an Foreigner denken, an "Cold As Ice". Das soll aber keine falschen Fährten legen, das hier ist kein Classic Hard Rock, keine Postkarte ins Gestern - im Gegenteil. Dieses Album zeichnet einen Raum im Jetzt nach.

Thees Uhlmann macht mit Kreide ein Kreuz auf den Boden. Damit wir uns alle wiederfinden. Dazu singt er "Du hattest einen Plan vom Leben / ich hatte Fury in the Slaughterhouse".
19:0020:00
04. Dez
( Konzert )
Phil Campbell & The Bastard Sons
  • Phil Campbell & The Bastard Sons
 
19:3020:30
04. Dez
( Konzert )
LiveLokal: Cedric
  • Cedric
    Isolate
  • Post Rock
  • Eintritt frei
CEDRIC spielen intensive Songs im Spannungsfeld von Postrock, Alternative und Postpunk. Seit 2013 gibt das Dresdner Trio gewaltige Wall-of-Sound-ähnliche Ergüsse zum Besten, die mal schwer, mal zerbrechlich und stets getrieben und aufwühlend sind. Im April 2016 debütierten CEDRIC mit der „ESCAPADE EP“, tourten durch Deutschland und England und spielten unter anderem vor mehreren Tausend Zuschauern auf dem Taubertal Festival. Am 18.März 2018 erschien das lang erwartete Debütalbum LEVITY auf UNDRESSED Records. Als einer der spannendsten und vielversprechendsten deutschen Newcomer aus dem Post-Genre präsentieren CEDRIC auf der Headliner-Tour quer durch Deutschland und den Nachbarländern auch in diesem Jahr wieder ihre imposanten Klangwände. Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
20:0020:30
04. Dez
( Film )
Kontinuitäten der Ausgrenzung
  • Film, Publikumsgespräch
"... dass das heute noch immer so ist - Kontinuitäten der Ausgrenzung" - Film & Publikumsgespräch mit dem Filmemacher Justin Time

Wow, dass waren ja bisher richtig coole Vorträge, Diskussionen und Infos. Wir laden ein zur letzten Veranstaltung in der Veranstaltungsreihe : verfolgt verstoßen vernichtet

Bei "Kontinuitäten der Ausgrenzung" handelt es sich um einen Dokumentarfilm, der am Beispiel von Maria Potrzeba exemplarisch die Geschichte der Verfolgung und Stigmatisierung von sogenannten Asozialen im Nationalsozialismus zeigt. In wie weit Maria immernoch darunter leidet, wie das damals alles funktioniert hat und ob und wie das heute so ist, erfahren wir im Film. Anschließend wird der Filmemacher Justin Time Rede und Antwort stehen, um auf eure Fragen einzugehen. 

Es wird mit Sicherheit wieder super interessant. 
Kommt also vorbei.

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verfolgt verstoßen vernichtet

Verbrechen im Namen der Medizin im 20. Jahrhundert
Seit der Antike wurden, insbesondere von Vordenker*innen der Medizin, Utopien entwickelt, welche die Verbesserung sowohl der körperlichen als auch der geistigen Verfassung künftiger Generationen und Gesellschaften versprachen. Entgegen den allgemeinen Verlautbarungen dieser Ideen, sie hätten dabei stets das Wohl der Gemeinschaft insgesamt im Sinne, verfolgten sie meist ein anderes Ziel: Vielmehr ging es um Elitenbildung und den Ausschluss derjenigen, die man für degeneriert und damit für nicht teilnahmewürdig an der jeweils entwickelten Utopie hielt. Mit der Festigung biologistischer Ideologien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielten derlei Ideen eine vermeintlich naturwissenschaftlich gesicherte Grundlage – allen voran mit der Eugenik, wonach Menschen in fortpflanzungswürdig und -unwürdig bzw. in radikalerer Form in lebenswert und lebensunwert eingeteilt wurden.
Im nationalsozialistischen Deutschland und in den von NS-Deutschland besetzten Gebieten führte eine solche Ideologie zur systematischen Ermordung von rund 300 000 Menschen mit Behinderung und psychisch kranken Menschen. Nach aktuellem Kenntnisstand wurden außerdem mindestens 400 000 Menschen zwangssterilisiert. Doch auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die Ideologie der Eugenik in verschiedenen Staaten weiterhin ein Teil biopolitischer Maßnahmen. In der Tschechischen Republik wurden noch im Jahr 2007 Fälle von Zwangssterilisationen an Romnja bekannt. Auch die deutsche Geschichte ist bis heute von weiterer Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung tatsächlich oder vermeintlich psychisch kranker Menschen und von Menschen mit Behinderung geprägt.
Durch das Erstarken völkischer Gruppierungen und Parteien wie der AfD ist ganz aktuell eine zunehmende Gesellschaftsfähigkeit von solchen menschenfeindlichen Ideologien und damit einhergehend eine Renaissance biologistischer Weltanschauungsmuster zu beobachten.
Wir, das Gesundheitskollektiv Dresden und die Gruppe gegen Antiromaismus, möchten deswegen über verschiedene Verbrechenskomplexe, die im Namen der Medizin im 20. Jahrhundert begangen wurden, aufklären und die ursächlichen Mechanismen dieser Taten betrachten.
20:0020:30
04. Dez
( Literatur )
Sonnensaufgang
  • Yves Engelschmidt
    Patrick Schlegel
  • Spende
Krawall und Liebe – und ein bisschen Pornographie
Die endboss Crew geht erneut auf große Lesetour.

Gelesen wird aus:

SONNENSAUFGANG & ERECTION PERFECTION
Lesung mit Yves Engelschmidt und Patrick Schlegel

Wo kein Auge trocken bleibt, und es nur selten ganz nüchtern zugeht –Krawall, Liebe und ein bisschen Pornographie ist auch mit im Spiel. Zwei Bar-Titanen treten an! Als „Mellow & Ziemlich Präzise“ bilden sie die endboss Crew. Der Autor, Yves Engelschmidt und Schauspieler Patrick Schlegel bereisen mit ihrem Programm „AM TRESEN GELESEN“ die Republik. Es gibt Kurzgeschichten aus dem neuen Buch „SONNENSAUFGANG“ von Yves Engelschmidt, erschienen im enboss-Verlag. Ihre Performance-Lesungen, mittlerweile berühmt und berüchtigt – ohne Kontenance, dafür stets mit umso mehr Herz und Körpereinsatz.
Leidenschaft die mitreißt … oder, zumindest doch spaltet.

„Sonnensaufgang ist ein genauso unverschämter wie hoffnungslos romantischer Text. Yves Engelschmidt erweist sich damit als großer Meister einer neuen literarischen Gattung, die ihren Ursprung irgendwo zwischen Dada, X-Hamster und einem tiefschwarzen Jörg Fauser zu haben scheint: der Flash / Flesh Fetish Fantasy."
– Jakob Nolte
20:0021:00
04. Dez
( Konzert )
Mickey Rickshaw
  • Mickey Rickshaw
    Los Fletscheros
  • Punk, Ska
  • 8,-
 
Kalender
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