19:0020:00
15. Feb
[ Konzert ]
Bandstand 2020
  • Annemaríe Reynis & Band
    Dörte + Weltwärts
    Komfortrauschen + Jacob Korn
    LUT
    Memona
    Scary Foreigners
    Sinistra
    Stina Mari
    Tam Tam Combony
    trans alp
  • Singer / Songwriter, Folk, Electro
  • VVK 15,-, AK 17,-
Veranstaltungs Bild
Vielversprechende Newcomer*innen und gestandene Vertreter*innen der lokalen Bandszene präsentieren jährlich beim größten Indoor-Festival Dresdens ihre neuesten Sets und Bandprojekte. 
Zwischen den Bühnenacts kann sich das Publikum an vermuteten und unvermuteten Orten über einige künstlerische Überraschungen freuen. Neben dem perfekten Sound schafft die HELLERAU-Technikcrew mit dem besonderen Händchen für außergewöhnliche Raumgestaltungen auch visuell echte Wow-Erlebnisse, die man nicht verpassen sollte.
19:3020:00
15. Feb
[ Literatur ]
Die Knittrigen
  • Krupski
  • Lesung
Veranstaltungs Bild
Sie müssen liefern, teilen aus und sie stecken ein: Die verschuldeten, psychotischen, vernachlässigten, abgebrühten und zukünftigen Lohnabhängigen. Vorbei an bröckelnden Fassaden, glatten Oberfl ächen leerer Regale und stillen Korridoren, wo die Wirklichkeit unmittelbar zuschlägt und Träume verwelken. Krupski skizziert die Verrohrung in den Milieus und klagt einen ansteigenden Leistungsdruck an, dem sich schwer zu entziehen ist. Die Portraits handeln vom Hadern und dem widerspenstigen Sein in vorbestimmten Rahmen entsprechen zu müssen.

„Ein Buch wie ein Film Noir über das Ende des Kapitalismus, in dem die Rastlosen ausrasten, Menschen in Funktionskleidern nicht mehr funktionieren und Sprachlose Erpresserbriefe schreiben.“

Autoreninfo
1984 in Riesa geboren. Lohnabhängiger, Schreihals und Texter der Postpunk Band schubsen. Krupski schreibt unter seinem Pseudonym Kurzgeschichten, Erzählungen, Gedichte und Liedtexte. 2015 veröffentlichte er gemeinsam mit Bird Berlin die Gedichtsammlung „Bitterhonig & Der Klang des Taumelns“. 2017 folgte mit „Nach dem Autoscooter links - Erzählungen“ ein weiteres Buch in Eigenregie.
19:3020:00
15. Feb
[ Literatur ]
Patrick Salmen
  • Patrick Salmen
  • Lesung
  • VVK 20,50
Veranstaltungs Bild
Der Name Patrick Salmen steht seit Jahren für bedingungslose Lebensbejahung und das innere Cocktailschirmchen in uns allen. Der feine Herr Autor präsentiert satirische Kurzgeschichten aus seinem neuen Werk Ekstase. Er hat das Buch bereits selbst gelesen, denn es ist sehr gut. Es handelt von Zweifeln und der Schönheit des Widerspruchs, von Franzbrötchen und Feminismus, von Popmusik und der Ironisierung der Welt, von Volker und Kerstin und am Ende sind wahrscheinlich wieder alle tot. In den bedeutungsschwangeren Kunstpausen wird Herr Salmen sehnsuchtsvoll in die Ferne schweifen, ein Glas Weißwein schwenken und den Künstlerschal für sich sprechen lassen. Disco, Baby! Vielleicht werden Sie dann und wann aufschauen und laut verkünden: „Haha, ein schelmischer Jokus, den ich durchaus als galant und cremig beschreiben würde. Chapeau!“ Vielleicht aber auch nicht. Dann können Sie das Buch gerne als Untersetzer, Hut oder sehr sperriges Ausmalbuch benutzen. Falsche Eitelkeit liegt ihm fern und im Grunde sind Bücher auch nur sehr elastische Bretter. Nach der Lesung: Resignierstunde. Oder Rave.
20:0020:30
15. Feb
[ Konzert ]
KULTURRABAZzZ
  • Jim Blacks Red Data
    Zur Schönen Aussicht
    Dorian Concept
    Fridays for Future Dresden
    Anne Regler
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Das Festival in dieser Form wäre nicht möglich ohne die generöse und leidenschaftliche Unterstützung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Freunden des Kukulida e.V. und von Zur Schönen Aussicht – Liebster Dank

Wir vertrauen dem Publikum, einen angemessenen Geldbeitrag einzuplanen und sind guten Mutes, dass jede/r Einzelne dieses Vertrauen angemessen ​zu würdigen versteht.

Komponist und Gitarrist Joachim Wespel und seine zwei Mitmusiker Paul Berberich (Saxophon) und Florian Lauer (Schlagzeug) sind dabei, neue Formen des Jazz – einschließlich Publikum, Auftrittsorten und Kooperationen in andere Künste - zu erforschen, auszuprobieren und eine Musik über den Zeitgeist hinaus in einer post-zeitgenössischen Kunst und Kultur zu erdenken.

Jim Blacks Red Data  (weirdo electronig beats)
Dorian Concept (beats are happening)
Anne Regler
20:0021:00
15. Feb
[ Konzert ]
Gorgonoisid
  • Gorgonoisid
    Indoctrinate
    Out of Phase
  • Hardcore
Veranstaltungs Bild
Gorgonoisid
Zäh wie Lava kriecht das Ungetüm aus den Boxen, unaufhaltsam wie Treibsand saugt es dich ein, doch halt, von was reden wir eigentlich? Das Frankfurter Sludge/Noise Rock-Ungetüm hat einen neuen Tonträger im Gepäck und macht mal wieder halt in Dresden. Euch erwarten schlammige Riffs, ein zornig kehlig bellender Bass und treibend-verschrobene Rhythmen, die dank ordentlich Feuer an den Drums kaum jemanden kalt lassen dürften. Dazu kommt Gesang irgendwo zwischen Mantra und Säure gurgeln. Schöner hat noch niemand Rock zerstört.

Indoctrinate
Schwedensägen-Gitarren, Blastbeats, Doom, Grooves, D-Beat, verkopfter 90er-HC - Indoctrinate kämpfen sich gerne mit der Spitzhacke durch verschiedene Beete und scheuen sich auch nicht davor, den ein oder anderen Haken zu schlagen. Dabei schaffen sie's, dass sich dabei so etwas wie ein roter Strick durch die ganze Chose zieht und das Ganze nicht zusammengestückelt wirkt, sondern eure graue Masse präzise durchgeackert wird.

Out of Phase
Die drei von der Bockwurstbude von nebenan sind auch mal wieder dabei, es gibt crustigen Grind oder grindigen Crust mit hohem Sludge-Anteil. Wurde in letzter Zeit auch schon als "Metal" auf Konzertflyern angekündigt. Mal sehen.
20:0021:30
15. Feb
[ Konzert ]
100Blumen
  • 100Blumen
    Kaput Krauts
    Dr. Ulrich Undeutsch
  • Punk
  • 12,-
Veranstaltungs Bild
100Blumen. Mit der Kraft einer Feststoffrakete ballert sich das Elektro-Punk Trio 100blumen seit 2012 in die Gehirnwindungen und vor allem in die Herzen der Punk-crowd. 100blumen sind wohl die punkigste der deutschen Elektro-Punk Bands, obwohl das Etikett „Elektro-Punk“ nur die halbe Wahrheit ist. 100Blumen verschmelzen Elemente aus Post – und Crustpunk mit Elektro und Drum’N’Bass und geben da noch eine Prise Industrial und Noise Rock rein. Dieser musikalische Meltingpot ist kaum mit anderen Bands zu vergleichen und macht sie deshalb schon einzigartig. Als würden sich Crass und The Prodigy zum Speed ziehen verabreden, um dabei Neurosis zu covern. Was dabei herauskommt ist eine derbe und äußerst druckvolle Punk-Karnivore, die unbarmherzig akustische und elektronische Sound-Attacken austeilt und bei ihren schweißtreibenden Shows ein immer größer werdendes, szeneübergreifendes Publikum, überzeugt. Prädikat: dreckig, gemein und massiv!
21:0022:00
15. Feb
[ Party ]
i bet you look good on the dancefloor
  • Drens
    !mauf
  • Rock, Indie
  • 4,-
Veranstaltungs Bild
Du tanzt zu den wunderschönsten Hymnen der jüngeren Musikgeschichte. Dir noch bisher unbekannte Lieblingssongs wirst du auch entdecken. All das auf der Tanzfläche der Groove Station – wir alle wissen, wie gut wir dabei aussehen werden!

Die Leidenschaft zur Musik ist dj !mauf in jeder Sekunde zu spüren. Er schmeißt Partys so wie es sich gehört, auch wieder Freitag Nacht – sei dabei!
22:00
15. Feb
[ Party ]
Wie tief kannst du sinken?
  • Alexander Scharf
    Loto (PamB Sound)
    Elys Clark
    Beat Ate b2b Nelke
    Hironymus von Krach
    Purzel
    Skynny Norris
  • Techno, Dub, Trance
  • ab 4,-
Veranstaltungs Bild
An alle Brackwasserschnorchler und Tauchenichtse, Heike hat das Seepferdchen ausgepackt und macht jetzt einen auf richtig dicke Badehose. Sie feiert ihr Comeback und die letzte Party... diese Woche. Also ran an den Speck, es wartet härteste Fußarbeit. Hardteck (nicht) bis die Hechtsuppe zieht.
Grüße Heike
23:00
15. Feb
[ Party ]
Rawmantique
  • The Lady Machine (Pornceptual / BLN)
    Luigi Di Venere (Cocktail d'Amore Berlin / BLN)
    Kirill Shapovalov (Popoff Kitchen / RU)
    Andre Fau (TrashEra / BLN)
    David Jach (Get Physical, Moon Harbour, Upon.You / DD)
    Albrecht Wassersleben (Uncanny Valley, objekt klein a / DD)
    Rakans (Rawmantique / DD)
    Anachronism (Rawmantique / DD)
    Navigate (Rawmantique / DD)
    Franssen (Konnektivmusik / DD)
    Malena Wege (Konnektivmusik / DD)
    Ræv (made of CONCRETE / DD)
    Xynia (Syn.thie.Verrückt Motion / TBA Club)
  • Techno
  • bis 0 Uhr 10, danach 12,-
Veranstaltungs Bild
They were planted in our bodies. The RAWses of love and the Meat of desires. We spoke of it ever since we opened our eyes, and our senses glowed in the dark, lusting , sweating, feeling the heat, the temptations and the desires. praying on our knees, not to the gods, in the dark rooms of the ever lasting, it is a physical whisper, a whisper with no words. It is a feeling, a feeling called Rawmantique. It’s Red, it’s Dark and it’s blue- a moment of happiness, a moment of pleasure. The music is the only soldier that could move you from the battle field. It’s the Fleischerei. The dark force of the light army. The light hope of the techno darkness. You’re sweating, you’re moving hard, you’re feeling sexy. And so it all kicks in. You’re thirsty for more. You could have more. Or you could drown in the smoke of the everlasting beats. You take off your shirt. Boundless, mixing with the universe. The human nature, the human behaviour, it’s a mystery of no gender. Not a judgment study. The drums are your way home. “Tech. Tech. Tech. Techno” that’s the queer sound it makes as you move your hips, relax the shoulders. It’s your moment. It was always your moment. In this journey. You are the roses, you, my beloved ones, your friends, the Habibis, the future, past, the right now. You are, you will always be my favourite hopeless Rawmantique. 
23:00
15. Feb
[ Party ]
Missin x Exept
  • Exept & Missin
    CoVo (Stonecreek)
    Krambledore (Stonecreek, Sub Sequence)
    Blightz (Stonecreek, Pulsation Recordings)
    Pi Jay (Stonecreek)
    Gwinn (Küchenrave)
    Teabreak (Küchenrave)
    CTRL (Küchenrave)
  • Drum & Bass
Veranstaltungs Bild
Missin (SRB)
MISSIN is a name that may well be missing from your vocabulary at the moment, but this is a fact that's indelibly and undeniably set to change over the course of the next 12 months, as one of the most promising producers of a new generation sets out to make his mark on the electronic music scene. Having set a foundation with exploratory releases on the rapidly growing VALE and Terra Firma, his upcoming output is set to level up in a significant way with releases on ground-breaking labels including METHLAB and the fresh DIVIDID imprint, run by fast-moving pioneers ABIS & SIGNAL. With interest peaking from other weighty labels as his name is increasingly whispered in the strobe-lit corners of raves across Europe, and as his intense and considered upcoming audio slugs are passed between performers, 2019 is set to be a break out year for this prolific and gifted young producer.

Exept (ITA)
EXEPT are one of the most exciting fresh names in the realm of deep but hard-hitting drum and bass. Erupting seemingly out of nowhere with releases on Noisia's INVISIBLE imprint and with a starkly astounding EP as part of METHLAB's BNKR series, Exept quickly established themselves as a poignant new entity with a refined and considered ethic. With a background in scratch turntablism and hip hop production, the Italian duo combined forces in 2018, resulting in an impressive fusion of their extensive production skills and sharp sonic aesthetics.

With their NEMESI EP imminently set to drop on MethLab, featuring collaborations with MISSIN, SINIC, VISAGES and SULEX, their notoriety is set to be more firmly established.
Live shows are with either one or both members of Exept. With both members, you can expect an intense and very live show with sharply placed scratching performances, a unique rarity in the deep drum and bass landscape.
23:00
15. Feb
[ Party ]
Conte, Coralle & CO - Bademanteltechno
  • Atimo (Chapel of Pride)
    ToBi.Announced
    Conte (Motion, FeierEPfau / Dresden)
  • Techno
  • 5,-
Veranstaltungs Bild
„Wie genial wäre es, wenn ich einfach in Bademantel und Hausschlappen zur Tür hinaus und in die schillernde Nacht hinein schlendern könnte - ganz so als wäre es das Bequemste was ich finden kann."
 
Wie genial, denn wir haben die

++ Die BademantelSession ++

Bademantel, Schlappen und lässig-laszive Blicke. 
Bequemlichkeit in vollen Zügen, ein Wohlfühlabend zum beats genießen.
Was du dabei trägst - Bademantel, Jogginghose, absolut nichts, einen Harness, nen‘ Tanga, dein Sportshirt, das kleine Schwarze, dein Fetischoutfit oder den piekfeinen Smoking - ist dabei ganz dir überlassen. Zuhaus' schreibt dir ja auch keiner vor was du unter deinem Bademantel trägst.

Schnapp dir das bequemste was du finden kannst, pack die Badehose ein, Mantel drüber und Johnnie in die Tasche .."
19:0020:00
16. Feb
[ Konzert ]
Mädness
  • Mädness
    Döll
  • Hip Hop, Rap
  • VVK 25,70
Veranstaltungs Bild
Mädness möchte raus. Raus aus der Konsumverliebtheit, raus aus der ewigen digitalen Selbstoptimierung und raus aus der vermeintlichen Komfortzone einer zerfaserten, toxischen Szene, die am Ende doch meist Zeitgeist und Ego über alles stellt. Aber um diese Szene soll es hier gar nicht gehen. Wenn Mädness draußen ist, wo die Luft frisch ist und der Blick weit, definiert er sich längst nicht mehr über irgendein Dagegensein. Es ist nur so: Das Rapgame, wie es sich gegenwärtig darstellt, braucht er nicht mehr. Dass er das Handwerk beherrscht wie nur wenige Andere hierzulande, ist in Fachkreisen Konsens. Doch ist Rap, das Vehikel, für Mädness heute längst nicht mehr so interessant wie der Weg, den es damit zurückzulegen gilt. „OG“, sein jüngstes Soloalbum, ist der erste Meilenstein auf diesem Weg.

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben dann, wenn man gar nicht daran denkt, Geschichte zu schreiben. So eine Geschichte ist auch „OG“. Als Mädness 2014 mit der EP „Maggo“ seinen bis dato größten Erfolg feierte, hätte das auch ein würdiger Schlussstrich unter der Mitte der Nullerjahre begonnenen Rapkarriere eines ewig Hochbegabten sein können. Dass er 2017 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Döll das Projekt „Ich und mein Bruder“ in obere Chartregionen schickte, war dann aber eben keine Übergabe des Staffelstabs, sondern die Neuentdeckung des eigenen Mediums. Im engen Umfeld von Künstlern wie Audio88 & Yassin und K.I.Z festigte sich nicht nur für Mädness über Jahre hinweg die Überzeugung: Rap kann und will wieder eine Haltung haben. Genau diese Haltung hat er nun, mit Ende 30, für sich selbst auf den Punkt gebracht, in Eigenregie, ohne Abhängigkeiten und mit dem unbedingten Willen zur Bewegung.

Der selbstbestimmte Neuanfang hört auf den Namen „OG“ und der Begriff will erst einmal atmen: Klar wird hier Bezug auf den „Original Gangster“ der amerikanischen Straßenkultur genommen, diese eher gelassene denn bedrohliche Figur, die sich ihren Respekt längst verdient hat. Aber Mädness denkt die Umdeutung auch ganz wörtlich mit, wird zum „Original Gude“, nonchalant auf den Universalgruß seiner hessischen Heimat Bezug nehmend. Die Souveränität steht immer noch im Zentrum, nur zu befürchten gibt es nichts.

Haltung manifestiert sich hier zuerst im absolut bewussten Umgang mit dem Ich und dem eigenen Wertesystem. Das Drumherum, die Gesellschaft, wird erst viel später Teil des Narrativs und muss nicht mehr als Gegenspieler herhalten. Mit neu gewonnener Klarheit sagt Mädness sich von alten Gewohnheiten los, hinterfragt Konventionen und arbeitet für sich einen neuen Lebensentwurf aus: Freiheit entsteht aus Verzicht und Loslassen. Zuhausesein passiert im Kopf und hat nichts mehr mit Orten zu tun. Und wenn positives Denken und Handeln sich manchmal fast wie Naivität anfühlt: Ist das denn so schlimm? An dieser Stelle kann Rap noch viel von Mädness lernen, denn wie antizyklisch es anmutet, heute ein derart positives Album zu veröffentlichen, verrät viel über das Genre und dessen Tunnelblick. Auch davon galt es sich zu lösen. Plötzlich allein auf weiter Flur zu stehen kann der größte Befreiungsschlag von allen sein. Durchatmen.

„OG“ zeichnet in zehn Songs die letzten zwei, drei Jahre in Mädness’ Leben schlüssig nach und legt bereitwillig die Karten auf den Tisch. Auf der ersten Albumhälfte dominiert die Auseinandersetzung mit alten und neuen Beziehungen, persönlich wie räumlich: „Team Allein“ und „Endlich neue Freunde“ sind darin völlig klar und frei von Bitterkeit, während „Kein Ort“, das Mädness sich mit seinem langjährigen Weggefährten Marteria teilt, minutiös die verschwommene, oft bedrückende Stimmung in Kaff und Kleinstadt nachzeichnet, die ihre Biografien prägte. Die zweite Hälfte macht ein aufgeräumtes Hier und Jetzt hör- und greifbar mit dem verspielten Titelsong, mit „Arbeit/Urlaub“ oder „Was soll ich dir schon erzählen“. Funk- und Boogie-verliebte Beats u.a. von Suff Daddy und Nico K.I.Z untermauern grinsend, wie wenig das hier am Ende noch mit strengem Rap-Tagesgeschäft zu tun haben muss.

All das klingt versöhnlich, erfahren, erleichtert – und wie jemand, der ganz bei sich selbst ist. Wer Mädness genau zuhört, weiß, dass das nicht immer so war. Er wollte nicht umsonst raus. Denn von dort aus sieht man vieles besser.
19:0020:00
16. Feb
[ Literatur ]
Patrick Wilden & Bernd Lüttgerding
  • Patrick Wilden (Dresden)
    Bernd Lüttgerding (Brüssel)
    Thomas Schönfeld (Dresden)
  • Lesung
  • Spende
Veranstaltungs Bild
Der Gedichtband "Der rote Fuchs" von Bernd Lüttgerding setzt dem Fuchs, der Fuchsheit, dem Füchsischen ein poetisches Denkmal. – Fuchs wird Feuer und beide lassen auch an den Enthusiasmus des lyrischen Ich denken, das seine Umwelt betrachtet. Die fast durchweg gereimten, zwölfzeiligen Gedichte und die farbigen Illustrationen, die dem Text beigegeben sind, spiegeln den Fuchs als Helden, Trickster, Erlöser und Opfer in der Nachbarschaft des Menschen. Mensch und Tier, Stadt und Land werden dabei in eine ambivalente Beziehung gesetzt. Wie fruchtbar und tödlich die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Natur aussieht, davon erzählt "Der rote Fuchs". Im Dunkeln leuchtende Wörter, die Verheißungen alter Bücher und Landkarten, die letzten Geheimnisse einer von Google Maps kartierten Welt – all das findet bei Patrick Wilden ganz selbstverständlich zusammen. In seinen Gedichten geht es ums Unterwegssein: Landschaften am Meer und Städte am Fluss sind seine Umgebung, in Bussen, Straßenbahnen und Zügen durchmisst er sie. Er sucht nach „Schreibers Ort“ und versucht eine Antwort auf die Frage: „Warum ich keine politischen Gedichte schreibe“. 
20:00
17. Feb
[ Performance ]
Feature Rin: Kelvin Kilonzo
  • Kelvin Kilonzo
  • Tanz/Musik
  • 11,-
Veranstaltungs Bild
Regelmäßig besucht der zeitgenössische Tänzer und Schauspieler Kelvin Kilonzo mit seiner Crew Battles in ganz Europa. Dieses Mal besucht er uns im Feature Ring. Seit seinem Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln arbeitet er in der freien Szene und kooperiert mit der Akademie der Künste der Welt, dem tanzhaus nrw u.v.m. Er arbeitet außerdem zusammen mit Pablo Giw, der im Mai bei uns zu Gast sein wird. Sein Tanzstil zeichnet sich durch Urbanität aus. Für seinen Auf- tritt in dem mehrfach honorierten Film „The Third King” von Christoph Strunck erhielt er 2018 bei dem „Revolution ME Film Festival New York“ die Auszeichnung „Bester Schauspieler“.
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