10:00
17. Okt
[ Sonstiges ]
Umundu: Ein Tag nachhaltige Zukunft im Palais
  • Workshops
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden laden zu einem Streifzug durch 500 Jahre Sammlungsgeschichte im Rahmen der Ausstellung "Inspiration Handwerk" im Japanischen Palais. Mit der Ausstellung fragen wir danach, welchen Wert Handgefertigtes in einer schnelllebigen und digitalen Gesellschaft hat.
Im „Zero Waste Feelgood Place“ Palais Café und Garten werden wir gemeinsam Kuchen backen und ihn bei einer guten und fairen Tasse Kaffee im Garten gemeinsam genießen - all das natürlich ohne jeglichen Müll zu hinterlassen.
Im "Arts and Crafts Sustainability Shop“ werden Kreativschaffende vor Ort sein und uns in ihr innovatives Handwerk einführen, in der "Fair Fashion Factory“ könnt ihr eure mitgebrachten Kleidungstücke upcyceln.

10 - 18 Uhr - Arts and Crafts Sustainability Shop geöffnet
11 - 13 Uhr - Zero Waste Backen im Palais Café
14 -18 Uhr - Fair Fashion Factory Mitmachwerkstatt
15 - 16 Uhr – geführter Rundgang durch die Ausstellung "Inspiration Handwerk"

Bitte für das jeweilige Angebot anmelden unter: besucherservice@skd.museum
14:00
17. Okt
[ Diskussion / Vortrag ]
Gewalt in unseren Communities
  • e*space
  • Eintritt frei, Anmeldung beachten
Veranstaltungs Bild
In unserer Gesellschaft ist Gewalt allgegenwärtig, sei sie rassistischer, sexualisierter oder anderer Natur. Auch in sich als emanzipatorisch verstehenden Communitys bleibt dies nicht aus. Doch die bestehende Gesellschaft bietet und erwartet Bestrafung und Ausschluss. Dies ändert weder an den strukturellen noch an den individuellen Ursachen etwas, noch ist es von Interesse, was sich betroffene Personen wünschen. Es schwächt bestehende Strukturen und kann sie Repressionsorganen ausliefern. Doch wie können wir stattdessen mit unweigerlich auftretenden Konflikten umgehen?

Wir wollen mit euch ein Konzept diskutieren, welches sich Community »Accountability« nennt und nicht nur die Verantwortung der individuell handelnden Personen, sondern auch die ihres Umfeldes in den Blick nimmt und dabei die Wünsche der betroffenen Personen berücksichtigt. Wir verstehen uns nicht als Expert*innen sondern wollen gemeinsam mit euch das Thema besprechen. Es ist ein Mitmach-Konzept. Keine*r muss vor großen Gruppen reden. Es gibt keinen Zwang zu sprechen.
Das Ganze ist Einsteiger*innenfreundlich – Menschen, die sich damit schon befasst haben sind aber auch gern gesehen. Wir hoffen, dass wir in einen Austausch treten können um voneinander zu lernen.

Zur Gruppe e*space - für eine emanzipatorische Praxis:
Wir setzen uns mit einer Gesellschaftskritik aus feministischer Perspektive, antisexistischer und queerer Theorie und Praxis auseinander, um durch verschiedene Formate emanzipatorische Bildung zu ermöglichen. Unsere Hintergründe und Zugänge sind dabei genauso unterschiedlich wie wir. Unser Ziel ist es, auf bestehende gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse aufmerksam zu machen und zu ihrer Veränderung bzw. Überwindung beizutragen. Wir wollen eine umfassende Herrschaftskritik üben, die z.B. auch milieu- bzw. klassenspezifische Diskriminierung und Rassismus mitdenkt.

Begrenzte Platzzahl! Anmeldung erforderlich unter
safe-polizeiklasse@riseup.net
16:3017:00
17. Okt
[ Film ]
dresdner schmalfilmtage: American Independent
  • Peter Miller
  • 6,-
Veranstaltungs Bild
Sun, Moon, and Sounds - der Filmemacher Peter Miller (*1978) zeigt vielfarbig in einer Filmauswahl, wie er physikalische Phänomene mit 16mm-Filmequipment untersucht. Dabei schauen wir mit 1000 Blicken auf den Sonnenstand, erleben die geringe Gravitationskraft des Mondes in Slow Motion oder folgen den Klangfiguren des sächsischen Physikers Ernst F. F. Chladni. Peter Miller wurde vielfach ausgezeichnet und ist als Lehrender und mit seinen Werken international unterwegs u. a. im Centre Pompidou und bei der 57. La Biennale di Venezia. Kuration: Franziska und Sophia Hoffmann

Eintrittspreise

Festivalpass: 25 € / erm. 20 €
Tageskarte: 10 € / erm. 8 €
Einzelkarte: 6 € / erm. 5 €

Kartenvorbestellung: 0351 - 8660211
schmalfilmtage@riesa-efau.de
18:00
17. Okt
[ Performance ]
Cynetart: Vortex
  • Maria Chiara de’ Nobili
    Ulf Langheinrich
  • 17,-
Veranstaltungs Bild
Elastische Gelenke. Tanzen als Exerzieren von Jaktationen. Immer langsamer. Immer nervöser. fortschreitend in sinnlosen Loops, kreisend um die immer gleichen fiebrig pochenden Erinnerungen, die gar keine sind sondern Erfindungen, irrlichternd in der sensorischer Deprivation. Es gibt keinen Grund. Da war nichts. Und da ist nichts. So kann sie funktionieren, die Metamorphose vom Biest zum Borg. Hinter dem Schwarzschild-Radius sind alle Körper, alle Bilder, alles Licht, aller Sinn und alle Hoffnung versandet, vergessen, verloren im Hades der Neuen Zeit.

Während der Veranstaltung werden über erhebliche Zeiträume Stroboskop-Lichteffekte eingesetzt. Die Veranstaltung ist daher für Personen mit Epilepsie, gravierenden Herzproblemen oder klaustrobhobischen Ängsten und für Schwangere nicht geeignet. Die Veranstaltung darf nicht unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Drogen besucht werden. 

Die Videoprojektionen zeigen Bilder, die als verstörend oder abstoßend erlebt werden könnten.

Ulf Langheinrich
Nach dem Industriedesign Studium, führte er Audioexperimente mit Pfeifenorgeln, Harmoniums und mehreren Bandmaschinen durch und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Malerei. 1984 verließ er Ostdeutschland und ging nach Westdeutschland, wo er begann, die Grundlagen seiner künstlerischen Sprache in Malerei, Fotografie und elektronischer Musik zu entwickeln. 1988 zog er nach Wien, wo er seine Tätigkeit in seinem Atelier im WUK (Werkstätten und Kulturhaus) fortsetzte.

1991 gründete er zusammen mit dem österreichischen Künstler Kurt Hentschläger in Wien das Duo GRANULAR-SYNTHESIS. In mehr als einem Jahrzehnt schufen sie monumentale Multimedia-Installationen und Performances wie AREAL (1997-2004), FELD (2000), MODELL 5 (1994-2007), NOISEGATE (1998) oder zuletzt POL (1998-2008).

Seit 2003 produziert Ulf Langheinrich eine neue Reihe groß angelegter Einzelprojekte, darunter PERM (2005), ein interaktiver abstrakter Film, der für das von Jeffrey Shaw entworfene interaktive Kinosystem EVE geschaffen wurde, HEMISPHERE (2006-2016) und LOST (2017), der für eine hemisphärische Leinwand konzipiert wurde, oder LAND, eine stereoskopische Installation im Auftrag der Liverpool Biennale 2008.

Er ist an dem Bildungsprojekt Sup de Sub beteiligt, das vom Kollektiv LFKs und seinem Direktor Jean Michel Bruyère konzipiert wurde und dessen erster Campus im September 2019 in Marseille und im Januar 2020 in Seine Saint Devis eröffnet wurde. Seit 2016 ist er auch künstlerischer Leiter des Festivals CYNETART in Dresden.

Maria Chiara de’ Nobili
1995 in Neapel, Italien, geboren. Ihren Bachelor of Arts in Contemporary Dance hat sie in Mailand abgelegt, bevor sie nach Israel ging und dort in der Kibbutz Contemporary Dance Company Tänzerin war. Von 2016 bis 2018 arbeitete sie für die Elephant in the Black Box Company unter der Künstlerischen Leitung von Jean-Philippe Dury in Madrid. Ihren Master of Choreography legte sie an der Palucca Hochschule in Dresden ab. Für die Biennale in Venedig choreografierte sie 2018 Rarefiled und 2019 WRAP. In Dresden war zuletzt im Oktober 2019 eine Arbeit von ihr zu sehen: The Answer’s in the Eye. 
17:0018:00
17. Okt
[ Konzert ]
Kleiner Pogorausch
  • CheapStuff
    The Spartanics
    Carry No Banners
  • Punk, Oi
  • Spende
Veranstaltungs Bild
Das Konzert findet unter Sicherheit- und Hygieneregeln im Biergarten der Chemiefabrik statt und die Plätze sind limitiert. Es wird feste Sitzplätze an Bierzeltgarnituren geben.Gäste müssen eine Kontaktverfolgung durch eine Liste am Einlass zustimmen und erhalten erst dann Zugang zum Gelände / Klub.

Bei Unwetter, Sturm und Starkregen bleibt der Garten geschlossen.
18:0018:30
17. Okt
[ Konzert ]
Lemur
  • Lemur
  • Pop
  • 13,-
Veranstaltungs Bild
Die Kakerlake. Sie überlebt sie alle. Die Dinosaurier. Die Mammuts. Die Chinesischen Flussdelfine. Die Menschen.

Mit seiner neuen EP "Die Herrschaft der Kakerlaken" entführt Lemur seine Hörer in die Abgründe dieser Welt - in die vielen kleinen Ritzen, Spalten und tiefen Löcher, die wir zu gern übersehen, dorthin, wo Angst und Ekel zu Hause sind. Nach seinem 2017 veröffentlichten Solo-Album "Die Rache der Tiere" sind nun die Kakerlaken an der Macht. Düstere Biester beherrschen die Erde, sie überleben radioaktive Strahlung, werden in schlechten Zeiten zu Kannibalen und können sogar völlig kopflos über eine Woche überleben. "Die Herrschaft der Kakerlaken" ist ein Abgesang auf die Welt - dystopisch, tief sarkastisch und doch mit einem Blick auf den Zauber in allen Dingen, so hässlich sie auch sein mögen. Denn schließlich hat doch alles ein Lied verdient.
19:00
17. Okt
[ Konzert ]
Micro Loop Macro Cycle
  • Aloïs Yang
  • Spende
Veranstaltungs Bild
"Micro Loop Macro Cycle" ist eine Reihe von Installations-, Performance-, Video- und Digitalveröffentlichungen, die das Umweltkreislaufsystem durch Studien verschiedener Wasserzustände untersucht. Sie lädt uns ein, unsere Interdependenz mit dem Element Wasser, der Technologie und der natürlichen/künstlichen Umwelt zu betrachten.

Der Klang ist das primäre Material dieses Projekts, er wird als Kommunikationsmedium verwendet, das umfassende klangliche Informationen über die dynamischen Zustände der Gegenwart und des Raumes offenbart, sowie als Instrument der Reflexion und Verkörperung des eigenen Selbst im Inneren.

Neben Wasser die häufigste Substanz auf der Erde, die Leben trägt und in fast allen biogeochemischen Kreislaufsystemen vorhanden ist. Aus diesem Grund ist Wasser in hohem Maße mit seinen Umgebungsbedingungen verbunden: von großräumigen Umweltveränderungen bis hin zu Veränderungen auf molekularer Ebene, von Energiewellen bis hin zu Verschiebungen chemischer Substanzen. Durch diese Begriffe und die Beobachtung von Wasser gewinnen wir Erkenntnisse über systematische Wechselwirkungen. Es liefert Messungen und Zusammenhänge, die unsere Beziehung zur Natur aufzeigen.

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Darstellung, wie ein winziges Ereignis - ein Wassertropfen oder ein Geräusch von brechendem und schmelzendem Eis - in einem bestimmten Kreislaufsystem Rückkopplungsschleifen erzeugt, die schließlich als Ganzes betrachtet werden können. Und auch, wie jeder Aspekt innerhalb des Systems mit anderen verbunden ist und in der Lage ist, das Gesamtbild für sich allein zu enthüllen.

Mit Hilfe maßgeschneiderter Software und Sounddesign beginnt eine Kettenreaktion aus dem Klang eines Tropfens, der verstärkt wird, um einen ganzen Raum zu füllen, der mit einem Mehrkanal-Tonsystem ausgestattet ist. Zwei in der Mitte des Raumes platzierte Mikrofone fangen den Klang der Lautsprecher in Bezug auf bestimmte Positionen und Bewegungen ein, die aus der Gravitationswechselwirkung mit dem hängenden Eis entstehen. Es entsteht schließlich eine akustische Rückkopplungsschleife, die dieses Fragment der Realität beschreibt.

Dieses einzigartige Klangereignis - das Ergebnis der Verbindung zwischen Lufttemperatur, Feuchtigkeit, physikalischen Materialien, architektonischen Merkmalen und der Anwesenheit von Zuschauern - wird dann in den Unterwasserlautsprecher im Inneren des Schiffes eingespeist.
Von Schallwellen bis zu Wasserwellen, von großräumigen Luftschwingungen bis zu kleinen physischen Bewegungen - greifbare Manifestationen der Zeit: suggeriert durch den Wasserstand. Und der Raum: als cymatisches Muster, das räumliche Informationen offenbart.

Aloïs Yang, 1986 in Frankreich geboren und in Taiwan aufgewachsen, ist Medienkünstler, Performer und Experimentalmusiker. Sound ist für ihn das Ausgangsmaterial für die Erforschung unserer Wahrnehmung von Raum und Zeit ‒ sowohl auf der Ebene der äußeren physischen Welt wie auch unseres inneren „metaphysischen Bewusstseins“ –, wobei sich im Klang auch manifestiert, wie wir die sich überlagernden Realitäten zwischen Körper und Geist, objektiver Erklärung und subjektiver Projektion, analog und digital, der Gewissheit und dem Unbekannten in einen Kontext einbinden und interpretieren. Um die Trennung der Kunstformen und Genres zu überwinden, verfolgt Yang einen integrativen Ansatz, wie er sich auch unterschiedlicher Ausdrucksmedien bedient, von interaktiven Installationen bis hin zu spekulativem Design und audiovisuellen Live-Performances. 
18:3019:00
17. Okt
[ Film ]
dresdner schmalfilmtage: EASY RIDERS FROM HUNGARY
  • Csaba Bollók (HU)
    Jana Cernik
    Frank Eckhardt
  • 6,-
Veranstaltungs Bild
Im ersten Block zeigen wir private Familienfilme aus den 1930er bis 60er Jahren, neu bearbeitet und arrangiert von Péter Forgách sowie found footage Material und weitere originale Privatsammlungen aus den 1960er, 1970er Jahren. Im zweiten Block springen wir mit experimentellem Kurzfilm und S8 Spielfilmen in den ungarischen Underground der 70er Jahre. Shorts aus der Nachwendezeit bilden den dritten Block. Csaba Bollók führt in die drei thematischen Blöcke über den ungarischen Schmalfilm ein und steht für Fragen und Diskussion bereit.
19:30
17. Okt
[ Film ]
Umundu: Welcome to Sodom
  • 9,-
Veranstaltungs Bild
„Sodom“ – ein dystopischer Ort aus Feuer, Rauch und giftigen Dämpfen. Und unvorstellbar großen Bergen von Elektroschrott. Ein ganzer Stadtteil der ghanaischen Hauptstadt Accra, der als Deponie für die ausrangierten Smartphones und Computer aus dem „Westen“ herhält, Arbeits- und Wohnort zugleich. Hier entkernen Müllsammler Geräte auf der Suche nach wertvollem Kupfer und anderen Metallen. Hier schmelzen Feuer die begehrten Rohstoffen frei, die Geld bringen. Hier gelangen aber auch giftige Substanzen in die Luft, den Boden und das Grundwasser; die Folgen für die Bewohner*innen und die Umwelt sind gravierend.

Und doch ist Sodom ein Ort der Chancen und Hoffnung auf ein besseres Einkommen, auf ein besseres Leben. Für viele ein Ort der Chancen. Stimmen der BewohnerInnen aus dem Off erzählen ihre Geschichten und füllen die Bilder dieses unwirklichen Ortes mit Leben.
19:0020:00
17. Okt
[ Konzert ]
Clarinet Factory
  • Clarinet Factory
  • Jazz, Klassik, World
  • ausverkauft
Veranstaltungs Bild
Die unkonventionelle CLARINET FACTORY gehört zu den außergewöhnlichsten Ensembles der tschechischen Musikszene der letzten 25 Jahre und ist weltweit bekannt. Sie spielten in gemeinsamen Projekten mit dem ultrahippen Hidden Orchestra ebenso wie mit Bobby McFerrin. Die Band begeisterte das Publikum bei der WOMEX gleichermaßen wie bei Classical: NEXT 2019 oder auf Jazzfestivals. Seinen besonderen Status hat sich das Quartett aus vier exzellenten Musikern durch sein nach vielen Seiten offenes, genreübergreifendes Konzept erspielt. Moderne Klassik, Jazz, World, Minimal und Electronic Music finden hier nahtlos zueinander und ergeben ein berauschendes Ganzes. Im Juni 2020 erschien das neue Album der Band, "Pipers". Akustisches und elektronisches werden hier clever kombiniert (sogar eine Electro-Klarinette kommt zum Einsatz), Special Effects und Loops innovativ verwendet und Soundmagier MILAN CIMFE verlieh den neuen Stücken eine gewisse Rock-Energie. Der bekannte Produzent und Tonmann wird beim Konzert der Clarinet Factory nun sogar dabei sein – als Sounddesigner dieser einzigartigen Band.
20:00
17. Okt
[ Party ]
Silent Sound Disco
  • dj Mauf
  • Eintritt frei
Eine geht noch! Wir vertrauen mal auf das Wetter und beraumen für Mitte Oktober eine weitere Kopfhörerdisko vor der scheune an. Auf mehreren wählbaren Kanälen sorgen DJ !mauf und weitere für ein breites musikalisches Spektrum. Genaue Informationen folgen in Kürze. Da die Anzahl des Publikums aus Gründen von Corona-Schutzmaßnahmen strikt limitiert ist, empfiehlt sich eine Reservierung per Mail*.

Hinweis: Das Hygienekonzept limitiert die Zahl der Teilnehmenden auf 79. Diese haben theoretisch genügend Platz zueinander Abstand zu halten. Da wir aber nicht wissen wer mit wem zusammengehört, legt unser Konzept die Wahrung des Abstands in die Hände des Publikums. Die Regeln sind inzwischen allgemein bekannt: 1,5m Abstand zu anderen Leuten, maximal 10 zusammengehörige Personen. Sollten sich größere Gruppen zusammenraufen, greift ein Ampelsystem und signalisiert Handlungsbedarf, dem nachzukommen ist. Mund-Nasenschutz und Kontaktangabe zur Nachverfolgung ist empfohlen, aber nicht verpflichtend. Wir empfehlen außerdem die Nutzung des Vorverkaufs. Eine Bar an der Tanzfläche wird es aus Platzgründen nicht geben, dafür unseren Eiswagen. Toiletten stehen im Haus zur Verfügung. Wir hoffen ihr unterstützt unseren Ansatz, der versucht so viel wie möglich Normalität in unnormalen Zeiten zu realisieren.

* RESERVIERUNG
Bitte sendet bitte eine Mail mit Eurem Namen und den Namen der Menschen in Eurer Begleitung an raumlabor(at)scheune.org. Es muss also nicht jede/r einzeln reservieren. Damit seid Ihr auf der Liste am Einlass notiert und sicher dabei. Die Kosten betragen 3 Euro für die Leihgebühr der Kopfhörer. Es wäre super, wenn Ihr das Geld am Einlass passend parat habt.
20:00
17. Okt
[ Performance ]
Lecker Lemon
  • Caroline Beach
    Magdalena Weniger
  • Eintritt frei, Anmeldung beachten
Veranstaltungs Bild
Wir werden inspiriert von alten Liedern, Gedichten und Melodien und setzen diese in gemütlicher Atmosphäre in einen zeitgenössischen Rahmen. Weder Wohnzimmerkonzert, noch Salon: wir laden ein in ein Zelt. Wir riechen, hören und sehen einander. Ein Konzert in einem kleinen, intimen Raum, wo Besucher:innen nicht hintereinander auf Stuhlreihen sitzen, sondern es sich auf Teppichen und Kissen gemütlich machen und schnell für einen Reigen auf die Füße kommen. Unsere Stimmen verweben wir mit Synth und Loop zu Klangteppichen unserer verschiedensten Lebenswelten, denn wir sind alles andere als eine einheitliche Masse oder homogene kulturelle Einheit. Unser Geschmack ist süß, sauer, salzig, bitter, jung und alt. Wir sind ein Hochhaus voller Wohnzimmer, ein Obstkorb, ein Setzkasten, ein Medley. Dieser Abend ist eine Zeitreise mit Lagerfeuer. Ein performatives Konzert.

Begrenzte Platzanzahl, deshalb bald VERBINDLICH anmelden unter leckerlemon.anmeldung@gmail.com
20:00
17. Okt
[ Sonstiges ]
Cynetart: CACHE/SPIRIT
Veranstaltungs Bild
CACHE/SPIRIT is the alien love child of Animistic Beliefs and media artist Jeisson Drenth. Originally conceived in conversations in Rotterdam, this project now lives as a digital network of ideas and files that manifest in different configurations. CACHE/SPIRIT is a space where studying ‘the self’ and the ‘other’ meets avant-garde audiovisual production using a rich collection of techniques, instruments, moving images and languages from different times and territories.

This next instalment of CACHE/SPIRIT presents the development of the three artist’s live A/V show from event to living and breathing artefact. It brings together an expansive collection of diverse techniques for artistic expression that the three love to work with. Drum machines and synthesisers create new worlds of sound; (un)edited conversations and writings inform moving images; the unearthing of the artist's ancestor’s history shapes their ways of being. The project introduces both the artists and their audiences to different languages and instruments e.g Vietnamese and Colombian writings, percussion instruments native to the Maluku Islands and contemporary image production techniques like visually similar image search algorithms and 3D scanning. These both technical and emotional research trajectories come together physically in a design of video projection and multiple palm computers - a space for new audiences to visit, (un)learn, move and (dis)connect.

CACHE/SPIRIT with both its frenetic and contemplative character, combines Animistic Beliefs other-worldly sounds with Drenth’s unique visual language of techno-spirituality. It is a warm invitation into the minds of three distinct artists that passionately try to make sense of the visible and invisible world.

Informationen zu Ablauf, VVK & Hygienebestimmungen:
Ein Durchgang dauert etwa 30 Minuten
Je Durchgang sind max. 30 Personen vorgesehen
20:00
17. Okt
[ Film ]
Closing the Loop
  • Florian Sinkwitz (C2C NGO)
  • Spende
Veranstaltungs Bild
Herstellen, benutzen, wegwerfen. Diese Vita ist so gut wie allen unserer Alltagsgegenstände und Konsumgüter in die DNA geschrieben.
Dass das lediglich eine Art des Wirtschaftens ist, demonstriert eine wachsende Anzahl von Unternehmen und Technologien, die sich dem Kreislaufgedanken verschrieben haben.
Den Kreislauf zu schließen (Closing the Loop) ist das Ziel - also Produkte von Anfang an so zu designen, dass ein zweites (oder siebtes, achtes, neuntes) Leben gleich mitgedacht und geplant wird, mit wenigen bis keinen Abfällen.
Auf drei Kontinenten besucht der Filmemacher Graham Sheldon sehr inspirierende MacherInnen und zeigt, dass eine nachhaltige Zukunft nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich ist.

Wir zeigen den Film in englischer Fassung mit deutschen Untertiteln.

Im Anschluss steht die NGO C2C (Cradle to Cradle) für ein Filmgespräch in den Startlöchern.

Bitte beachten: es gibt eine begrenzte Platzzahl.

Ort: St. Pauli Salon, Gartenhaus, Hechtstr. 32, HH, 01097 Dresden
21:00
17. Okt
[ Performance ]
Cynetart: Vortex
  • Maria Chiara de’ Nobili
    Ulf Langheinrich
  • 17,-
Veranstaltungs Bild
Elastische Gelenke. Tanzen als Exerzieren von Jaktationen. Immer langsamer. Immer nervöser. fortschreitend in sinnlosen Loops, kreisend um die immer gleichen fiebrig pochenden Erinnerungen, die gar keine sind sondern Erfindungen, irrlichternd in der sensorischer Deprivation. Es gibt keinen Grund. Da war nichts. Und da ist nichts. So kann sie funktionieren, die Metamorphose vom Biest zum Borg. Hinter dem Schwarzschild-Radius sind alle Körper, alle Bilder, alles Licht, aller Sinn und alle Hoffnung versandet, vergessen, verloren im Hades der Neuen Zeit.

Während der Veranstaltung werden über erhebliche Zeiträume Stroboskop-Lichteffekte eingesetzt. Die Veranstaltung ist daher für Personen mit Epilepsie, gravierenden Herzproblemen oder klaustrobhobischen Ängsten und für Schwangere nicht geeignet. Die Veranstaltung darf nicht unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Drogen besucht werden. 

Die Videoprojektionen zeigen Bilder, die als verstörend oder abstoßend erlebt werden könnten.

Ulf Langheinrich
Nach dem Industriedesign Studium, führte er Audioexperimente mit Pfeifenorgeln, Harmoniums und mehreren Bandmaschinen durch und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Malerei. 1984 verließ er Ostdeutschland und ging nach Westdeutschland, wo er begann, die Grundlagen seiner künstlerischen Sprache in Malerei, Fotografie und elektronischer Musik zu entwickeln. 1988 zog er nach Wien, wo er seine Tätigkeit in seinem Atelier im WUK (Werkstätten und Kulturhaus) fortsetzte.

1991 gründete er zusammen mit dem österreichischen Künstler Kurt Hentschläger in Wien das Duo GRANULAR-SYNTHESIS. In mehr als einem Jahrzehnt schufen sie monumentale Multimedia-Installationen und Performances wie AREAL (1997-2004), FELD (2000), MODELL 5 (1994-2007), NOISEGATE (1998) oder zuletzt POL (1998-2008).

Seit 2003 produziert Ulf Langheinrich eine neue Reihe groß angelegter Einzelprojekte, darunter PERM (2005), ein interaktiver abstrakter Film, der für das von Jeffrey Shaw entworfene interaktive Kinosystem EVE geschaffen wurde, HEMISPHERE (2006-2016) und LOST (2017), der für eine hemisphärische Leinwand konzipiert wurde, oder LAND, eine stereoskopische Installation im Auftrag der Liverpool Biennale 2008.

Er ist an dem Bildungsprojekt Sup de Sub beteiligt, das vom Kollektiv LFKs und seinem Direktor Jean Michel Bruyère konzipiert wurde und dessen erster Campus im September 2019 in Marseille und im Januar 2020 in Seine Saint Devis eröffnet wurde. Seit 2016 ist er auch künstlerischer Leiter des Festivals CYNETART in Dresden.

Maria Chiara de’ Nobili
1995 in Neapel, Italien, geboren. Ihren Bachelor of Arts in Contemporary Dance hat sie in Mailand abgelegt, bevor sie nach Israel ging und dort in der Kibbutz Contemporary Dance Company Tänzerin war. Von 2016 bis 2018 arbeitete sie für die Elephant in the Black Box Company unter der Künstlerischen Leitung von Jean-Philippe Dury in Madrid. Ihren Master of Choreography legte sie an der Palucca Hochschule in Dresden ab. Für die Biennale in Venedig choreografierte sie 2018 Rarefiled und 2019 WRAP. In Dresden war zuletzt im Oktober 2019 eine Arbeit von ihr zu sehen: The Answer’s in the Eye. 
20:3021:00
17. Okt
[ Film ]
dresdner schmalfilmtage: INTERNATIONALER WETTBEWERB SUPER 8/16
  • Nadine Bors
    Sophia Hoffmann
  • 6,-
Veranstaltungs Bild
Beim Internationalen Wettbewerb der dresdner schmalfilmtage gewinnen Filmemacher*innen wie Publikum gleichermaßen. Die Einen nehmen, wenn sie einen der Preise abgeräumt haben, eine Urkunde und etwas Budget mit nach Hause, das Publikum in jedem Falle eine tolle Erinnerung. Die internationale Fachjury vergibt den Hauptpreis und eine lobende Erwähnung, ergänzt durch den Publikumspreis der anwesenden Schmalfilmgemeinde. Spannung gepaart mit Unterhaltung pur erwartet alle Gäste.

Hinweis: All unsere Veranstaltungen und Wettbewerbe könnt ihr auch aus eurer pandemischen Schaltzentrale mitverfolgen und sogar mit abstimmen. Weitere Informationen zum Online-Stream folgen.

Nominierungen 2020:

Apel, Isabel ; Wolfesberger, David – Richtung Concierge linksdrehend, 3 min., super8, 2018

Brundert, Dagie – Kicherlotto, 3 min., super8, 2019

Dommer, Julius – ASCONA, 15 min., 16 mm, 2019

Erler, Jonas; Röder, Marian – Infinity, 2 min., super8, 2019

Müller, Patrick – Blink of Neon Eyes, 3 min., super8, 2019

Regol, Alexandre – EL ORO DE CAJAMARCA /  GOLD OF CAJAMARCA, 16 min., 16 mm, 2019

Shimada, Chiemi – Chiyo, 12 min., 16 mm, 2019

Sommermeyer, Michael – Fifty-Fifty, 10 min., super8, 2020

Tuohy, Richard and Dianna Barrie – Valpi - Tectonics in Chile, 9 min., 16 mm., 2019
21:3022:00
17. Okt
[ Konzert ]
Lemur
  • Lemur
  • Pop
  • VVK 13,-
Veranstaltungs Bild
Die Kakerlake. Sie überlebt sie alle. Die Dinosaurier. Die Mammuts. Die Chinesischen Flussdelfine. Die Menschen.

Mit seiner neuen EP "Die Herrschaft der Kakerlaken" entführt Lemur seine Hörer in die Abgründe dieser Welt - in die vielen kleinen Ritzen, Spalten und tiefen Löcher, die wir zu gern übersehen, dorthin, wo Angst und Ekel zu Hause sind. Nach seinem 2017 veröffentlichten Solo-Album "Die Rache der Tiere" sind nun die Kakerlaken an der Macht. Düstere Biester beherrschen die Erde, sie überleben radioaktive Strahlung, werden in schlechten Zeiten zu Kannibalen und können sogar völlig kopflos über eine Woche überleben. "Die Herrschaft der Kakerlaken" ist ein Abgesang auf die Welt - dystopisch, tief sarkastisch und doch mit einem Blick auf den Zauber in allen Dingen, so hässlich sie auch sein mögen. Denn schließlich hat doch alles ein Lied verdient.
14:00
18. Okt
[ Konzert ]
Cynetart: Deep Surroundings
  • Svetlana Maraš
    Simina Oprescu & Hugo Esquinca
    Kiraṇ Kumār
  • 17,-
Veranstaltungs Bild
Hugo Esquinca - Erstaufführung

Interventionen von unbestimmtem Zeitrahmen, die in Digital-Analog-Systemen durchgeführt werden, angepasst an einen gegebenen Satz von Audioverstärkungsgeräten und die akustischen Eigenschaften des Ortes Festspielhaus Hellerau. Vorzugsweise bei hohem Schalldruckpegel ausgeführt.

(kurzes und dichtes moduliertes Rauschen / Rückkopplung (max. 10 Min.)

Hugo Esquinca, geboren 1990 in Mexiko City, konzentriert sich - als Intervention - in Klangforschung auf die Erforschung verschiedener Grade der Exposition gegenüber unregelmäßigen Verarbeitungstechniken, unbestimmten Vorkommnissen, spektraler Verschlechterung, abrupter Irritation, dem Potential unfreiwilliger Modifikationen, undurchsichtiger Funktionsweise und übermäßiger Verstärkung.
Seine Arbeit wurde in verschiedenen Kontexten präsentiert, z.B. im Stedelijk Museum (Amsterdam), im Nationalen Zentrum für Zeitgenössische Kunst NCCA (Moskau), in der Fondazione Antonio Ratti (Como) und im Schloss für Zeitgenössische Kunst Ujazdowski (Warschau), Ploschad MIRA für Moderne Kunst - Sibirien (Krasnojarsk), A4 (Bratislava), Goethe Institut (Athen), MAYHEM (Kopenhagen), Aalto Universität (Helsinki), BEARS (Osaka), Haus der Kulturen der Welt und Berghain (Berlin). 

Simina Oprescu 
»The Hidden Environment - The feeling of the cave«

Es sind stets zwei Welten, in denen wir uns bewegen, wir sind mit all den anderen Menschen verbunden, trotzdem erleben wir die Geschehnisse um uns herum auf jeweils ganz unterschiedliche, individuelle Art und Weise. Gerade in Zeiten der Isolation, in denen man auf sich selber zurückgeworfen ist, wird diese Gespaltenheit mitunter schmerzlich bewusst. In The Hidden Environment. The Feeling of the Cave schlägt Simina Oprescu eine Brücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren, diesen beiden Lebensrealitäten, die sich in permanenter Veränderung befinden. Als Werkzeuge dienen der Künstlerin unsere diversen technologischen Erweiterungen ebenso wie spezielle Vokaltechniken, die das Innerste zum Schwingen bringen.

Simina Oprescu ist eine Komponistin, Video- und Mixed-Media-Künstlerin, die seit drei Jahren in Bukarest lebt und sich voll und ganz auf Klang und Komposition konzentriert. Im Jahr 2015 schloss sie ihr Studium an der Abteilung für Fotografie und dynamische Bilder an der Nationalen Kunstuniversität in Bukarest ab und im Zeitraum 2017-2018 absolvierte sie ein Jahr in der Abteilung für akusmatische Komposition am Königlichen Konservatorium in Mons, Belgien. 

Die Künstlerin konzentriert sich auf mehrere Konzepte, angefangen bei der Analyse, wie sich das Standbild und das bewegte Bild gegenseitig verstärken*, wobei sie sich dafür interessiert, wie die Tiefe des Hintergrunds als Werkzeug zur Umgestaltung unserer Wahrnehmung der Umgebung und der Bewegung genutzt werden kann; bis hin zur Verwendung von Ton als Ausdrucksmittel, mit oder ohne Bild als konstitutionelle Umgebung (*wie Ton und Stille). Die Künstlerin verwendet in ihren Kompositionen verschiedene Instrumente, "Klangobjekte" und digitale Programme, und setzt Klang als Experiment und als tiefes Verständnis des Selbst und der Umgebung ein. Sie interessiert sich auch für die Möglichkeiten, Klang (und Rhythmus) in visuelle Umgebungen (intern** oder extern) zu integrieren, und für die Fähigkeit des Klangs, das Verständnis des Bildes radikal zu verändern: "Am Anfang war der Ton im Vergleich nach Bild...."

**Gedanken, Ängste, Stimmungen, Synästhesie.

Die verborgene Umwelt - Das Höhlengefühl - Wir sind alle miteinander verbunden, doch auf einer tieferen Ebene leben wir und erleben wir die Ereignisse auf demselben Planeten in unterschiedlicher Art und Weise. Wie Andy Clark und Donna Haraway argumentierten, sind wir alle auf natürliche Art geborene Cyborgs, was bedeutet, dass wir dazu fähig sind, Veränderungen herbeizuführen und Erfindungen zu vollführen, indem wir die Technologie als Mittel einsetzen, um die verborgene Umwelt unseres Verstandes und unserer Zukunft zu erforschen und zur Entfaltung zu bringen. Es wird angenommen, dass der Einsatz der menschlichen Stimme – beispielsweise zum Singen, Skandieren oder Gurgeln – eine Heilungsmethode durch die Beanspruchung des Vagus – des Trauma-Nervs schlechthin – sein kann. Beim Reflektieren über das Trauma kam mir dieses von allen Menschen mehr oder weniger geteilte Gefühl in den Sinn, nachdem die alten Weltanschauungen nicht mehr tragbar seien; stattdessen erfinden wir Formen der Selbstwahrnehmung und der Kommunikation immer wieder neu – völlig auf sich selbst gestellt. Während die Neuerfindung einen stabilen Bezugspunkt aufweist, befinden wir uns in einer schizoiden Dichotomie zwischen der alten und der neuen Umwelt. Die Auseinandersetzung mit diesem Gefühl rief mir zwei Konzepte in Erinnerung, die ich in Leo Frobenius’ „Paideuma“ entdeckt hatte: das „Weitengefühl“ und das „Höhlengefühl“ – womit die Möglichkeiten der Weltauffassung als ein Lebensgefühl der „Weltweite“ bzw. der „Welthöhle“ bezeichnet werden. Das „Höhlengefühl“ sei durch die „Enge des Bewusstseins, ständige Beklommenheit, Unfreiheit und deshalb Fatalismus, ununterbrochener Druck“ gekennzeichnet, und dieser ununterbrochene Druck führe von Zeit zu Zeit zu „in der Form des Fanatismus [sich] entladenden Explosionen. Hingegen drängten „Sehnsucht und Unendlichkeitsempfindung nach aufbauenden Taten“, „überzeugender Schaffensdrang und selbstverständlicher Freiheitsjubel“ seien Ausdrucksformen der „Weltweite“. Beide Grundanschauungen seien „nichts als Äußerungen der Seelenart“ – sogenannte „innere Klänge“, die wir als Teil des Bewusstseins und Unterbewusstseins wahrnehmen, ähnlich einer inneren Stimme, aber dennoch unterschiedlich. Hier befinden wir uns in der Dualität Seelenraum – Lebensraum. Ein Volk, dessen Seele die Dimension des „Höhlengefühls“ besitzt, könne „wohl ein Jahrtausend und auch mehr von einem andern beherrscht und während dieser Zeit über die Enge seines seelischen Daseins hinweggetäuscht“ werden; es könne aber „in Wahrheit selbst niemals andere beherrschen, ohne sie zu zerstören“. Nur das „Weitengefühl“ könne zu „gesunder Bildung, zur Ausbildung eines sich dehnenden Kulturorganismus, zur Entwicklung der Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst findet, zur Tat im Sinne des Aufbaus“ führen. Diese verborgene Umwelt bevölkern folglich Ungeheuer, Engel, Schatten, Hoffnungen und Mysterien – die umfassende Vielseitigkeit des Denkens in Schallgeschwindigkeit. 

Kiraṇ Kumār'  - Archipelago Archives Exhibit #8: Im/Material Beings - Erstaufführung

Stereoskopische Brille bei Online-Betrachtung erforderlich

15:00 Uhr auch online [URL wird verschickt] 
Bitte melden Sie sich vorher unter 2020@cynetart.de an. Sagen Sie einfach Hello oder schicken Sie eine leere Mail, es ist okay.

Im/Material Beings ist ein Stück (spekulative historische) Fiktion für einen Pionier der (theoretischen Informatik) Wissenschaft: Alan Turing (1912-1954). Geboren als Sohn eines Beamten des Britisch-Indien unter der Präsidentschaft von Madras, wird Turings Kindheit im kolonialen Indien zur Verlockung, in der der Mathematiker mit konzeptuellen und empirischen Praktiken des Tantra beeinflusst wird. In Kumārs Arbeit werden Tempelanlagen in Indien und Tanzpraktiken in Indonesien als Quasi-Datenpunkte definiert, mit denen die Arbeit über die Implikationen der Tantrik-Kunstwissenschaft auf Turings Denken und folglich über die Entkolonialisierung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz spekuliert. Die Arbeit nimmt als digitale Performance in einem einkanaligen stereoskopischem Video Gestalt an.

Mit zwei nebeneinander stehenden Webcams, wird die Lecture-Performance ins festivaleigene Live-Compositing-Environment übertragen und zu einer stereoskopisch-virtuellen Figur transformiert, welche vor Ort im Festspielhaus Hellerau für Besucher*innen erlebbar werden wird: Kiraṇ Kumār sieht dann genau so aus, wie in den alten SCI-FI-Filmen: die 3D-Live-Schaltung durch das Wurmloch. Auf die zum Markenzeichen dieser holographischen Redner gewordenen Übertragungsglitches zwischen uns und Herrn Kumar, werden wir uns, auch ohne Wurmloch, verlassen können. Allerdings, statt mit fernen Galaxien oder sinnentleert piepsenden Apparaturen, wird der schwarze Vorhang hinter dem Beitragenden durch Bilder aus dem fernen Palast eines javanischen Königs ersetzt. Diese wurden im Februar 2020 vor Ort aufgenommen. Es sind Tänzerinnen zu sehen die sich bewegen wie Göttinnen aus einer Jahrhunderte alten Vergangenheit. Eigentlich die die typischen Star-Treck-Alien-Amazonen.

Der Sound ist original auf den selben palasteigenen Gamalansets performed.

Eingetaucht in diese Bildwelt und davor wie ein Zeremonienmeister spricht und performed Herr Kumar live in 3D und digital.

archipelagoarchives.com

Kiraṇ Kumār ist ein interdisziplinärer Künstler, Forscher und Schriftsteller. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, das Verständnis des menschlichen Körper-Geistes durch eine dreifache Praxis des Tanzes als Kunst, Wissenschaft und Ritual auszuloten und Vorschläge für Veränderungen zu machen, die dieses Verständnis für unsere heutige Welt beinhaltet. Verwurzelt vor allem in seinen somatischen Praktiken des Haṭha-Vinyasa-Yoga und des traditionellen indischen Tempeltanzes, entfaltet sich seine Forschung durch kritische, konzeptuelle und künstlerische Untersuchungen zu vormodernen indischen Kosmologien und Kosmotechniken. In seinen Werken kommen diese transdisziplinären Untersuchungen in einen Dialog mit drängenden persönlichen und planetarischen Problemen, durch Performance, Schreiben, Video, Installation und Archivierung als Veröffentlichungsformen. 

Nach einem ersten Studium des Maschinenbaus an der National University of Singapore (2016) hält er einen MFA in New Media Art von der City University of Hong Kong (2012) und einen MA in Tanz vom Inter-University Centre for Dance Berlin (2014). Seit 2015 wird seine unabhängige künstlerische Forschung vom National Arts Council Singapur, Dance Nucleus (Singapur), Centre42 (Singapur), der Einstein Stiftung, dem Literarischen Colloquium Berlin und der Robert Bosch Stiftung unterstützt. Zu den aktuellen und kommenden Forschungsstipendien gehören das Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences (2016-18), das Programm ‘Arts & Science in Motion‘ der Volkswagen-Stiftung (2016-19) und die Akademie für Theater und Digitalität (2021). Er lebt derzeit in Bengaluru.

Svetlana Maraš »L'ampleur du souffle«

Durch die Pandemie werden wir auf unsere Privaträume und Innenräume beschränkt, und unsere Sicht wird uns täglich durch die Mauern versperrt. Und während die Weite der freien Luft und der Natur für die meisten von uns, die in der Stadt leben, fern bleibt, sehnen wir uns nach ihr wie nach der endgültigen Form der Befreiung. Der Sinn des Raumes wird dadurch betont und übermäßig präsent für uns, und wir spielen aktiv mit seinen Alternativen, indem wir entweder die Möbel im Haus umstellen und die Dekoration ändern oder von Reisen träumen. Schnelle Wechsel zwischen alternativen Räumen sind in der Musik dank fortschrittlicher Technologie und Kompositionstechniken möglich. Indem wir den Raum mit Klang modellieren, können wir eine fiktive Realität schaffen, die das Ohr in Anspruch nimmt und das Gehirn amüsiert, indem wir die uns umgebenden Wände umgehen. Atmen bedeutet, einen bestimmten Raum zu aktivieren. Kurze, tiefe, sterbende oder sinnliche Atemzüge - sie rufen eine Vielzahl von Merkmalen und Eigenheiten hervor, die der Atem verkörpert. Der Atem ist auch eine Voraussetzung für die Stimme und darüber hinaus für das gesprochene Wort. Er ebnet den Weg für jede physiologische und philosophische Aktivität und ist für alles, was wir tun und was wir sind, unerlässlich. Dennoch ist er heutzutage gefährdet. Mit der angeborenen Musikalität, die in diesen Konzepten steckt, dienten sie mir dazu, einen Rahmen für eine Reihe von Hörsituationen zu schaffen, die sich fließend von einer zur anderen verändern. Die ständige Fluktuation und Verklärung des musikalischen Materials soll das Ohr dazu anregen, sich nicht anzupassen, sondern die Heterogenität des Inhalts zu übernehmen und den Geist dazu einladen, das Gleiche zu tun.

Svetlana Maraš (1985) ist Komponistin und Klangkünstlerin aus Serbien. Sie arbeitet an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Klangkunst und neuen Medien. Ihr musikalisches Werk findet in verschiedenen Medien, Genres und Repräsentationskontexten adäquate Ausdrucksformen und umfasst elektronische Live-Musikperformance, elektroakustische Komposition, radiophone Kunst, Klang- und Medieninstallationen. Sie ist von frühester Kindheit an musikalisch ausgebildet worden. Nach ihrem Abschluss an der renommierten Aalto Universität (Helsinki), wo sie als wissenschaftliche Assistentin arbeitete, erhielt sie eine Ausbildung in Komposition und Kunst an Orten wie dem Bang on a Can Summer Institute (MASSMoCA), der Columbia University - School of the Arts, der Sommerakademie Mozarteum, der KlangKunstBuhne an der UDK (Berlin), der Berklee Summer School, den Internationalen Ferienkursen Darmstadt und vielen anderen.

Maraš wurde 2013 vom Radio Belgrad mit dem Preis Vitomir Bogić für den besten jungen radiophonen Komponisten ausgezeichnet. Ihre Komposition Dirty thoughts wurde 2016 auf dem Internationalen Komponistenpodium in Breslau empfohlen, und ihr Stück Jezik, ein Auftragswerk des ORF, kam in die engere Wahl für den Prix Italia. 
16:3017:00
18. Okt
[ Film ]
dresdner schmalfilmtage: THE DEVIL'S SHARE
  • Luc Bourdon
  • 6,-
Veranstaltungs Bild
Québec, an der Schwelle der 1960er Jahre. Etwas Großes braut sich zusammen. Man kann es sehen, hören und fühlen, wenn es um die Ecke kommt – eine stille Revolution, die bis in die 1970er Jahre andauern wird. Luc Bourdon lädt mit „The Devil’s Share“ ein, diese Ereignisse engagiert zu beobachten und seinem leidenschaftlichen, lyrischen Statement zu diesem bedeutsamen Jahrzehnt ein aufmerksames Auge und Ohr zu geben. Der Filmemacher ist dafür in das kanadische Filmarchiv (NFB) eingetaucht und hat geschickt aus 200 Filmen einzelne Ausschnitte ausgewählt und neu arrangiert. Der Film beschäftigt sich mit einer Reihe wichtiger sozialer Themen dieser Zeit, wie den Frauenrechten, der ländlichen Migration, der Oktoberkrise von 1970, dem Umweltbewusstsein, der Säkularisierung der Bildung und dem Aufstieg des québecischen Nationalismus.
18:00
18. Okt
[ Performance ]
Emptea Ceremony
  • Xïola Yin
    Al Yakubouskaya
  • Anmeldung erforderlich
Veranstaltungs Bild
Die "Emptea-Zeremonie" ist ein mehrdimensionales und sinnliches Happening, das Xïola Yin – die entgegengesetzte, aber nicht widersprüchliche Seite von Aloïs Yang – zusammen mit der Performerin und bildenden Künstlerin Al Yakubouskaya veranstaltet.

Das Projekt untersucht die zugrunde liegende Leere des egozentrischen und algorithmisch-persönlichen Kulturkonsums, die das Internet und die Technologie mit sich bringen, in Verbindung mit dem leeren Geisteszustand, der üblicherweise in einer traditionellen Teezeremonie erforderlich ist, um die unwiederholbare Natur des Moments zu würdigen.

Mit dieser partizipatorischen Performance fragen Yin und Yakubouskaya - wie ein modernes technologisches Ritual als Tor funktionieren könnte, um die Stille in uns zu finden. Was ist die erfahrungsmäßige Kollektivität zwischen Mensch, Maschine, Materie und der digitalen/physischen Umgebung ? Kann ein dezentralisiertes Ritual mit Hilfe der Technologie (ko)existieren?

Al Yakubouskaya ist eine bildende Künstlerin und Performerin, die mit Kostümdesign, Performance und audiovisuellen Installationen arbeitet. Durch die auf Kostümen basierenden Performances erforscht sie die Möglichkeiten der Transformation und Verlagerung der Wahrnehmung des Bewusstseins in die äußere Welt und die Erfahrung, eine andere Spezies zu werden. Ihre neuesten Forschungen basieren auf der Überzeugung, dass wir alle als Entitäten, einschließlich Maschinen, unsere neuronalen Netze durch den Informations- und Energiefluss gegenseitig beeinflussen.

Xïola Yin ist die entgegengesetzte, aber nicht widersprüchliche Seite von Aloïs Yang. In seiner Arbeit untersucht er die Wahrnehmungen von Zeit und Raum sowohl auf "äußeren" physischen Welt- als auch auf "inneren" metaphysischen Bewusstseinsebenen - als Manifestationen dessen, wie wir die sich überschneidenden Realitäten zwischen Körper und Geist, objektive Erklärung und subjektive Projektion, analog und digital, Gewissheit und Unbekannt kontextualisieren.

Anmeldung erforderlich [registration@cynetart.de]
18:3019:00
18. Okt
[ Film ]
dresdner schmalfilmtage: Retrospektive Artavazd Pelechian
  • Artavazd Pelechian (ARM)
  • 6,-
Veranstaltungs Bild
Der gebürtige Armenier Artavazd Pelechian studierte an der Moskauer Filmschule (VGIK) und drehte ab den 1960er Jahren visionäre und radikal erfinderische Filme. Seine Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, dennoch hat seine Arbeit erst vor kurzem begonnen, ernsthafte internationale Aufmerksamkeit zu erregen. Der Regisseur arbeitet mit den Bildern, als wären sie eine Partitur. Seine Filme sind Oden, Symphonien, die von Menschlichkeit, Natur und Kosmos sprechen. Er begreift das Kino nicht als Erzählmedium, sondern als eine Intelligenz in der Welt.

Au Début (1967) 10:00 min
Nous (1969) 25:00 min
Les Habitans (1970) 10 min
Les Saisons (1972) 29:00 min
Notre Siécle (1982) 50:00 min
Fin (1982) 9 min
Vie (1993) 6:00 min
20:00
18. Okt
[ Performance ]
Lecker Lemon
  • Caroline Beach
    Magdalena Weniger
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Wir werden inspiriert von alten Liedern, Gedichten und Melodien und setzen diese in gemütlicher Atmosphäre in einen zeitgenössischen Rahmen. Weder Wohnzimmerkonzert, noch Salon: wir laden ein in ein Zelt. Wir riechen, hören und sehen einander. Ein Konzert in einem kleinen, intimen Raum, wo Besucher:innen nicht hintereinander auf Stuhlreihen sitzen, sondern es sich auf Teppichen und Kissen gemütlich machen und schnell für einen Reigen auf die Füße kommen. Unsere Stimmen verweben wir mit Synth und Loop zu Klangteppichen unserer verschiedensten Lebenswelten, denn wir sind alles andere als eine einheitliche Masse oder homogene kulturelle Einheit. Unser Geschmack ist süß, sauer, salzig, bitter, jung und alt. Wir sind ein Hochhaus voller Wohnzimmer, ein Obstkorb, ein Setzkasten, ein Medley. Dieser Abend ist eine Zeitreise mit Lagerfeuer. Ein performatives Konzert.

Begrenzte Platzanzahl, deshalb bald VERBINDLICH anmelden unter leckerlemon.anmeldung@gmail.com
19:0020:00
18. Okt
[ Konzert ]
Gránátèze
  • Gránátèze
    Signalhändlerin
  • Pop
  • ab 10,-
Veranstaltungs Bild
Wir glaube es kaum aber es ist soweit. Es wir kalt, klamm und immer früher dunkel. Da holen wir uns die Wärme, das Licht und das Leben in die Innenräume! Fantastische Musik wird euch um die Ohren geschmissen. Endlich gibt es wieder Live-Musik bei uns. Du wirst bespielt und besungen von einem granatischen Duo und einem signalisierendem Zweiergespann. 
Du darfst freudig, aufgeregt und vielleicht sogar euphorisch sein! Sehr mauschelig wollen wirs mit euch haben, aber unter den aktuellen Hygienemaßnahmen. Lies sie dir bitte gut durch!
19:00
19. Okt
[ Konzert ]
Cocotá
  • Fama M'Boup
    Christian Stolz
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Wir freuen uns auf das Konzert von dem Duo Cocotá mit Fama M'Boup und Christian Stolz.
Cocotá erforscht westafrikanische  Rhythmen and improvisierte Musik!

ACHTUNG: Begrenzte Platzzahl! 
Bitte kommt frühzeitig, wir versuchen euch alle "unterzubringen"!

Bitte beachtet folgende Hygienemaßnahmen:
- Bringt eure Mund-Nasen-Bedeckungen mit und tragt sie. Ansonsten haben wir auch Einmal-Masken und Schutzvisiere für euch.
- Zur Rückverfolgung von Infektionsketten werden wir am Eingang eure Kontaktdaten (Name und Telefonnummer) notieren. 
- Bitte haltet euch an Abstandsregelungen und Maskenpflicht. Falls ihr Erkältungssymptome habt, bleibt bitte zu Hause, um andere zu schützen. 
- Das Montagscafé findet auf der Terrasse und in verschiedenen Räumen des Kleinen Hauses statt. Da wir nur eine begrenzte Zahl von Gästen einlassen dürfen, kann es also sein, dass ihr ein paar Minuten warten müsst, bis ein Platz frei wird.
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