19:00
23. Sep
[ Literatur ]
Literatur JETZT 2020: Traum und Trauma
  • Sandra Hüller
    Jens Harzer
  • ausverkauft
Veranstaltungs Bild
Ingeborg Bachmann (geb. 1926 in Klagenfurt, gest. 1973 in Rom), Lyrik-Star, Philosophin, Opernlibrettistin und Romanautorin, rastlos, unbestechlich und kompromisslos in der Liebe wie im Leben, immer nah am Abgrund. Ihr Vater ein Nazi. Als sie kurz nach dem Krieg Paul Celan begegnet, begreift sie den tiefen Riss zwischen den Familien der Täter und denen der Opfer – ein Spannungsverhältnis, das ihr Leben wie ihr Werk bestimmen wird. In den „Todesarten“, dem Romanzyklus, von dem nur „Malina“ fertiggestellt wurde, prangert sie die patriarchalen Strukturen an, die überhaupt erst den Faschismus ermöglichten. Aus Tagebucheinträgen, Briefen, Gedichten und Prosa entsteht das Bild einer suchenden, einer liebenden und vor allem einer virtuosen Schriftstellerin. Ingeborg Bachmann hat sich selbst nichts geschenkt, der Nachwelt aber eines der größten Werke des 20. Jahrhunderts.

Mit Sandra Hüller und Jens Harzer, Konzept: Joachim Hoell im Auftrag der litCologne2020.

Sandra Hüller, geboren 1978 in Suhl, studierte von 1996 bis 2000 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Erste Engagements führten sie ans Theaterhaus Jena und das Schauspiel Leipzig. Von 2002 bis 2006 war sie Ensemblemitglied am Theater Basel, anschließend spielte sie an den Münchner Kammerspielen, wo sie erneut von 2012 bis 2015 zum Ensemble gehörte. Gastengagements führten sie an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Ruhrtriennale sowie das Theater Neumarkt in Zürich. Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Johan Simons, Schorsch Kamerun, Sebastian Nübling, Tom Schneider, Lars-Ole Walburg und René Pollesch zusammen. Von der Fachzeitschrift Theater heute wurde sie 2003 zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt sowie dreimal, 2010, 2013 und jüngst 2019 für die Titelrolle in der Bochumer Inszenierung Penthesilea (Regie: Johan Simons), zur Schauspielerin des Jahres. Für diese Rolle sowie ihren Hamlet am Schauspielhaus Bochum wurde sie ebenfalls 2019 zur Besten Schauspielerin in NRW gewählt (Kritiker*innen-Umfrage Welt am Sonntag NRW). Für ihre Interpretation des Hamlet erhält Hüller ebenfalls den berühmten Gertrud-Eysoldt-Ring 2019. Für ihre herausragenden Verdienste um das deutschsprachige Theater wird sie 2020 mit dem Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den 3sat Preis des Theatertreffens der Berliner Festspiele. 2009 wurde sie mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnet. Für ihre Filmrollen – u. a. in Requiem, Brownian Movement, Über uns das All, Finsterworld, Toni Erdmann und In den Gängen – wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Silbernen Bär der Berlinale, mit dem Deutschen Filmpreis 2006, 2014 und 2017, mit dem Bayerischen Filmpreis 2006 und 2017 sowie mit dem Europäischen Filmpreis 2016 als beste Hauptdarstellerin. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum.

Jens Harzer, geboren 1972 in Wiesbaden, studierte von 1991 bis 1993 Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Er gehörte ab 1993 insgesamt 16 Jahre dem Ensemble von Dieter Dorn an, erst an den Münchner Kammerspielen, dann am Bayerischen Staatsschauspiel. Daneben gastierte er u. a. an der Schaubühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Burgtheater, Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt, bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen. Seit 2009 ist er Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg. Er arbeitete u. a. mit den Regisseur*innen Dieter Dorn, Peter Zadek, Andrea Breth, Martin Kušej, Luc Bondy, Jürgen Gosch, Dimiter Gotscheff, Luk Perceval und Johan Simons zusammen. Im Kino arbeitete er u. a. zusammen mit Michael Verhoeven, Hans-Christian Schmid, Bülent Ak?nc? und zuletzt Wim Wenders. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde Jens Harzer 2008 und 2011 zum Schauspieler des Jahres gewählt. Seit 2019 ist er in Nachfolge von Bruno Ganz Träger des Iffland-Rings, einer der höchsten Auszeichnungen für Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Harzer am Schauspielhaus Bochum in Penthesilea (Regie: Johan Simons) zu sehen. In der Spielzeit 2019/2020 verkörpert er die Titelrolle in Iwanow (Regie: Johan Simons).
18:00
24. Sep
[ Literatur ]
Literatur JETZT 2020: Zentralwerk der Poesie
  • Kerstin Preiwuß
    Undine Materni
    Mirko Bonné
  • VVK 8,20
Veranstaltungs Bild
„Zentralwerk der Poesie“ ist der Lyrikabend von „Literatur Jetzt!“ und längst eine feste Größe im Programm. Hier kann man neue und bekannte Stimmen der modernen Poesie bei etwa fünfzehnminütigen Lesungen an wechselnden Orten kennenlernen und sich dabei auch in drei sonst nicht zugänglichen Ateliers des Zentralwerks umsehen. Das lyrische Erlebnis wird musikalisch begleitet. In diesem Jahr mit: Kerstin Preiwuß, Undine Materni und Mirko Bonné.
19:0019:30
24. Sep
[ Konzert ]
Oh, my music! Showcases: Enna Miau
  • Enna Miau
  • Folk, Pop, Latin
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Oh, my music! ist mehr als „nur“ ein Musikverlag. Wir sind insbesondere Berater und Netzwerker für Musiker*innen. Dabei machen wir gern mehr, als es Musikverlage für gewöhnlich tun. Eine Möglichkeit, wie wir unsere Künstler*innen weiter unterstützen, sind Showcase-Konzerte auf dem Scheune-Vorplatz im Herzen der Dresdner Neustadt. Ganz ungezwungen, in Straßenmusikatmosphäre - kleine musikalische Auszeiten im alltäglichen Neustadt-Trubel.

Wer Enna Miau auf der Bühne erlebt, der weiß, sie kann schnurren und fauchen. Man wird berührt und spürt die Energie mit der ihre Stimme auf und ab tanzt. Sie ist: Sängerin, Songschreiberin, Mama, Autorin, Feministin und Teilzeitöko. Offensichtlich gibt es immer wieder etwas Neues mit dieser Musikerin zu erleben.
19:0020:00
24. Sep
[ Literatur ]
Thorsten Nagelschmidt - Arbeit
  • Thorsten Nagelschmidt
  • Lesung
  • VVK 15,48
Veranstaltungs Bild
THORSTEN NAGELSCHMIDT, »ARBEIT«
In einem Kreuzberger Hostel beginnt Sheriff seine Nachtschicht und fühlt sich mal wieder wie ein schlecht bezahlter Sozialarbeiter. Im Späti nebenan erlebt Anna den dritten Überfall in diesem Jahr. An der Tür vom Lobotomy steht Ten und realisiert, dass ihm seine junge Familie durch seine Arbeitszeiten komplett zu entgleiten droht. Außerdem: Eine idealistische Notfallsanitäterin, eine zornige Pfandsammlerin und ein Drogendealer mit Zahnschmerzen, der sich fragt, ob er Freunde hat oder nur noch Stammkunden.

Thorsten Nagelschmidt hat mit »Arbeit« einen großen Gesellschaftsroman über all jene geschrieben, die nachts wach sind und ihren Job erledigen, während Studenten und Touristen feiern. Temporeich erzählt er von zwölf Stunden am Rande des Berliner Ausgehbetriebs und stellt Fragen, die man beim dritten Bier gerne vergisst: Auf wessen Kosten verändert sich eine Stadt, die immer jung sein soll? Für wen bedeutet das noch Freiheit, und wer macht hier später eigentlich den ganzen Dreck weg?

Erscheinungstermin: 29.04.2020
ISBN: 978-3-10-397411-9

Thorsten Nagelschmidt, geboren 1976 im Münsterland, ist Autor, Musiker und Künstler. Er ist Sänger, Texter und Gitarrist der Band Muff Potter und veröffentlichte die Bücher »Wo die wilden Maden graben« (2007), »Was kostet die Welt« (2010) und »Drive-By Shots« (2015). Zuletzt ist von ihm der Roman »Der Abfall der Herzen« (2018) erschienen. Thorsten Nagelschmidt lebt in Berlin und veranstaltet dort die Lesereihe »Nagel mit Köpfen«.
19:0020:00
24. Sep
[ Theater ]
Schlachthof 5
  • Maxim Didenko
    Vladimir Rannev
    Johannes Kirsten
    AJ Weissbard
    AuditivVokal Dresden
  • 23,-
Veranstaltungs Bild
Kurt Vonnegut erzählt über das Grauen des Krieges und macht zugleich das Erinnern selbst zum Thema. Sein Roman „Schlachthof 5“ ist Collage, Satire, Biografie, Science Fiction und alles zugleich: fragmentarisch-ausschnitthaft wandert die Romanerzählung durch unterschiedliche Zeitebenen und lässt persönliche Erfahrung und Erlebtes mit Fiktion zusammenlaufen. Vonnegut gerät als junger amerikanischer Soldat 1944 in Kriegsgefangenschaft und wird nach Dresden gebracht. In den Kellern des Schlachthof 5 überlebt er die schweren Bombenangriffe vom 13. und 14. Februar 1945. Sein 1969 erschienener Roman wird zum Kultbuch. Wie erinnern wir den Krieg? Welche Erfahrungen werden Teil unseres kulturellen Gedächtnisses? 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Fragen, die „Schlachthof 5“ aufwirft, aktuell wie nie. Bereits zu NS- und DDR-Zeiten wurden die Geschehnisse der Bombennacht zum Spielball einer wechselvollen Instrumentalisierung durch unterschiedliche politische Akteur*innen und Lager. Und auch heute wird beständig an dem „Mythos Dresden“ fortgeschrieben. Gegen die Vereinnahmung der Bombenangriffe durch (Neo)Nationalistische und rechtspopulistische Gruppierungen hat sich eine breite Allianz bürgerschaftlichen Engagements quer durch verschiedene Bevölkerungsgruppen, Parteien, Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen gebildet.

Vor diesem Hintergrund entwirft der russische Theaterregisseur Maxim Didenko eine neue Bühnenfassung von „Schlachthof 5“, die im September in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden uraufgeführt wird. Didenko, vielfach ausgezeichnet und international bekannt für seine bildgewaltige choreografisch-theatrale Bühnensprache, sucht mit seiner Inszenierung nach neuen Möglichkeiten eines gegenwärtigen Blicks auf Vonneguts Text, die hiesige Gedenkkultur und den „Mythos Dresden“. Die Inszenierung ist als multimediales Musiktheaterprojekt an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Musik und Performance konzipiert, bei dem Performer*innen, Tänzer*innen und Sänger*innen auf der Bühne agieren. Die eigens für das Stück komponierte Musik von Vladimir Rannev wird live von AuditivVokal Dresden szenisch aufgeführt. Für die choreografische Umsetzung mit einem neunköpfigen Performer*innen-Ensemble arbeitet Didenko eng mit dem Choreografen Vladimir Varnava zusammen. Der Künstler und Lichtdesigner AJ Weissbard greift für die räumliche Realisierung von „Schlachthof 5“ auf das Naturlicht-Konzept aus den Gründerjahren des Festspielhauses Hellerau zurück und Oleg Michailov kreiert die Videokunst.
18:00
25. Sep
[ Performance ]
Asphaltwelten Part 1
  • Cindy Hammer
    Joseph Hernandez
    Caroline Beach
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Die go plastic company befasst sich 2020/21 mit dem Thema Obdachlosigkeit. Die Reihe „Asphaltwelten“ ver- und behandelt in drei verschiedenen Projektformaten thematische Aspekte, Thesen und Wertigkeiten sowie den gesellschaftlichen Blick auf das Leben auf der Straße, vor allem dessen Herausforderungen, Mängel und Bedürfnisse.
Geplant ist die dreiteilige Reihe „Asphaltwelten“, die vor allem die gesellschaftliche Wahrnehmung vom Leben auf der Straße untersucht, aber auch die Herausforderungen, Mängel und Bedürfnisse, die bei den Obdachlosen entstehen.
Im ersten Teil arbeitet die Tanz-Company an einer Versuchsanordnung von Körpern im öffentlichen Raum und dem Herstellen von Ausnahmemomenten. Die Hauptstraße vorm Societaetstheater wird dabei zur Bühne auf der Welten kollidieren.

Für die Aufführung ist der Eintritt frei, vor Ort wird um eine Spende gebeten. Eine halbe Stunde vor Beginn treffen sich die TeilnehmerInnen im Foyer des Societaetstheaters und gehen gemeinsam zum Aufführungsort auf der Hauptstraße. 

Konzept, Künstlerische Leitung: Cindy Hammer, Susan Schubert
Performance: Cindy Hammer, Joseph Hernandez, Caroline Beach
Musik, Komposition: Johannes Till
Material, Ausstattung, Visual Art: Enrico Sutter
Künstlerische Leitung: Susan Schubert
Technische Leitung: Benjamin Henrichs
Support, Consulting: Frauke Wetzel
Künstlerische Dokumentation: Benjamin Schindler, Stephan Tautz

Eine Produktion von go plastic in Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden
Unterstützt von Vonovia
Gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts

Mit freundlicher Unterstützung von TENZA schmiede Dresden, TanzNetzDresden, Bahnhofsmission Dresden und Die Tafel e.V.

Ort: Hauptstraße 44, 01097 Dresden, Deutschland
17:0018:00
25. Sep
[ Konzert ]
Cana - Organic Circuits - Releaseshow
  • Cana (100 Prozent O.K., Neustädter Harz, Dresden)
    V.Raeter (Ecke Prenz, Berlin)
    Eddie Night & Lazy-E (OBC, Former City, Dresden)
    Franzman (Neustädter Harz, Dresden)
  • Hip Hop, Rap
  • VVK 7,10, AK 8,-
Veranstaltungs Bild
Pünktlich zum Release seines Debüt-Albums “Organic Circuits” lädt Cana zum gemeinsamen feiern der Veröffentlichung in den scheune Garten ein. Zuvor gibt es ab 11 Uhr eine kleine Jam am Legal Plain der scheune Dresden, bei dem die Streiche und jeweils eine Outlinefarbe gestellt wird. Wer zuerst kommt malt zuerst ;) 

Ab 16:30 Uhr ist dann Einlass zur Show, bei der neben lokalen Größen Beatszene wie Franzman und den Jungs von Former City auch V.Raeter aus Berlin am Start ist und sicher ein paar Beats seiner “Alltimers” LP spielt. Zu guter Letzt spielt Cana eine Show mit Songs der neuen Platte untermalt von den Visuals der Videosingles und atmosphärischen Animationen. Als krönenden Abschluss gibt es dann das Release der neuen gleichnamigen Videosingle “Organic Circuits” welches das Kotburschi Kollektiv in liebevoller Kleinstarbeit produziert hat.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit eine der wenigen Testpressungen von “Organic Circuits” zu gewinnen, indem Ihr euch ein Los kauft und auf euer Glück hofft. Aller 50 verkauften Lose gibt es eine Testpressung zu gewinnen. Das heißt ab 50 verkauften Losen gibt es zwei Gewinner, ab 100 drei, …

Da die Veranstaltung im Garten stattfinden soll, und wir leider noch nicht das Wetter voraussagen können, kann es sein, dass die Veranstaltung bei schlechtem Wetter in der scheune stattfinden muss.

17:00 Einlass (Show)
17:00 - 18:00 Franzman (Neustädter Harz, Dresden)
18:10 - 19:10 Eddie Night & Lazy-E (OBC, Former City, Dresden)
19:20 - 20:20 V.Raeter (Ecke Prenz, Berlin)
20:30 - 22:00 Cana (100 Prozent O.K., Neustädter Harz, Dresden)
19:00
25. Sep
[ Kunst ]
Diplomausstellung 2020
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Wie in jedem Jahr vereint die Diplomausstellung auch im Coronajahr 2020 unterschiedliche Positionen und künstlerischen Medien. Bei den klassischen Medien wie Malerei  reicht die Spanne vom realistischen Porträt bis zur Erweiterung des Bildgevierts in den Raum. In den bildhauerischen Arbeiten setzt sich der Trend, weg von der einzelnen Form, hin zu additiven Arrangements unter Einbeziehung verschiedener Medien fort. Seit der Berufung von Carsten Nicolai und mit dem Einfluss der Gastprofessorinnen Susan Philipsz und Nevin Aladag wird die Schau durch Soundarbeiten und Performances bereichert, die den sich im Raum ausbreitenden Klang als bildnerisches Element auffassen.

Die 36 Diplomandinnen und Diplomanden dieses Jahrgangs befassen sich mit analogen traditionellen handwerklichen Techniken wie mit digital erzeugten Bildern. Sie reagieren mit ihren Arbeiten auf eine zunehmend komplexer erscheinende Welt mit ihren Problemen, Verwerfungen und mit ihrer Schönheit, ohne die Kunst zur puren Illustration werden zu lassen.

---

Eröffnung: 25. September 2020
Ausstellungsdauer: 26. September - 1. November 2020
Öffnungszeiten: Di – So 11 – 18 Uhr
18:0019:00
25. Sep
[ Konzert ]
The Spartanics
  • The Spartanics
    The Harry Anslingers
  • Punk
  • Spende
Veranstaltungs Bild
Das Konzert findet unter Sicherheit- und Hygieneregeln im Biergarten der Chemiefabrik statt und die Plätze sind limitiert. Es wird feste Sitzplätze an Bierzeltgarnituren geben.
20:0020:00
25. Sep
[ Theater ]
Schlachthof 5
  • Maxim Didenko
    Vladimir Rannev
    Johannes Kirsten
    AJ Weissbard
    AuditivVokal Dresden
  • 23,-
Veranstaltungs Bild
Kurt Vonnegut erzählt über das Grauen des Krieges und macht zugleich das Erinnern selbst zum Thema. Sein Roman „Schlachthof 5“ ist Collage, Satire, Biografie, Science Fiction und alles zugleich: fragmentarisch-ausschnitthaft wandert die Romanerzählung durch unterschiedliche Zeitebenen und lässt persönliche Erfahrung und Erlebtes mit Fiktion zusammenlaufen. Vonnegut gerät als junger amerikanischer Soldat 1944 in Kriegsgefangenschaft und wird nach Dresden gebracht. In den Kellern des Schlachthof 5 überlebt er die schweren Bombenangriffe vom 13. und 14. Februar 1945. Sein 1969 erschienener Roman wird zum Kultbuch. Wie erinnern wir den Krieg? Welche Erfahrungen werden Teil unseres kulturellen Gedächtnisses? 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Fragen, die „Schlachthof 5“ aufwirft, aktuell wie nie. Bereits zu NS- und DDR-Zeiten wurden die Geschehnisse der Bombennacht zum Spielball einer wechselvollen Instrumentalisierung durch unterschiedliche politische Akteur*innen und Lager. Und auch heute wird beständig an dem „Mythos Dresden“ fortgeschrieben. Gegen die Vereinnahmung der Bombenangriffe durch (Neo)Nationalistische und rechtspopulistische Gruppierungen hat sich eine breite Allianz bürgerschaftlichen Engagements quer durch verschiedene Bevölkerungsgruppen, Parteien, Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen gebildet.

Vor diesem Hintergrund entwirft der russische Theaterregisseur Maxim Didenko eine neue Bühnenfassung von „Schlachthof 5“, die im September in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden uraufgeführt wird. Didenko, vielfach ausgezeichnet und international bekannt für seine bildgewaltige choreografisch-theatrale Bühnensprache, sucht mit seiner Inszenierung nach neuen Möglichkeiten eines gegenwärtigen Blicks auf Vonneguts Text, die hiesige Gedenkkultur und den „Mythos Dresden“. Die Inszenierung ist als multimediales Musiktheaterprojekt an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Musik und Performance konzipiert, bei dem Performer*innen, Tänzer*innen und Sänger*innen auf der Bühne agieren. Die eigens für das Stück komponierte Musik von Vladimir Rannev wird live von AuditivVokal Dresden szenisch aufgeführt. Für die choreografische Umsetzung mit einem neunköpfigen Performer*innen-Ensemble arbeitet Didenko eng mit dem Choreografen Vladimir Varnava zusammen. Der Künstler und Lichtdesigner AJ Weissbard greift für die räumliche Realisierung von „Schlachthof 5“ auf das Naturlicht-Konzept aus den Gründerjahren des Festspielhauses Hellerau zurück und Oleg Michailov kreiert die Videokunst.
19:0020:00
25. Sep
[ Konzert ]
The 10String Orchestra
  • Stephan Bormann
    Tom Götze
  • Pop, World Music, Jazz
  • 22,-
Veranstaltungs Bild
Tom Götze und Stephan Bormann spielen mit berührender Intensität, prägnanter Leidenschaft und mitreißender Dynamik. Nur mit Bass und Gitarre schaffen sie den Eindruck einer orchestralen Dimension. Ihre Musik ist eine fesselnde Mischung aus Pop, World Music und Jazz. Dabei bewegen sie sich stilsicher zwischen wunderschönen Melodien und virtuosem Saitenzauber. Bass und Gitarre führen ein Zwiegespräch und beziehen sich aufeinander wie Yin und Yang. Zahlreiche Konzerte und Einladungen zu verschiedenen Festivals folgten ihrem erfolgreichen Debütalbum "Pearls", das 2013 bei Acoustic Music erschienen ist. Mit "Clouds" erschien im Januar 2020 endlich der Nachfolger des THE 10STRING ORCHESTRA. In ihren Konzerten sorgen die beiden Ausnahmemusiker regelmäßig für atemloses Staunen. Tom Götze zählt zu den herausragenden deutschen Bassisten. Er arbeitet u.a. mit Adam Rogers, Mike Stern, den Pet Shop Boys, Armin Mueller-Stahl, Günther Fischer u.v.a. zusammen. Seit 1989 spielt er in der Dresdner Kultband Dekadance. Als Gründungsmitglied der Dresdner Sinfoniker ist er regelmäßig auch als Solist an deren Projekten beteiligt. Gastspiele und Tourneen führten ihn nach Kanada, Skandinavien, England, Spanien, Italien, Österreich, Russland, China, in die Schweiz und nach Tschechien. Seit 2006 unterrichtet er an der Dresdner Hochschule für Musik und ist dort Professor für Kontrabass & Bassgitarre. Stephan Bormann zählt zu den viel*saitig*sten deutschen Gitarristen. Mit seinen Projekten, dem Cristin Claas Trio, Hands On Strings, Jule Malischke oder als Solist bestreitet er ca. 100 Konzerte im Jahr. Er ist nicht nur erfolgreicher Musiker, sondern auch Komponist mit Veröffentlichungen im AMA-Verlag und bei Schott Music. 2013 erschien dort sein "Solo Guitar Book". Als Sideman hat er mit diversen Künstlern gearbeitet und war im Konzert mit Nils Landgren, Till Brönner, der Leipzig Big Band, Günther Fischer u.v.a. zu erleben. Er leitet seit 1995 eine Hauptfachklasse an der Hochschule für Musik in Dresden und ist dort Professor für Gitarre Jazz/Rock/Pop. Workshops führten ihn in zahlreiche Städte Deutschlands sowie nach Italien, Österreich, Frankreich und in die USA.
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