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19:00
23. Sep
[ Literatur ]
Literatur JETZT 2020: Traum und Trauma
  • Sandra Hüller
    Jens Harzer
  • ausverkauft
Veranstaltungs Bild
Ingeborg Bachmann (geb. 1926 in Klagenfurt, gest. 1973 in Rom), Lyrik-Star, Philosophin, Opernlibrettistin und Romanautorin, rastlos, unbestechlich und kompromisslos in der Liebe wie im Leben, immer nah am Abgrund. Ihr Vater ein Nazi. Als sie kurz nach dem Krieg Paul Celan begegnet, begreift sie den tiefen Riss zwischen den Familien der Täter und denen der Opfer – ein Spannungsverhältnis, das ihr Leben wie ihr Werk bestimmen wird. In den „Todesarten“, dem Romanzyklus, von dem nur „Malina“ fertiggestellt wurde, prangert sie die patriarchalen Strukturen an, die überhaupt erst den Faschismus ermöglichten. Aus Tagebucheinträgen, Briefen, Gedichten und Prosa entsteht das Bild einer suchenden, einer liebenden und vor allem einer virtuosen Schriftstellerin. Ingeborg Bachmann hat sich selbst nichts geschenkt, der Nachwelt aber eines der größten Werke des 20. Jahrhunderts.

Mit Sandra Hüller und Jens Harzer, Konzept: Joachim Hoell im Auftrag der litCologne2020.

Sandra Hüller, geboren 1978 in Suhl, studierte von 1996 bis 2000 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Erste Engagements führten sie ans Theaterhaus Jena und das Schauspiel Leipzig. Von 2002 bis 2006 war sie Ensemblemitglied am Theater Basel, anschließend spielte sie an den Münchner Kammerspielen, wo sie erneut von 2012 bis 2015 zum Ensemble gehörte. Gastengagements führten sie an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Ruhrtriennale sowie das Theater Neumarkt in Zürich. Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Johan Simons, Schorsch Kamerun, Sebastian Nübling, Tom Schneider, Lars-Ole Walburg und René Pollesch zusammen. Von der Fachzeitschrift Theater heute wurde sie 2003 zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt sowie dreimal, 2010, 2013 und jüngst 2019 für die Titelrolle in der Bochumer Inszenierung Penthesilea (Regie: Johan Simons), zur Schauspielerin des Jahres. Für diese Rolle sowie ihren Hamlet am Schauspielhaus Bochum wurde sie ebenfalls 2019 zur Besten Schauspielerin in NRW gewählt (Kritiker*innen-Umfrage Welt am Sonntag NRW). Für ihre Interpretation des Hamlet erhält Hüller ebenfalls den berühmten Gertrud-Eysoldt-Ring 2019. Für ihre herausragenden Verdienste um das deutschsprachige Theater wird sie 2020 mit dem Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den 3sat Preis des Theatertreffens der Berliner Festspiele. 2009 wurde sie mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnet. Für ihre Filmrollen – u. a. in Requiem, Brownian Movement, Über uns das All, Finsterworld, Toni Erdmann und In den Gängen – wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Silbernen Bär der Berlinale, mit dem Deutschen Filmpreis 2006, 2014 und 2017, mit dem Bayerischen Filmpreis 2006 und 2017 sowie mit dem Europäischen Filmpreis 2016 als beste Hauptdarstellerin. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum.

Jens Harzer, geboren 1972 in Wiesbaden, studierte von 1991 bis 1993 Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Er gehörte ab 1993 insgesamt 16 Jahre dem Ensemble von Dieter Dorn an, erst an den Münchner Kammerspielen, dann am Bayerischen Staatsschauspiel. Daneben gastierte er u. a. an der Schaubühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Burgtheater, Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt, bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen. Seit 2009 ist er Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg. Er arbeitete u. a. mit den Regisseur*innen Dieter Dorn, Peter Zadek, Andrea Breth, Martin Kušej, Luc Bondy, Jürgen Gosch, Dimiter Gotscheff, Luk Perceval und Johan Simons zusammen. Im Kino arbeitete er u. a. zusammen mit Michael Verhoeven, Hans-Christian Schmid, Bülent Ak?nc? und zuletzt Wim Wenders. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde Jens Harzer 2008 und 2011 zum Schauspieler des Jahres gewählt. Seit 2019 ist er in Nachfolge von Bruno Ganz Träger des Iffland-Rings, einer der höchsten Auszeichnungen für Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Harzer am Schauspielhaus Bochum in Penthesilea (Regie: Johan Simons) zu sehen. In der Spielzeit 2019/2020 verkörpert er die Titelrolle in Iwanow (Regie: Johan Simons).
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