16:00
28. Aug
[ Sonstiges ]
Dresden.politisch.gestalten
Veranstaltungs Bild
Die Werkstatttage „Dresden.politisch.gestalten.“ verbinden zwei zentrale Fragestellungen. Wie wird künstlerischer, kultureller und literarischer Ausdruck politisch? Und wie kann man sich Dresden als politischem Raum und politischem Symbol künstlerisch nähern. Vier Werkstätten bieten die Möglichkeit, sich diesen Fragen mit els unterschiedlicher künstlerischer Techniken und Methoden zu nähern. Im Vordergrund steht die Diskussion und das Experiment. Die Runde Ecke im riesa.efau ist Treffpunkt und Ort des Austausches zwischen den Teilnehmenden der Werkstätten.

Dresden ist Heimat? Dresden ist Osten und Westen? Dresden ist Vielfalt und Fremde?
Dort, wie die Dresdner Kulturhauptstadtsbewerbung für 2025 Punkte hinter Zuschreibungen setzt, wollen wir im Rahmen einer Workshopreihe vom 28. bis 31. August 2019 bewusst Fragezeichen setzen.
Dresden, ist das nicht nur ein imaginierter Raum zwischen Barock und Zerstörung mit seiner neuen Altstadt als sichtbarem Manifest dieser beiden Traumbilder? Oder bildet sich abseits der großen Vorstellungen ein neues Dresden – das der Vielfalt und jungen Subkultur in der Dresdner Neustadt, dem gentrifizierungsgeplagten Ausgehviertel Dresdens oder das der urbanen Gemütlichkeit des Dresdner Ostens. Wo leben die neuen Dresdnerinnen und Dresdner, die 2015, davor und danach zu uns gekommen sind? In den von Abgrenzung und Teilung betroffenen Stadt w im Südosten und Südwesten der Stadt oder wird ihr Einfluss auf das städtische Leben auch anderswo sichtbar?
Da, wo es sich zu leben lohnt, fühlt man sich zuhause – Dresden, zeitweise Geburtenhauptstadt. Was interessiert die jungen Menschen, die hier zur Schule gehen? Und wo ist ihr Raum in der Stadt?
Dem Ruf des Tals der Ahnungslosen widerspricht eine lebendige Streitkultur gegenüber, die oftmals schmerzt, an die Substanz geht, stur ist. Positionen stehen sich gegenüber, nicht erst seit Pegida. Im Streit um eine Brücke verlor die Stadt ihren Welterbetitel. Doch wie gehen wir mit dem allerorts aufflackernden Rassismus um? Mit Gewalt, Hass und Hetze, die Dresden auf der einen Seite den Titel „Stadt des Widerstands“ einbrachte, auf der anderen Seite den eines braunen Schandflecks? Wie organisieren wir Vielfalt, die weniger Fremde mit sich bringt?
Mit einer Workshopreihe wollen wir diese Fragen nutzen, um gemeinsam künstlerisch tätig und wirksam zu werden. Im Rahmen von Workshops, offen für alle, die sich für das Kunstmachen, das Literaturmachen und Performanen interessieren und Lust haben, sich auszuprobieren, wollen wir uns der Frage nähern, wie Dresden – als Symbol für unsere politische Kultur und als gesellschaftlicher Raum, der über Kultur erfahrbar wird, gelesen und betrachtet werden kann.
Wir laden Sie und Euch recht herzlich ein, in der Woche vor den Landtagswahlen vom 28. bis 31. August 2019 mit uns diese Auseinandersetzung zu suchen. Interventionistisch, vielfältig und kulturpolitisch.
Alle angebotenen Workshops sind kostenlos. Zum Abschluss der dreitägigen Workshops zeigen wir im Rahmen einer Werkstattpräsentation den Schaffensprozess, präsentieren im Rahmen einer Lesung die Ausgabe „dresden.politisch.schreiben“ und öffnen den Raum für Musik und Performances.

Die Grundlage für den Workshop Künstlerbuch können die verschiedenen Texte einer Sonderausgabe Der Maulkorb – Blätter für Literatur und Kunst,der zu diesem Thema erscheinen wird, bilden. Es können aber auch andere oder eigene Texte genutzt oder  mitgebracht oder geschrieben werden, die sich mit Dresden auseinandersetzen. Natürlich kann auch ein vollkommen freier Ansatz gewählt werden.
Das Künstlerbuch steht hier für einen definierten Rahmen, innerhalb dessen ein Thema bearbeitet werden kann. Es ist subjektiv und einmalig. Es erhebt keine Forderung nach Objektivität, nach richtig. Nach falsch. Ein Scheitern findet nicht statt. Es zeigt immer eine persönliche Auseinandersetzung und ist zugleich auch eine Dokumentation dieser Auseinandersetzung bzw. ihrer Entwicklung. Das Buch liegt am Schnittpunkt von Sprache, Bild, von Massenprodukt und Unikat und Serie. Es ermöglicht uns, einen Gedanken über viele Seiten fortzuführen, genauso, wie es mit jedem Umschlagen der Seite, einen Neubeginn verspricht oder ermöglicht.
Ziel des Workshops ist es, sich mit verschiedenen Blickwinkeln von, auf, aus und mit Dresden auseinanderzusetzen, diese mit künstlerischen und literarischen Mitteln zu betrachten, zu verarbeiten oder zu illustrieren. Politisch soll hier – etwa im Sinne von Villem Flusser – als etwas öffentlich machen, verstanden werden.
Etwas ins Licht ziehen und es darum betrachtbar machen und durch diese Betrachtbarmachung, eine Auseinandersetzung schaffen bzw. fördern. Dabei soll, die Art und Weise und die Folgen des Öffentlich-Machen nicht vergessen werden und in den Prozess einfließen.
Am Ende des Workshops sollen aus diesen Betrachtungen der Teilnehmer verschiedene Künstlerbücher als Unikate entstehen. Das Buch soll hier im weitesten Sinne als eine Einheit und Rahmen der inhaltlichen Auseinandersetzung verstanden werden, es kann aber auch einfach ein Heft, eine Schriftrolle, ein Leporello oder jede andere geeignete Form entstehen.
Wir nutzen verschiedene literarische Techniken wie Cut Up, einfache Formen des Ketten-Renga oder der Collage/Decollage. Wenn es passend erscheint, werden wir z.Bsp. Auch Erkenntnisse aus Viktor Klemperers LTI nutzen. Wir denken über verschiedene Abstraktionsebenen und deren künstlerische Umsetzung nach. Layout/ kein Layout, Typografie, Bildaufteilung, Regelüberschreitungen. Wir nutzen einfachere Bindungen wie japanische oder koptische Buchbindetechniken.
Eine Zusammenarbeit der Teilnehmer ist ausdrücklich gewünscht.
Dies ist kein Buchbindeworkshop!

Oft wird von neunmalklugen Kritikern gesellschaftliche Relevanz in der Literatur eingefordert. Viele Schriftsteller bleiben merkwürdig dickfellig gegen solche Ansprüche. Ihnen wird das gern als Desinteresse ausgelegt. Sie hingegen weisen jenen Anspruch mit dem Hinweis zurück, dass jede große Kunst jenseits der Meinung zu siedeln habe. Das ist allerdings in sich schon eine politische Haltung, denn der größte Teil der Kunst findet gerade im Mittelbereich zwischen dem nicht ganz Schlechten aber auch nicht gänzlich Außergewöhnlichen statt. Ein Künstler positioniert sich also deutlich zu seinen Mitmenschen, wenn er fraglos annimmt, dass seine Arbeiten die seiner Zeitgenossen fraglos überragen. 
Es gibt weitere Gründe, sich einem allzu direkten politischen Anspruch zu entziehen: Wer politische Haltungen im Text explizit macht, ist regelmäßig mit eingeschliffenen Reflexen, Vorurteilen und Meinungen konfrontiert. Wer sich in diesem Irrgarten der Abwehr anderer Haltungen nicht verfangen will, kann versuchen, die in politischen Begrifflichkeiten oder Bildern abgespeicherten Vorurteilsstrukturen zu unterlaufen.
Auch muss der politische Autor damit rechnen, dass ein Lektor, Redakteur oder Herausgeber politische Meinungen hegt, die nicht den eigenen entsprechen. Das bedeutet statistisch, dass sich jene Texte politischen Inhalts in der Öffentlichkeit am weitesten verbreiten, deren Haltung sich mit den gängisten Ansichten deckt. Die Wirkungsabsicht hat hier die Tendenz zur Redundanz.
Gesellschafliche Wirkung wird ein Text also nicht auf dem sprachlichen Spielfeld erlangen, auf dem sich die Leitartikler der Zeitungen tummeln. 
Eher dort, wo er sich kleine Verschiebungen der Bilder (von Menschen), der konzeptuellen Rahmung der geschilderten Sachverhalte, manchmal der Personalpronom (dieser Text ist, wenn auch nur aus sprachlicher Bequemlichkeit, z.B. aus männlicher Perspektive geschrieben) oder im Bezug auf Traditionen zu Nutze macht.
Dazu muss der Text auf der Oberfläche letztlich gar keine Signaturen des Politischen tragen. So konnten etwa Naturgedichte (im 3. Reich) oder Interieurbeschreibungen (in der DDR) zum Politikum werden, insofern sie die Spähre des politischen ostentativ ausschlugen. Auch möglich ist, dass ein Text eine allegorische Folie bereit stellt, in der sich politische Verhältnisse spiegeln (lassen).
Und auch das ist möglich: Ein an der Oberfläche ideologischer Text (etwa ein Naziode Weinhebers oder eine Stalinballade Bechers) unterläuft gewollt oder ungewollt die Intentionen der Textoberfläche so sehr, dass sie gerade darum von Opositionellen gern konsultiert wird.
Je nach Interessenlage der Teilnehmer versuchen wir nach Möglichkeit anhand der (mitgebrachten oder entstehender) Texte der Teilnehmer diesen Phänomenen nachzuspüren.
Ergebnisse des Workshops können (verbesserte?) Texte der TeilnehmerInnen ebenso sein, wie neue Haltungen, Erfahrungen und Befunde in Bezug auf (Text im Verhältnis zur) Gesellschaft. Auf einer Präsentation wollen wir am 31. August im Riesa efau Einblick in die Ergebnisse unseres Workshops geben.

Die Verbindung von künstlerischen Strategien und politischem Aktivismus scheint in Zeiten einer fragmentierten Öffentlichkeit eine besondere Kraft entfalten zu können. Politische Bewegungen – von links und rechts – haben dieses Potential für sich entdeckt, um die eigene Agenda sichtbar zu machen. Ob bei Occupy oder der Identitären Bewegung werden theatrale Mittel genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen politischer Aktionskunst und ideologischer Instrumentalisierung künstlerischer Mittel? Und was ist das überhaupt: politische Kunst?
Wir, die Performancekünstler*innen und Theaterwissenschaftler*innen Romy Weyrauch und Michael McCrae, wollen mit Euch in diesem Seminar über diese Fragen diskutieren, gemeinsam Formate politischer Aktionskunst entwickeln und praktisch ausprobieren.
Im ersten Teil des Workshops wollen wir zusammen mit Euch einige Beispiele von Kunstaktionen  untersuchen:
 
Künstler*innen(kollektive) wie Christoph Schlingensief, das”Zentrum für politische Schönheit” oder “PENG!”, haben in den letzten Jahren immer wieder Kunst und politische Aktion geschickt miteinander verknüpft und damit polarisiert. Wie haben sie das gemacht? Wo ähneln sich ihre Ansätze? Wo unterscheiden sie sich? 
Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung wollen wir dann im zweiten Teil mit Euch eigene aktionistische Formate entwickeln: Wie kannst du ein politisches Anliegen in Aktionskunst verwandeln? Was willst du damit eigentlich erreichen? Und wo liegen hier die Fallstricke?
Im letzten Schritt wollen wir dann mit Euch “Raus auf die Straße!”, um die ein oder andere entwickelte Idee dem Praxistest zu unterziehen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wir freuen uns natürlich über interessierte und aktiv(istisch)e Teilnehmer*innen.
20:3021:00
28. Aug
[ Film ]
Streifen: Kurzfilmnacht des Filmfest Dresden e.V.
  • VVK 5,-, AK 6,-
Veranstaltungs Bild
Streifen statt Streamen. Das Sommerkino im objekt klein a. Sechs Wochen lang jeden Mittwoch unter freiem Himmel. Wenn das Wetter nicht mitspielt, wird es auf Groß A gemütlich. Bei allen Filmen rollen wir den roten Teppich für Produktionsteams oder Expert:innen aus und laden zum Gespräch!

Kurzfilmnacht des Filmfest Dresden e.V.

"Unsere Filme finden immer rechtzeitig ihr Ende!

Bereits seit 1989 präsentiert das FILMFEST DRESDEN jährlich im April die besten Kurzfilme aus aller Welt – von internationalen Produktionen bis hin zu lokalen Favoriten, vom Spiel- und Dokumentarfilm bis zur Animation.

Eine erlesene Auswahl zum Thema Musik, bunt gemischt und stets mit der richtigen Kürze und Würze – zeigen wir Euch zur Kurzfilmnacht im objekt klein a."


▥ How long, not long | Michelle and Uri Kranot | Dänemark 2016 | Animation | 6 min
Eine visuelle Reise, die uns herausfordert, über unsere universelle Zugehörigkeit nachzudenken, ohne Einschränkung auf eine Stadt, eine Region oder Landesgrenzen.


▥ Riot | Frank Ternier | Frankreich 2017 | Animation| 13 min
Ein junger schwarzer Mann wird bei einer Auseinandersetzung mit einem wachsamen Nachbarn und der Polizei getötet. Eine empörte Menge versammelte sich. Das Gefühl der Ungerechtigkeit ist groß. Eine Gruppe isoliert sich selbst. Emotionen erzeugen Aufruhr... Kann der Körper in Abwesenheit von Worten seine Rache nehmen?


▥ #YA | Ygor Gama & Florencia Rovlich | Argentinien/Chile/D 2015 | Spielfilm | 15 min
Farbbeutel und Unruhen. Tweets verkünden, was zu tun ist. Widerstand überall. Zwei junge Aktivisten begegnen sich inmitten turbulenter Ereignisse. Sie tanzen und die Stadt gehört Ihnen.


▥ Love & Theft | Andreas Hykade | Deutschland 2010 | Animation| 7 min
Wenn man dabei schnell genug blinzelt, beginnen sich die Dinge zu bewegen. Sie flackern, verschwimmen ineinander, verlieren ihre jeweilige Bedeutung – und setzen sich wieder zusammen zu etwas ganz Neuem, Fremden.


▥ Nothing Compares to (E)U | Eline Gehring | Deutschland 2018 | Spielfilm| 15 min
Die Geschichte von Beth und ihrer letzten Nacht als Bürgerin der Europäischen Union. Sie nimmt uns mit auf eine rasante Reise durch ihre Gefühle und das Herz Berlins: Seit Jahren lebt Beth in Berlin ein freies Leben. Aber in der Nacht, in der Großbritannien die Europäische Union verlässt, wird sie plötzlich mit den Folgen des Brexit konfrontiert.


▥ Goldene Zitronen: Das war unsere BRD | Ariane Andereggen, Ted Gaier| Deutschland 2019 | Musikvideo| 10 min


▥ Gudrun Gut: Wir bauen eine neue Stadt | Isabel Kast and the merz gang| Deutschland 2010 | Musikvideo| 4 min

VVK: 5€ exklusiv bei SAX Tickets in der Schauburg
16:00
29. Aug
[ Sonstiges ]
Dresden.politisch.gestalten
Veranstaltungs Bild
Die Werkstatttage „Dresden.politisch.gestalten.“ verbinden zwei zentrale Fragestellungen. Wie wird künstlerischer, kultureller und literarischer Ausdruck politisch? Und wie kann man sich Dresden als politischem Raum und politischem Symbol künstlerisch nähern. Vier Werkstätten bieten die Möglichkeit, sich diesen Fragen mit els unterschiedlicher künstlerischer Techniken und Methoden zu nähern. Im Vordergrund steht die Diskussion und das Experiment. Die Runde Ecke im riesa.efau ist Treffpunkt und Ort des Austausches zwischen den Teilnehmenden der Werkstätten.

Dresden ist Heimat? Dresden ist Osten und Westen? Dresden ist Vielfalt und Fremde?
Dort, wie die Dresdner Kulturhauptstadtsbewerbung für 2025 Punkte hinter Zuschreibungen setzt, wollen wir im Rahmen einer Workshopreihe vom 28. bis 31. August 2019 bewusst Fragezeichen setzen.
Dresden, ist das nicht nur ein imaginierter Raum zwischen Barock und Zerstörung mit seiner neuen Altstadt als sichtbarem Manifest dieser beiden Traumbilder? Oder bildet sich abseits der großen Vorstellungen ein neues Dresden – das der Vielfalt und jungen Subkultur in der Dresdner Neustadt, dem gentrifizierungsgeplagten Ausgehviertel Dresdens oder das der urbanen Gemütlichkeit des Dresdner Ostens. Wo leben die neuen Dresdnerinnen und Dresdner, die 2015, davor und danach zu uns gekommen sind? In den von Abgrenzung und Teilung betroffenen Stadt w im Südosten und Südwesten der Stadt oder wird ihr Einfluss auf das städtische Leben auch anderswo sichtbar?
Da, wo es sich zu leben lohnt, fühlt man sich zuhause – Dresden, zeitweise Geburtenhauptstadt. Was interessiert die jungen Menschen, die hier zur Schule gehen? Und wo ist ihr Raum in der Stadt?
Dem Ruf des Tals der Ahnungslosen widerspricht eine lebendige Streitkultur gegenüber, die oftmals schmerzt, an die Substanz geht, stur ist. Positionen stehen sich gegenüber, nicht erst seit Pegida. Im Streit um eine Brücke verlor die Stadt ihren Welterbetitel. Doch wie gehen wir mit dem allerorts aufflackernden Rassismus um? Mit Gewalt, Hass und Hetze, die Dresden auf der einen Seite den Titel „Stadt des Widerstands“ einbrachte, auf der anderen Seite den eines braunen Schandflecks? Wie organisieren wir Vielfalt, die weniger Fremde mit sich bringt?
Mit einer Workshopreihe wollen wir diese Fragen nutzen, um gemeinsam künstlerisch tätig und wirksam zu werden. Im Rahmen von Workshops, offen für alle, die sich für das Kunstmachen, das Literaturmachen und Performanen interessieren und Lust haben, sich auszuprobieren, wollen wir uns der Frage nähern, wie Dresden – als Symbol für unsere politische Kultur und als gesellschaftlicher Raum, der über Kultur erfahrbar wird, gelesen und betrachtet werden kann.
Wir laden Sie und Euch recht herzlich ein, in der Woche vor den Landtagswahlen vom 28. bis 31. August 2019 mit uns diese Auseinandersetzung zu suchen. Interventionistisch, vielfältig und kulturpolitisch.
Alle angebotenen Workshops sind kostenlos. Zum Abschluss der dreitägigen Workshops zeigen wir im Rahmen einer Werkstattpräsentation den Schaffensprozess, präsentieren im Rahmen einer Lesung die Ausgabe „dresden.politisch.schreiben“ und öffnen den Raum für Musik und Performances.

Die Grundlage für den Workshop Künstlerbuch können die verschiedenen Texte einer Sonderausgabe Der Maulkorb – Blätter für Literatur und Kunst,der zu diesem Thema erscheinen wird, bilden. Es können aber auch andere oder eigene Texte genutzt oder  mitgebracht oder geschrieben werden, die sich mit Dresden auseinandersetzen. Natürlich kann auch ein vollkommen freier Ansatz gewählt werden.
Das Künstlerbuch steht hier für einen definierten Rahmen, innerhalb dessen ein Thema bearbeitet werden kann. Es ist subjektiv und einmalig. Es erhebt keine Forderung nach Objektivität, nach richtig. Nach falsch. Ein Scheitern findet nicht statt. Es zeigt immer eine persönliche Auseinandersetzung und ist zugleich auch eine Dokumentation dieser Auseinandersetzung bzw. ihrer Entwicklung. Das Buch liegt am Schnittpunkt von Sprache, Bild, von Massenprodukt und Unikat und Serie. Es ermöglicht uns, einen Gedanken über viele Seiten fortzuführen, genauso, wie es mit jedem Umschlagen der Seite, einen Neubeginn verspricht oder ermöglicht.
Ziel des Workshops ist es, sich mit verschiedenen Blickwinkeln von, auf, aus und mit Dresden auseinanderzusetzen, diese mit künstlerischen und literarischen Mitteln zu betrachten, zu verarbeiten oder zu illustrieren. Politisch soll hier – etwa im Sinne von Villem Flusser – als etwas öffentlich machen, verstanden werden.
Etwas ins Licht ziehen und es darum betrachtbar machen und durch diese Betrachtbarmachung, eine Auseinandersetzung schaffen bzw. fördern. Dabei soll, die Art und Weise und die Folgen des Öffentlich-Machen nicht vergessen werden und in den Prozess einfließen.
Am Ende des Workshops sollen aus diesen Betrachtungen der Teilnehmer verschiedene Künstlerbücher als Unikate entstehen. Das Buch soll hier im weitesten Sinne als eine Einheit und Rahmen der inhaltlichen Auseinandersetzung verstanden werden, es kann aber auch einfach ein Heft, eine Schriftrolle, ein Leporello oder jede andere geeignete Form entstehen.
Wir nutzen verschiedene literarische Techniken wie Cut Up, einfache Formen des Ketten-Renga oder der Collage/Decollage. Wenn es passend erscheint, werden wir z.Bsp. Auch Erkenntnisse aus Viktor Klemperers LTI nutzen. Wir denken über verschiedene Abstraktionsebenen und deren künstlerische Umsetzung nach. Layout/ kein Layout, Typografie, Bildaufteilung, Regelüberschreitungen. Wir nutzen einfachere Bindungen wie japanische oder koptische Buchbindetechniken.
Eine Zusammenarbeit der Teilnehmer ist ausdrücklich gewünscht.
Dies ist kein Buchbindeworkshop!

Oft wird von neunmalklugen Kritikern gesellschaftliche Relevanz in der Literatur eingefordert. Viele Schriftsteller bleiben merkwürdig dickfellig gegen solche Ansprüche. Ihnen wird das gern als Desinteresse ausgelegt. Sie hingegen weisen jenen Anspruch mit dem Hinweis zurück, dass jede große Kunst jenseits der Meinung zu siedeln habe. Das ist allerdings in sich schon eine politische Haltung, denn der größte Teil der Kunst findet gerade im Mittelbereich zwischen dem nicht ganz Schlechten aber auch nicht gänzlich Außergewöhnlichen statt. Ein Künstler positioniert sich also deutlich zu seinen Mitmenschen, wenn er fraglos annimmt, dass seine Arbeiten die seiner Zeitgenossen fraglos überragen. 
Es gibt weitere Gründe, sich einem allzu direkten politischen Anspruch zu entziehen: Wer politische Haltungen im Text explizit macht, ist regelmäßig mit eingeschliffenen Reflexen, Vorurteilen und Meinungen konfrontiert. Wer sich in diesem Irrgarten der Abwehr anderer Haltungen nicht verfangen will, kann versuchen, die in politischen Begrifflichkeiten oder Bildern abgespeicherten Vorurteilsstrukturen zu unterlaufen.
Auch muss der politische Autor damit rechnen, dass ein Lektor, Redakteur oder Herausgeber politische Meinungen hegt, die nicht den eigenen entsprechen. Das bedeutet statistisch, dass sich jene Texte politischen Inhalts in der Öffentlichkeit am weitesten verbreiten, deren Haltung sich mit den gängisten Ansichten deckt. Die Wirkungsabsicht hat hier die Tendenz zur Redundanz.
Gesellschafliche Wirkung wird ein Text also nicht auf dem sprachlichen Spielfeld erlangen, auf dem sich die Leitartikler der Zeitungen tummeln. 
Eher dort, wo er sich kleine Verschiebungen der Bilder (von Menschen), der konzeptuellen Rahmung der geschilderten Sachverhalte, manchmal der Personalpronom (dieser Text ist, wenn auch nur aus sprachlicher Bequemlichkeit, z.B. aus männlicher Perspektive geschrieben) oder im Bezug auf Traditionen zu Nutze macht.
Dazu muss der Text auf der Oberfläche letztlich gar keine Signaturen des Politischen tragen. So konnten etwa Naturgedichte (im 3. Reich) oder Interieurbeschreibungen (in der DDR) zum Politikum werden, insofern sie die Spähre des politischen ostentativ ausschlugen. Auch möglich ist, dass ein Text eine allegorische Folie bereit stellt, in der sich politische Verhältnisse spiegeln (lassen).
Und auch das ist möglich: Ein an der Oberfläche ideologischer Text (etwa ein Naziode Weinhebers oder eine Stalinballade Bechers) unterläuft gewollt oder ungewollt die Intentionen der Textoberfläche so sehr, dass sie gerade darum von Opositionellen gern konsultiert wird.
Je nach Interessenlage der Teilnehmer versuchen wir nach Möglichkeit anhand der (mitgebrachten oder entstehender) Texte der Teilnehmer diesen Phänomenen nachzuspüren.
Ergebnisse des Workshops können (verbesserte?) Texte der TeilnehmerInnen ebenso sein, wie neue Haltungen, Erfahrungen und Befunde in Bezug auf (Text im Verhältnis zur) Gesellschaft. Auf einer Präsentation wollen wir am 31. August im Riesa efau Einblick in die Ergebnisse unseres Workshops geben.

Die Verbindung von künstlerischen Strategien und politischem Aktivismus scheint in Zeiten einer fragmentierten Öffentlichkeit eine besondere Kraft entfalten zu können. Politische Bewegungen – von links und rechts – haben dieses Potential für sich entdeckt, um die eigene Agenda sichtbar zu machen. Ob bei Occupy oder der Identitären Bewegung werden theatrale Mittel genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen politischer Aktionskunst und ideologischer Instrumentalisierung künstlerischer Mittel? Und was ist das überhaupt: politische Kunst?
Wir, die Performancekünstler*innen und Theaterwissenschaftler*innen Romy Weyrauch und Michael McCrae, wollen mit Euch in diesem Seminar über diese Fragen diskutieren, gemeinsam Formate politischer Aktionskunst entwickeln und praktisch ausprobieren.
Im ersten Teil des Workshops wollen wir zusammen mit Euch einige Beispiele von Kunstaktionen  untersuchen:
 
Künstler*innen(kollektive) wie Christoph Schlingensief, das”Zentrum für politische Schönheit” oder “PENG!”, haben in den letzten Jahren immer wieder Kunst und politische Aktion geschickt miteinander verknüpft und damit polarisiert. Wie haben sie das gemacht? Wo ähneln sich ihre Ansätze? Wo unterscheiden sie sich? 
Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung wollen wir dann im zweiten Teil mit Euch eigene aktionistische Formate entwickeln: Wie kannst du ein politisches Anliegen in Aktionskunst verwandeln? Was willst du damit eigentlich erreichen? Und wo liegen hier die Fallstricke?
Im letzten Schritt wollen wir dann mit Euch “Raus auf die Straße!”, um die ein oder andere entwickelte Idee dem Praxistest zu unterziehen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wir freuen uns natürlich über interessierte und aktiv(istisch)e Teilnehmer*innen.
16:00
30. Aug
[ Sonstiges ]
Dresden.politisch.gestalten
Veranstaltungs Bild
Die Werkstatttage „Dresden.politisch.gestalten.“ verbinden zwei zentrale Fragestellungen. Wie wird künstlerischer, kultureller und literarischer Ausdruck politisch? Und wie kann man sich Dresden als politischem Raum und politischem Symbol künstlerisch nähern. Vier Werkstätten bieten die Möglichkeit, sich diesen Fragen mit els unterschiedlicher künstlerischer Techniken und Methoden zu nähern. Im Vordergrund steht die Diskussion und das Experiment. Die Runde Ecke im riesa.efau ist Treffpunkt und Ort des Austausches zwischen den Teilnehmenden der Werkstätten.

Dresden ist Heimat? Dresden ist Osten und Westen? Dresden ist Vielfalt und Fremde?
Dort, wie die Dresdner Kulturhauptstadtsbewerbung für 2025 Punkte hinter Zuschreibungen setzt, wollen wir im Rahmen einer Workshopreihe vom 28. bis 31. August 2019 bewusst Fragezeichen setzen.
Dresden, ist das nicht nur ein imaginierter Raum zwischen Barock und Zerstörung mit seiner neuen Altstadt als sichtbarem Manifest dieser beiden Traumbilder? Oder bildet sich abseits der großen Vorstellungen ein neues Dresden – das der Vielfalt und jungen Subkultur in der Dresdner Neustadt, dem gentrifizierungsgeplagten Ausgehviertel Dresdens oder das der urbanen Gemütlichkeit des Dresdner Ostens. Wo leben die neuen Dresdnerinnen und Dresdner, die 2015, davor und danach zu uns gekommen sind? In den von Abgrenzung und Teilung betroffenen Stadt w im Südosten und Südwesten der Stadt oder wird ihr Einfluss auf das städtische Leben auch anderswo sichtbar?
Da, wo es sich zu leben lohnt, fühlt man sich zuhause – Dresden, zeitweise Geburtenhauptstadt. Was interessiert die jungen Menschen, die hier zur Schule gehen? Und wo ist ihr Raum in der Stadt?
Dem Ruf des Tals der Ahnungslosen widerspricht eine lebendige Streitkultur gegenüber, die oftmals schmerzt, an die Substanz geht, stur ist. Positionen stehen sich gegenüber, nicht erst seit Pegida. Im Streit um eine Brücke verlor die Stadt ihren Welterbetitel. Doch wie gehen wir mit dem allerorts aufflackernden Rassismus um? Mit Gewalt, Hass und Hetze, die Dresden auf der einen Seite den Titel „Stadt des Widerstands“ einbrachte, auf der anderen Seite den eines braunen Schandflecks? Wie organisieren wir Vielfalt, die weniger Fremde mit sich bringt?
Mit einer Workshopreihe wollen wir diese Fragen nutzen, um gemeinsam künstlerisch tätig und wirksam zu werden. Im Rahmen von Workshops, offen für alle, die sich für das Kunstmachen, das Literaturmachen und Performanen interessieren und Lust haben, sich auszuprobieren, wollen wir uns der Frage nähern, wie Dresden – als Symbol für unsere politische Kultur und als gesellschaftlicher Raum, der über Kultur erfahrbar wird, gelesen und betrachtet werden kann.
Wir laden Sie und Euch recht herzlich ein, in der Woche vor den Landtagswahlen vom 28. bis 31. August 2019 mit uns diese Auseinandersetzung zu suchen. Interventionistisch, vielfältig und kulturpolitisch.
Alle angebotenen Workshops sind kostenlos. Zum Abschluss der dreitägigen Workshops zeigen wir im Rahmen einer Werkstattpräsentation den Schaffensprozess, präsentieren im Rahmen einer Lesung die Ausgabe „dresden.politisch.schreiben“ und öffnen den Raum für Musik und Performances.

Die Grundlage für den Workshop Künstlerbuch können die verschiedenen Texte einer Sonderausgabe Der Maulkorb – Blätter für Literatur und Kunst,der zu diesem Thema erscheinen wird, bilden. Es können aber auch andere oder eigene Texte genutzt oder  mitgebracht oder geschrieben werden, die sich mit Dresden auseinandersetzen. Natürlich kann auch ein vollkommen freier Ansatz gewählt werden.
Das Künstlerbuch steht hier für einen definierten Rahmen, innerhalb dessen ein Thema bearbeitet werden kann. Es ist subjektiv und einmalig. Es erhebt keine Forderung nach Objektivität, nach richtig. Nach falsch. Ein Scheitern findet nicht statt. Es zeigt immer eine persönliche Auseinandersetzung und ist zugleich auch eine Dokumentation dieser Auseinandersetzung bzw. ihrer Entwicklung. Das Buch liegt am Schnittpunkt von Sprache, Bild, von Massenprodukt und Unikat und Serie. Es ermöglicht uns, einen Gedanken über viele Seiten fortzuführen, genauso, wie es mit jedem Umschlagen der Seite, einen Neubeginn verspricht oder ermöglicht.
Ziel des Workshops ist es, sich mit verschiedenen Blickwinkeln von, auf, aus und mit Dresden auseinanderzusetzen, diese mit künstlerischen und literarischen Mitteln zu betrachten, zu verarbeiten oder zu illustrieren. Politisch soll hier – etwa im Sinne von Villem Flusser – als etwas öffentlich machen, verstanden werden.
Etwas ins Licht ziehen und es darum betrachtbar machen und durch diese Betrachtbarmachung, eine Auseinandersetzung schaffen bzw. fördern. Dabei soll, die Art und Weise und die Folgen des Öffentlich-Machen nicht vergessen werden und in den Prozess einfließen.
Am Ende des Workshops sollen aus diesen Betrachtungen der Teilnehmer verschiedene Künstlerbücher als Unikate entstehen. Das Buch soll hier im weitesten Sinne als eine Einheit und Rahmen der inhaltlichen Auseinandersetzung verstanden werden, es kann aber auch einfach ein Heft, eine Schriftrolle, ein Leporello oder jede andere geeignete Form entstehen.
Wir nutzen verschiedene literarische Techniken wie Cut Up, einfache Formen des Ketten-Renga oder der Collage/Decollage. Wenn es passend erscheint, werden wir z.Bsp. Auch Erkenntnisse aus Viktor Klemperers LTI nutzen. Wir denken über verschiedene Abstraktionsebenen und deren künstlerische Umsetzung nach. Layout/ kein Layout, Typografie, Bildaufteilung, Regelüberschreitungen. Wir nutzen einfachere Bindungen wie japanische oder koptische Buchbindetechniken.
Eine Zusammenarbeit der Teilnehmer ist ausdrücklich gewünscht.
Dies ist kein Buchbindeworkshop!

Oft wird von neunmalklugen Kritikern gesellschaftliche Relevanz in der Literatur eingefordert. Viele Schriftsteller bleiben merkwürdig dickfellig gegen solche Ansprüche. Ihnen wird das gern als Desinteresse ausgelegt. Sie hingegen weisen jenen Anspruch mit dem Hinweis zurück, dass jede große Kunst jenseits der Meinung zu siedeln habe. Das ist allerdings in sich schon eine politische Haltung, denn der größte Teil der Kunst findet gerade im Mittelbereich zwischen dem nicht ganz Schlechten aber auch nicht gänzlich Außergewöhnlichen statt. Ein Künstler positioniert sich also deutlich zu seinen Mitmenschen, wenn er fraglos annimmt, dass seine Arbeiten die seiner Zeitgenossen fraglos überragen. 
Es gibt weitere Gründe, sich einem allzu direkten politischen Anspruch zu entziehen: Wer politische Haltungen im Text explizit macht, ist regelmäßig mit eingeschliffenen Reflexen, Vorurteilen und Meinungen konfrontiert. Wer sich in diesem Irrgarten der Abwehr anderer Haltungen nicht verfangen will, kann versuchen, die in politischen Begrifflichkeiten oder Bildern abgespeicherten Vorurteilsstrukturen zu unterlaufen.
Auch muss der politische Autor damit rechnen, dass ein Lektor, Redakteur oder Herausgeber politische Meinungen hegt, die nicht den eigenen entsprechen. Das bedeutet statistisch, dass sich jene Texte politischen Inhalts in der Öffentlichkeit am weitesten verbreiten, deren Haltung sich mit den gängisten Ansichten deckt. Die Wirkungsabsicht hat hier die Tendenz zur Redundanz.
Gesellschafliche Wirkung wird ein Text also nicht auf dem sprachlichen Spielfeld erlangen, auf dem sich die Leitartikler der Zeitungen tummeln. 
Eher dort, wo er sich kleine Verschiebungen der Bilder (von Menschen), der konzeptuellen Rahmung der geschilderten Sachverhalte, manchmal der Personalpronom (dieser Text ist, wenn auch nur aus sprachlicher Bequemlichkeit, z.B. aus männlicher Perspektive geschrieben) oder im Bezug auf Traditionen zu Nutze macht.
Dazu muss der Text auf der Oberfläche letztlich gar keine Signaturen des Politischen tragen. So konnten etwa Naturgedichte (im 3. Reich) oder Interieurbeschreibungen (in der DDR) zum Politikum werden, insofern sie die Spähre des politischen ostentativ ausschlugen. Auch möglich ist, dass ein Text eine allegorische Folie bereit stellt, in der sich politische Verhältnisse spiegeln (lassen).
Und auch das ist möglich: Ein an der Oberfläche ideologischer Text (etwa ein Naziode Weinhebers oder eine Stalinballade Bechers) unterläuft gewollt oder ungewollt die Intentionen der Textoberfläche so sehr, dass sie gerade darum von Opositionellen gern konsultiert wird.
Je nach Interessenlage der Teilnehmer versuchen wir nach Möglichkeit anhand der (mitgebrachten oder entstehender) Texte der Teilnehmer diesen Phänomenen nachzuspüren.
Ergebnisse des Workshops können (verbesserte?) Texte der TeilnehmerInnen ebenso sein, wie neue Haltungen, Erfahrungen und Befunde in Bezug auf (Text im Verhältnis zur) Gesellschaft. Auf einer Präsentation wollen wir am 31. August im Riesa efau Einblick in die Ergebnisse unseres Workshops geben.

Die Verbindung von künstlerischen Strategien und politischem Aktivismus scheint in Zeiten einer fragmentierten Öffentlichkeit eine besondere Kraft entfalten zu können. Politische Bewegungen – von links und rechts – haben dieses Potential für sich entdeckt, um die eigene Agenda sichtbar zu machen. Ob bei Occupy oder der Identitären Bewegung werden theatrale Mittel genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen politischer Aktionskunst und ideologischer Instrumentalisierung künstlerischer Mittel? Und was ist das überhaupt: politische Kunst?
Wir, die Performancekünstler*innen und Theaterwissenschaftler*innen Romy Weyrauch und Michael McCrae, wollen mit Euch in diesem Seminar über diese Fragen diskutieren, gemeinsam Formate politischer Aktionskunst entwickeln und praktisch ausprobieren.
Im ersten Teil des Workshops wollen wir zusammen mit Euch einige Beispiele von Kunstaktionen  untersuchen:
 
Künstler*innen(kollektive) wie Christoph Schlingensief, das”Zentrum für politische Schönheit” oder “PENG!”, haben in den letzten Jahren immer wieder Kunst und politische Aktion geschickt miteinander verknüpft und damit polarisiert. Wie haben sie das gemacht? Wo ähneln sich ihre Ansätze? Wo unterscheiden sie sich? 
Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung wollen wir dann im zweiten Teil mit Euch eigene aktionistische Formate entwickeln: Wie kannst du ein politisches Anliegen in Aktionskunst verwandeln? Was willst du damit eigentlich erreichen? Und wo liegen hier die Fallstricke?
Im letzten Schritt wollen wir dann mit Euch “Raus auf die Straße!”, um die ein oder andere entwickelte Idee dem Praxistest zu unterziehen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber wir freuen uns natürlich über interessierte und aktiv(istisch)e Teilnehmer*innen.
18:0019:00
30. Aug
[ Festival ]
The Sound of Bronkow 2019
Tipp
  • Garda
    Vögel die Erde essen
    Samana
    Francessco Wilking & Moritz Kramer
    Bernhard Eder
  • Singer / Songwriter, Folk, Indie
  • 22,-
Veranstaltungs Bild
THE SOUND OF BRONKOW ist immer noch ein dreitägiges Musikfestival für Folk, Indie und Singer/Songwriter rund um das Dresdner Societaetstheater, präsentiert von dem lokalen Plattenlabel K&F Records und dem Societaetstheater. 2019 geht man bereits ins zehnte Jahr. Die beteiligten Künstler entstammen zu einem großen Teil der Kumpels and Friends-Familie, sei es durch die Zusammenarbeit beim Booking (Kumpels and Friends Konzerte) oder durch Veröffentlichungen auf K&F Records. Darüber hinaus wurden wieder zahlreiche internationale Künstler und Bands gebucht, die den Kumpels and Friends-Machern schon ewig lodernde Herzensangelegenheit sind. Das Festival bespielt im Kern vier Bühnen, drei Indoor-Bühnen im Societaetstheater und eine kostenlose Outdoor-Bühne im Garten des Theaters. Dazu gibt es vereinzelte Konzerte in weiteren Spielstätten sowie eine Festival-Party.
20:00
30. Aug
[ Party ]
Ententanz
  • Patrick Kallenberg (TechtelNächtel Produktion)
    Kawa Kawa -Live- (Lokalhelden / ORGIA)
    Unoulei aka Julius b2b Salz-Pfeffer (All Ducks on Deck)
    Agapi Mou (All Ducks on Deck)
  • Techno
  • Spende
Veranstaltungs Bild
Der Ententanz oder Vogerltanz ist ein Partytanz, der aufgrund der Melodie „Ententanz“ entstanden ist und nur im Zusammenhang mit dieser Melodie getanzt wird." 

Die Stockente ist sehr anpassungsfähig und kommt fast überall vor, wo es "Gewässer" gibt. Die Rösslstube bietet das unterschiedlichste Gewässer, von einem riesigen Sektsee über den Bierteich bis hin zum Vinozean. Entlein Agapi Mou hat festgestellt, dass sie sich dort sehr heimisch und wohl fühlt.

Doch genau diese eine Ente fliegt bald aus und möchte das vorerst letzte Mal in ihren heimischen Gebieten ihren Ententanz zelebrieren. Sie holt sich Unterstützung von Entenbrüdern, Freunden & Verwandten ihrer Art.

Und es ist kein Geheiminis, dass der See in den Mondstunden wieder funkeln und glitzern wird...
20:00
30. Aug
[ Sonstiges ]
Faultierlounge
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Wie eine Silent Sound Disco, nur im Sitzen. Oder fast im Liegen. Denn wir haben Liegestühle. Und ihr habt drei Kanäle zur Auswahl, auf denen Kulturvolles geboten wird. In Kooperation mit Literatur Jetzt, gibt es Hörspiele, dazu einen DJ, der chillige Sounds spielt.
21:00
30. Aug
[ Party ]
The Sound of Bronkow - Die Party
  • Indie, Northern Soul, Elektro
Veranstaltungs Bild
Am Freitag, den 30.8. laden wir nach dem Tagesheadliner traditionell zur großen gemeinschaftlichen Festivalsause. Auch 2019 findet die Party wieder im Ostpol auf der Königsbrücker Str. statt.
22:00
30. Aug
[ Party ]
Chiffre X Tropical Schmutz
  • Anachronism
    Boris Retro
    fraenk
    Planetary Secrets
  • Techno, House, Wave
Veranstaltungs Bild
Es wird nicht nur tropisch heiß. Chiffre lädt dieses Mal die gesamte Tropical Schmutz Crew ein. Den Anfang übernimmt eine Newcomerin aus Dresden, deren Name noch nicht verraten wird. Danach geleiten euch die Tropical Schmutz Djs, Anachronism, Planetary Secrets, Boris Retro und frænk durch den Abend. Wie ein Abfangjäger.
22:00
30. Aug
[ Party ]
NOAR x UV Open Air
  • Techno, House, Breakbeat
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Noar Crew & Uncanny Valley Soundsystem Free Open Air 
22:00
30. Aug
[ Party ]
Cold Diggin´
  • East
    Mikster
  • Hip Hop, Funk, Bassmusik
Veranstaltungs Bild
 
23:00
30. Aug
[ Party ]
Küchenrave ft. Data 3
  • Data 3 (Shogun, Flexout)
    Mosaix (SPCL RQST)
    4:20 (Deep Note)
    Nsphere (Deeper Access)
    Steve Columbo (SPCL RQST)
    Eski (Spur1-Music, Deeper Access)
    Forv3rt (Danger Movement, Deeper Access)
    Fiasko (Danger Movement)
    Gwinn (Küchenrave)
    Tinkturox (Küchenrave, Danger Movement)
  • Drum'n'Bass
  • 8,-
Veranstaltungs Bild
Kev aka Tinkturox feiert seinen Abschied! 

Für ein Jahr wird er Dresden den Rücken kehren, aber natürlich nicht ohne sich vorher gebürtig zu verabschieden. Deshalb hat er sich nebst einiger seiner wohlvertrautesten Skangster‘s noch ein neues Element aus dem Periodensystem des DnB’s eingeladen: Data 3! 

Data 3 bilden ein Trio von Drum & Bass Producern, welche alle aus einer kleinen verschlafenen Gegend in England entsprangen. Durch das Genre zusammengefunden, haben diese 3 Jungs eine spannende Mischung aus ihren Einflüssen gefunden, um einen ganz eigenen Sound zu kreieren. Dieser beinhaltet neben einigen Tönen, die man sonst nur im liquiden Bereich findet, besonders dunkle & dreckige Basslines, die nur ein Ziel haben: Sie müssen rollen! 

Ihren ersten Release als Data 3 hatten Sie vor 4 Jahren auf dem Label Soulvent mit „Solar Space“. Daraufhin folgten viele kleinere Releases in Form von Singles, Compilations oder Bootlegs. Besonders durch letztere sind viele auf Data 3 aufmerksam geworden, selbst wenn die meisten ihrer heiß ersehnten Bootlegs nur als Soundschnipsel im Internet kursieren und niemand weiß, wann und ob diese jemals offiziell herausgebracht werden. Wie dem auch sei: der wirkliche Durchbruch gelang ihnen dann im letzten Jahr durch ihre Debut-EP „Tyrant“ auf Flexout Audio, welche Support von Noisia, Friction und vielen weiteren erhalten hatte. Nun haben sie ihre zweite EP namens „Cellular“ auf Flexout released, welche den ersten Part ihres Debut-Albums „Matter“ darstellt. 

Wir werden also noch einiges von den Jungs in Zukunft zu hören bekommen und freuen uns sehr, sie am 30. August in Dresden begrüßen zu dürfen!
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