19:00
24. Sep
[ Diskussion / Vortrag ]
Theorien zur Praxis: Machiavelli - oder ist Politik amoralisch?
  • Philipp Felsch (Humboldt-Universität zu Berlin)
    Herfried Münkler
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Philosophisches Gespräch mit  Philipp Felsch, Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Herfried Münkler, Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte

In unserer Reihe Theorien zur Praxis stellen wir zweimal jährlich Theoretikerinnen und Theoretiker vor, die bis heute inspirieren, faszinieren und irritieren. Wir wollen wissen, unter welchen Bedingungen eine Theorie aufkam, was sie so erfolgreich machte und was sie uns heute noch zu sagen hat.

In dieser Ausgabe wenden wir uns dem Denken eines der bedeutendsten politischen Theoretiker der Neuzeit zu, der mit seiner Analyse der Regierungskünste Politik und Moral voneinander trennte und darin bis heute ebenso viel rezipiert wie umstritten ist: der Florentiner Philosoph, Politiker und Diplomat Niccolò Machiavelli (1469 – 1527). In seiner Abhandlung Der Fürst (Erstausgabe 1832) entwickelt Machiavelli die Vorstellung einer Staatsräson, bei der die politische Führung notfalls auch zu Gewalt und Grausamkeit bereit sein müsse, wenn es dem Erhalt von Staat und Macht dient. Geschicktes politisches Handeln verlange außerdem die Kunst, den richtigen Schein zu erzeugen. Bereits kurz nach Erscheinen des Buches setzten heftige Polemiken gegen diese vermeintlich skrupellose und amoralische Vorstellung von Politik und Staatsführung ein, Friedrich II., der Große, fühlte sich gar zu einem „Anti-Machiavell“ (1740) aufgefordert. Die politische Theorie hingegen berief sich von Montesquieu über Hobbes, Rousseau bis hin zu Hannah Arendt und Carl Schmitt durchaus zustimmend auf den Renaissancephilosophen.
19:00
24. Sep
[ Diskussion / Vortrag ]
Schwatzmarkt 2019
  • Eintritt frei, Anmeldung beachten
Gut informiert gelingt ehrenamtliches Engagement.

Beim Schwatzmarkt bekommt Ihr diese Informationen von verschiedenen Expert_innen in kurzen Gesprächsrunden.
Bitte meldet Euch zu maximal 3 Expert_innen an- mehr dazu findet ihr am Ende vom Text.

Unsere Experten in diesem Jahr sind:
o Über Stock und Stein - Erfahrungen bei der Gründung einer gemeinnützigen GmbH (Josepha Hose, Kultopia gGmbH) 
o Was bringt Coaching und Prozessberatung für gemeinnützige Organisationen? (Melanie Hörenz-Pissang, Systemischer Organisationscoach) 
o Was bringen Netzwerke meinem Verein? (Karoline Bünker, Wirtschaftsjunioren Sachsen) 
o Wie organisiere ich eine Kampagne für... ? (Matthias Röder, Konglomerat e.V.) 
o Auf „Senden“ geklickt – aber was passiert mit meiner Pressemitteilung in der Zeitungsredaktion? (Julia Vollmer, Journalistin Sächsische Zeitung) 
o Welches Potenzial hat meine Idee? (Manuel Lenk, Businesscoach, Potenzialspezialist) 
o Wie kann ich Geld für Demokratieförder- und Integrationsprojekte erhalten? (Jan-Ulrich Spies, Leiter Stabstelle Demokratieförderung im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration) 
o Wie finden kleine migrantische Vereine ein zu Hause (Raum)? (Kristina Winkler, Integrations- und Ausländer- beauftragte der Landeshauptstadt Dresden) 
o Personalführung von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen (Anja Rackette, Freiberuflerin) 
o Datenschutz schützt keine Daten! Transparenz im Internet und was Vereine beim Umgang mit personenbezogenen Daten beachten sollten (Michael Hengstler, Rechtsanwalt) 
o Mein Projekt macht negative Schlagzeilen – Öffentlichkeitsarbeit im Krisenfall (Edwin Seifert, meeco Communication Services GmbH ) 
o Kulturhauptstadt Europas 2025 - wie geht es weiter? (Lars Röher, Veranstaltungsorganisation Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden) 
o Wie kann ich Kinder und Jugendliche in meinem Verein beteiligen? (Anke Lietzmann, Kinder- und Jugend- beauftragte der Landeshauptstadt Dresden) 
o Fördermöglichkeiten in der Region durch die Stiftungen der Sparkasse (Ulrike Schüler, Referentin Stiftungen bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden) 
o Lasst uns feiern! - Was müssen Vereine als Veranstalter beachten? (Cornelia Trentzsch, Fairsicherungsbüro Dresden GmbH) 
o Wie finde ich engagierte Freiwillige für mein Projekt in Dresden? (Ute Meckbach, Freiwilligenagentur ehren- sache.jetzt der Bürgerstiftung Dresden) 

Bitte melden Sie sich im Vorfeld zu maximal drei Themen verbindlich an, um in kleinen Schwatzrunden (2 Teilnehmende und 1 Experte/ Expertin) in ein halbstündiges Gespräch zu kommen.

Ihre Anmeldungen können Sie bis zum 16.09.2019 unter Angabe von:
- Name,
- Telefonnummer,
- E-Mail Adresse,
- maximal drei Wunschthemen
per E-Mail an martin.reichel@kulturbuero-dresden.de

Ort: Kulturbüro, Schweizer Str. 32, 01069 Dresden
19:3020:00
24. Sep
[ Konzert ]
Dienstagskonzert: John Van Deusen
  • John Van Deusen
  • Singer- / Songwriter, Pop
  • 12,-
Veranstaltungs Bild
Manche kennen John Van Deusen noch als Sänger von The Lonely Forest, die in 10 Jahren immerhin vier Alben veröffentlicht haben und vor allem mit ihrem dritten Werk “Arrows” (2011) für Aufsehen sorgen konnten. So wurden sie von NPR als “Best New Artist” ausgezeichnet und van Deusen vom Seattle Weekly als “best male vocalist“. Kein Wunder!
John Van Deusen trägt eine Ehrlichkeit in sich, die auf viele etwas verstörend wirken mag und kleidet diese in seinen ganz eigenen Power-Pop, der zum Teil sonderbare Einflüsse hat. Das resultiert dann in seine spezielle Art von Indie-Rock, der zu einem Teil bekannt vorkommt und an die 90er Jahre erinnert, zum anderen aber doch auch recht eigenartig anmutet. Die Hooks sind eingängig und zum Teil sogar leicht, aber dies wird von der emotionalen Komplexität seiner Musik dann etwas konterkariert – überhaupt gibt es zurzeit wenige, deren Intimität und Verletzlichkeit so absolut sind.
Singt er auf der einen Seite von Vertrauen, so behandelt er auch seine Zweifel, Depression und Selbstmordgedanken mit aller Ernsthaftigkeit. John Van Deusen ist ein Künstler der Gegensätze, der uns mit unglaublichen Melodien und Songs beglückt und fesselt, uns auf der anderen Seite aber auch an seinen dunklen Gedanken teilhaben lässt, die nicht minder fesselnd sind.
Musik, die so energetisch und zugänglich ist, sollte vielleicht nicht so persönlich und offen daherkommen, aber John Van Deusens künstlerische Persönlichkeit ist mit allen Höhen und Tiefen nun mal auch seine wahre Persönlichkeit. Seine Alben sollten in diesem Kontext verstanden werden, zeichnen sie doch ein Portrait der menschlichen Seele in all ihrer Unordnung und Unbeschreiblichkeit. In Würdigung dieses Kontextes entschied sich Van Deusen zu einer ganzen Serie von sehr persönlichen Solo-Alben, die “(I Am) Origami” betitelt sind und so unterschiedlich diese musikalisch verschiedenste Stimmungen transportieren, stammen sie alle von derselben Person.
“John Van Deusen has perfected indie power pop of actual substance in a way that makes me feel things I didn't know music that sounds this good could make me feel” - Steven Graham, host of Locals Only on 107.7 The End, KNDD Seattle
19:0020:00
24. Sep
[ Konzert ]
Pile
  • Pile
    Lingua Nada
  • Rock
  • 5,-
Veranstaltungs Bild
Pile sind eine Rock Band aus, Massachusetts, wobei das mit Band anfangs anders geplant war. Mastermind Rick Maguire startete das Projekt 2007 als Solist und auch die ersten beiden Outputs „Demontration“, eine 10 Song Demo Tape, und das Album „Jerk Routine“ aus dem Jahr 2008 spielte er im Alleingang ein. Erst danach begann die Suche nach einer adäquaten Bandbesetzung, mit der er seine Songs auch den eigenen Vorstellungen gemäß live zu präsentieren vermochte.  Nach einigen Hin und Her fand sich alsbald ein festes Lineup bestehend aus Kris Kuss (Drums), Matt Becker (Gitarre), Matt Connery (Bass) und natürlich Rick Maguire (Gitarre/Vocals). In den folgenden Jahren brachten sie einige aufsehenerregende Alben und EP’s heraus und betourten ausgiebig die USA, Kanada, UK und Festlandeuropa. Nun steht mit „Green and Gray“ ihr langerwartetes neues Album in den Startlöchern, welches sie einmal mehr auch auf europäischen Bühnen live vorstellen werden, so u.a. auch erstmals in Dresden! 

Sie sind bekannt für ihren Ruf, die “Lieblingsband deiner Lieblingsband” zu sein, und für ihre unermüdliche Arbeitsmoral. Ihre treue Gefolgschaft erspielten sie sich mittels jahrelangem DIY Tourings und kompromisslos gute Performances. Sie scheuten sich nie vor stilistischen Weiterentwicklungen, und wandelte sich ihre Musik auch mit den Jahren, und umfasst heute die komplette Bandbreite zwischen hart bis sanft aus den Schubladen Punkrock, Indie, Folk und Noiserock, natürlich interpretiert in ihrem ganz eigenen, knorrigen, intensiven Duktus. Alternative Rock mit Herz und Verstand, dargeboten von einer exzellenten Liveband.
19:0020:00
24. Sep
[ Konzert ]
Valley Of The Sun
  • Valley Of The Sun
  • Rock, Grunge
Veranstaltungs Bild
Die aus den Überresten von Blacklight Barbarian hervorgegangene Stoner Rock-Band Valley Of The Sun begibt sich erstmals nach gut fünf Jahren wieder nach Deutschland. Gegründet 2010 in Cincinnati/Ohio wurden Valley Of The Sun recht schnell mit Größen wie Corrosion of Conformity, Alice in Chains oder auch Soundgarden verglichen. Ohne Zweifel auch ein Verdienst des Sängers Ryan Ferrier, dessen Stimmvolumen außergewöhnlich breit gefächert ist, sowie Valley Of The Suns eingängigem Mix aus Blues, Hardrock, Grunge und Heavy Metal, mit großen Riffs, eingängigen Refrains und tiefen Grooves. Der englische Metal Hammer schreibt, die Band höre sich an „wie eine, die man sich am besten in einer Bar ansieht, in der der Schweiß von der Decke tropft.“ Sänger Ryan Ferrier bescheinigt das Fachblatt eine Stimme „wie Steven Tyler, der mit Exorzismus experimentiert.“ Auch die Genre-Website ‚The Obelisk’ ist voll des Lobes: „Valley Of The Sun platzieren sich an der vordersten Linie der neuen Generation des American Heavy Rock.“
20:0021:00
24. Sep
[ Konzert ]
Reynis & Fuchs
  • Annemarie Reynis mit Band
    Johnethen Fuchs mit Band
  • Singer / Songwriter
  • Spende
Veranstaltungs Bild
How would it feel – Wie würde es sich anfühlen, in einer Welt ohne Angst und Hass zu leben? Die beiden aus Dresden stammenden Songwriter Annemaríe Reynis und Johnethen Fuchs zeichnen in ihrem gemeinsamen Song eine hochaktuelle Utopie, die nachdenklich stimmt. Entstanden ist der Song letztes Jahr während eines Songcamps des Mittelsächsischen Kultursommers. Nun dient er Fuchs und Reynis als Anlass für eine gemeinsame Tour, bei der sie ihre Soloprogramme präsentieren. 
 
Der von Britischem Rock und Indie inspirierte Johnethen Fuchs hat ein intuitives Gespür dafür, Texte und Melodien zu schreiben, die hängen bleiben. Dabei fällt die Stimme aus dem genretypischen Rahmen: voluminöse Blues-Vocals, zart-weiches Falsett oder rotzig-rohe Rockröhre - der prägnante Gesang durchdringt die oft autobiografischen Songs mit Hingabe.  Sowohl inhaltlich, als auch musikalisch ist das 2018 veröffentlichte, zweite Album „Less Is Not Enough“ differenzierter und größer arrangiert, als das Debüt „Algeroy“ von 2015. Der Titel ist Programm und so geht es in den Songs darum, Sehnsucht auszuhalten, nicht aufzugeben und nach Mehr zu streben, um sich lebendig zu fühlen. 

„Die Songs erwärmen mich vor allem durch eine spürbare Herzlichkeit und eine gewisse Leichtigkeit.“
Zweikanal Music Dresden

"Freunde der facettenreichen Indie-Musik dürfen sich darauf freuen durch die Klangwelten des Singer/Songwriters zu treiben, gedanklich das Fenster herunterzukurbeln und die Nase in den Wind irgendeines fantastischen Ortes fern von hier zu halten.“
Neustadt-Geflüster Dresden


Bei Annemaríe Reynis ist der Einfluss ihrer Zeit in Island nicht von der Hand zu weisen. Ihre Musik ist von der kraftvollen und oft unkonventionellen Musik nordischer Künstlerinnen, wie z.B. Björk, Loreena McKennitt oder Anna Ternheim inspiriert, welche von Reynis in einem aktuellen Popgewand präsentiert wird. Mit einer beeindruckend wandelbaren Stimme erzählt sie in ihren Songs vom Loslassen, von Liebe und Sehnsucht. Drei Jahre nach ihrem Debütalbum „A Reflection” legte Annemaríe Reynis im letzten Jahr die EP „Wasteland“ (dt.: „Ödland“) nach; eine detailverliebt arrangierte Platte, auf der sich Reynis’ Ukulele zuweilen mit schnarrenden Bässen duelliert und treibende Drums versuchen, die Kälte des Ödlandes zu vertreiben.

„Songs, die zu Herzen gehen und eine unglaubliche Stimme, die für Gänsehaut pur sorgt.“
DNN Dresdner Neueste Nachrichten 

„Das ist Melancholie und Stimme in höchster Sinnlichkeit und Qualität“
Kulturcafé M
19:00
25. Sep
[ Diskussion / Vortrag ]
Wie geht die Stadt ohne Müll?
  • Thomas Mosor (Biotechnologe)
    Oliver Schübbe (Upcycling­Designer)
    Prof. Dr. Christina Dornack (Abfallwirtschaftlerin)
    Eva Jähnigen (Beigeordnete f. Umwelt u. Kommunalwirt­schaft LH DD)
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Fast 190.000 Tonnen Abfall haben die Dresdnerinnen und Dresdner im Jahr 2018 produziert. Trotz hoher Recycling­-Quo­ten wird nach wie vor viel Müll verbrannt oder exportiert. Idee der Kreislaufwirtschaft hingegen ist es, durch Langlebigkeit und Reparatur, Wiederverwendung und Recycling die Energie und Materialkreisläufe zu schließen und so zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaften beizutragen. 
Was ist eigentlich Müll und was geschieht mit ihm in deut­schen Städten? Wie können kommunale Maßnahmen zur Ressourcenschonung und Müllvermeidung gestaltet werden? Wie kann das Prinzip der Kreislaufwirtschaft konkret vor Ort umgesetzt werden? Welchen Beitrag können Bürger*innen zur Müllvermeidung leisten?

ÜBER DIE REIHE

Die Diskussionsreihe "Zurück oder Zukunft" bringt Zukunftsdenker*innen aus anderen Städten mit Menschen ins Gespräch, die Dresden aktiv mitgestalten: Expert*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Stadtpolitik und Stadtplanung diskutieren mit dem Publikum über das Dresden von übermorgen. Die Reihe findet nach den ersten beiden Auflagen in den Jahren 2017 und 2018 im Deutschen Hygiene-Museum ihre Fortsetzung. 

Eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projektes „Zukunftsstadt 2030+“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
In Kooperation mit Zukunftsstadt Dresden und dem Klimaschutzstab der Stadt Dresden, der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung.
18:0019:00
25. Sep
[ Konzert ]
Eröffnung Literatur Jetzt!
  • Anna Mateur
    Samuel Halscheidt
    Nicolas Mahler
  • 14,-
Veranstaltungs Bild
Konzert mit Anna Mateur und Samuel Halscheidt mit Worten von Nicolas Mahler zur Vernissage seiner Ausstellung

Die Unterhaltungsikone Anna Mateur, die selber gern zeichnet, sagt über ihren Partner Nicolas Mahler beim Eröffnungsabend: „Ich bin viel und er ist wenig!“ Natürlich meint sie damit seine aufs Prägnanteste reduzierten Figuren, die oft nicht einmal einen Vornamen haben: Sie heißen Flaschko, Engelmann oder Reger, leben in einer Heizdecke, in einem schlechtsitzenden Superheldenkostüm oder dauergrantelnd im Museum. Mahler produziert seit vielen Jahren Comics für Tageszeitungen und Satiremagazine. Er hat literarische Klassiker wie Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, Thomas Bernhards „Alte Meister“ oder Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ in seine radikal verkürzende Bildersprache übersetzt und damit neue Kunstwerke geschaffen. Anna Mateur ist bekennender Fan und so freut es uns, dass sie zusammen mit dem Gitarristen Samuel Halscheidt singen und musizieren wird – vor, zwischen und nach dem unterhaltsamen Vortrag Mahlers. Nur eins wird sie mit Sicherheit nicht tun: selber malen.
 
Während der ganzen Dauer des Festivals wird in Dresden erstmalig unter dem Titel „Wir haben Mahler im Haus“ eine Ausstellung mit Comicwerken von Nicolas Mahler zu sehen sein, sowohl mit großformatigen Werken und Proben aus seinen Skizzenbüchern. Ort der Ausstellung ist das Zentralwerk. Vor und zwischen den Veranstaltungen kann sie Do-Sa ab 14 Uhr, So ab 10 Uhr besucht werden.
19:3020:00
25. Sep
[ Film ]
Behind The Wall - Depeche Mode Fankultur in der DDR
  • Sascha Lange
  • 14,20
Veranstaltungs Bild
Lesung und Filmvorführung mit Sascha Lange

Depeche Mode gehören ohne Zweifel zu den langlebigsten Bands der eigentlich schnelllebigen Popmusik-Ära der 1980er-Jahre. Und sie haben ohne Zweifel bis heute die treuesten Fans. „Behind The Wall“ erzählt die Geschichte dieser besonderen Fankultur in den 1980ern – hinter der Mauer, in der DDR.

Sascha Lange hat sich nach seinem 2013 erschienenen Bestseller „Depeche Mode Monument“ nun mit dem Phänomen Depeche Mode und ihre Fans in der DDR beschäftigt. Entstanden ist ein bislang unbekannter Einblick in das Innere einer Jugendkultur und das Alltagsleben in der DDR. Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem einzigen Depeche-Mode-Konzert in Ost-Berlin erschien am 7. März 2018 sein neueste Buch „Behind The Wall – Depeche Mode-Fankultur in der DDR“.

Dabei ist „Behind The Wall“ gleichzeitig auch eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Musik-Geschichte. Eine Geschichte über Depeche Mode. Eine Geschichte, die zeigt, dass Jugendliche in Ost und West sich in den 1980er-Jahren schon viel ähnlicher waren, als vermutet. Eine Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall.

Im Rahmen einer neuen Lesereihe möchte die JohannStadthalle Dresden im 30. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit mit renommierten Autoren und Autorinnen den Geschehnissen in der DDR, dem Revolutionsjahr 1989 sowie der deutschen Wiedervereinigung gedenken. Den Osten verstehen, Brücken schlagen.

Im Anschluss der 45minütiger Dokumentarfilm „People Are People“ aus dem Jahr 1989 über eine Depeche-Mode-Fanclique aus Zwickau. Ein einzigartiges Zeitdokument.

Ort: JohannStadthalle e. V., Holbeinstraße 68, 01307 Dresden
20:30
25. Sep
[ Kunst ]
Literatur Jetzt! Vernissage: Wir haben Mahler im Haus.
  • Nicolas Mahler
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Erstmals wird in Dresden im Rahmen von „Literatur Jetzt!“ 2019 eine Ausstellung der Comicwerkevon Nicolas Mahler unter dem Titel „Wir haben Mahler im Haus“ gezeigt. Der in Wien lebende Künstler produziert seit vielen Jahren Comics für Zeitungen und Zeitschriften, so etwa das Satiremagazin Titanic. Er hat literarische Klassiker wie Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, Thomas Bernhards „Alte Meister“ oder Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ in seine radikal verkürzende Bildersprache übersetzt und damit neue Kunstwerke geschaffen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Deutschen Karikaturenpreis und mit dem Max-und-Moritz-Preis. Bücher von Nicolas Mahler sind nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Frankreich, Kanada und den USA erschienen.

Nach dem Konzert von Anna Mateur um 19 Uhr ist die Ausstellung ab 20:30 Uhr ohne Eintritt für alle Besucher geöffnet. Ab 21:30 Uhr legt der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer zur Eröffnungsparty auf.

Während der ganzen Dauer des Festivals wird in Dresden erstmalig unter dem Titel „Wir haben Mahler im Haus“ eine Ausstellung mit Comicwerken von Nicolas Mahler zu sehen sein, sowohl mit großformatigen Werken und Proben aus seinen Skizzenbüchern. Ort der Ausstellung ist das Zentralwerk. Vor und zwischen den Veranstaltungen kann sie Do-Sa ab 14 Uhr, So ab 10 Uhr besucht werden.
20:0021:00
25. Sep
[ Konzert ]
VLMV
  • VLMV
  • Rock
Veranstaltungs Bild
Formed in 2015 and fronted by songwriter Pete Lambrou VLMV  released their critically acclaimed debut mini album via Fierce Panda Records in August 2015, along with ‘Remixes & Reworkings’, a digital overhaul of their esteemed debut album, shortly after. 2018s full release ‘Stranded, Not Lost’ saw the band sign to Diversion Records in the US, and Erased Tapes Publishing worldwide, as well as extensive touring in the UK and Europe. Joined by fellow Code In The Clouder Ciaran Morahan, VLMV deploy loop stations, multiple delay pedals, piano and strings to create a slow-moving, high-flying soundscape of luscious gravitas which has been described by The Independent as “Breath-taking in its scope and evoking imagery of the vastness of space, a shimmering soundscape of delicate ethereal beauty.”
20:0021:00
25. Sep
[ Konzert ]
Jambinai
Veranstaltungs Bild
Mit klassischen Instrumenten, wie Haegum, Piri und Geomungo, in künstlerisch hochklassiger Kombination mit elektrischen Gitarren und allerlei Electronics, hauchen Jambinai dem zuletzt leicht verblassenden Postrock pulsierendes Leben ein. Ein faszinierender Brückenschlag zwischen asiatischer Tradition und Moderne, live nahezu berauschend intensiv, sowohl klanglich als auch visuell ein unvergleichliches Erlebnis!

„Entrückender und erdrückender Post-Metal. Jambinai kombinieren auf bestechende Art Elemente der sehr unterschiedlichen Welten.“ (Musikexpress, 5 Sterne) 

„Jambinai aus Korea sprengen die festgetretenen Regeln des Rock. Wenn ihr Sound aufblüht, spielen elektronische Loops, lautstarke Riffs und mäandernder Post-Punk eine große Rolle. Ein absolutes Ereignis!“ (TIP-Magazin Berlin)
20:0021:00
25. Sep
[ Konzert ]
Penelope Isles
  • Penelope Isles
  • Indie, Rock
  • VVK 8,90
Veranstaltungs Bild
Like breaking open a rock to discover a crystal inside. Shimmering, intimate and beautifully destructive, this is the experience of Penelope Isles. Siblings Jack and Lily Wolter make music that reveals a curiosity and sensitivity to the world around them. The four-piece band from Brighton via the Isle of Man have a sound that unfolds both dramatically and softly. Nostalgic, but undeniably new, Penelope Isles’ debut LP ‘Until The Tide Creeps In’ is released June 2019 on Bella Union Records. For the lovers of early Arcade Fire, Grandaddy and Mogwai.
21:30
25. Sep
[ Party ]
Literatur Jetzt! After-Eröffungs-Party
  • Marcel Beyer
  • Pop, House, Indie
  • Eintritt frei
Nach dem Konzert von Anna Mateur und der Vernissage der Ausstellung von Nicolas Mahler öffnet der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer, der auch ein herausragender Kenner der Popmusik ist, seine musikalische Schatztruhe und legt gewohnt gekonnt als DJ auf. Es darf getanzt werden!
19:0019:00
26. Sep
[ Konzert ]
Dame - Z%#!TOUR
Veranstaltungs Bild
Seit seinem letzten Geniestreich „Zukunftsmusik“ und einer anschließenden, nahezu ausverkauften, Tour mit über 30 Konzerten ist es still um das österreichische Ausnahmetalent geworden. Ein paar wenige, eher kurz formulierte, Social Media-Postings ausgenommen, konnte in den letzten Monaten kaum einer in Kontakt mit ihm treten. Informationen über Aufenthaltsort und Befindlichkeit bleiben stets Mangelware. Durch akribische Recherchen und eiserne Beharrlichkeit gelang es seinem Team, nach unzähligen Wochen voller Sorge und Ratlosigkeit, nun doch, einen anonymen Tipp aus seinem näheren Umfeld zu ergattern. Im Schreiben des Unbekannten heißt es, DAME würde sich noch immer mit seinem Delorean auf Reisen in der Zukunft befinden und nur sehr spärlich auf Nachrichten reagieren. Allem Anschein nach erhält jeder, der es zurzeit schafft, mit ihm in Kontakt zu treten, immer wieder nur dieselbe kryptische Zeichenfolge: Z%#! Was es damit auf sich hat, was dieser DAME der Zukunft uns damit sagen möchte, oder ob es sich hierbei um einen Verständigungsfehler aufgrund von neuen Telekommunikationsmedien handelt – das werden wir vielleicht auch erst in der Zukunft erfahren. Doch jüngst erreichte das Team eine Eilmeldung: September, Oktober x#4nd7 Tour mdn391% 18 Shows 25??+*d alles neu Das Team verstand die Nachricht und reagierte. Die Tour steht. Was uns auf dieser aber konkret zu erwarten hat, was genau alles neu sein wird und ob DAME die Tour wieder im Tourbus oder aber doch in einem raumschiffähnlichen Gefährt oder einem Teleporter bereisen wird – das sehen wir dann wohl erst im September 2019. Aber eines sei gewiss: Ob er nun mit Hilfe eines Flux Kompensators vom Himmel herabsteigen wird oder nicht; seinen Legendenstatus wird er sicherlich einmal mehr unter Beweis stellen. Gerade war die letzte Show terminiert, da flatterte bereits die nächste Meldung herein: Tour Support 78%dg MACE Die eisernen DAME-Fans konnte MACE mit Sicherheit bereits mit der ein oder anderen Show von seinem Live-Talent überzeugen, doch spätestens mit seiner Debütsingle „Schubladendenken“ stellte er endgültig klar, dass seine Art von Musik jede potentielle Schublade sprengt. Er versteht es, rhythmisch zu variieren und unter Beweis zu stellen, wie unbefangen moderner Rap aus Österreich klingen kann. Egal, ob der junge Wahl-Salzburger persönliche Erlebnisse reflektiert („Weißt du noch“), zwischen schnelleren und langsameren Passagen hin und her springt oder kompromisslos mit der Autotune-Keule um sich schlägt („Alle so wie du“) – mit stets sitzender Frisur und brodelnder Stimme brettert er über die Beats, wie eine Dampflok. Mit seinen Erzählungen lädt er den Hörer auf eine spannende Reise durch verschiedenste Stilrichtungen, durch seine persönlichen Erfahrungen, Emotionen und Verrücktheiten ein; eine Reise mit klarem Kurs: nach oben. Und diese Einladung nehmen wir doch dankend an.
18:3019:00
26. Sep
[ Literatur ]
Der große Maigret-Abend
  • Walter Kreye
  • 14,-
Veranstaltungs Bild
75 Romane, 30 Darsteller und eine unverwechselbare Kunstfigur. Der Mann ist Legende: Maigret! Der große, breitschultrige Kommissar mit dem fleischigen Gesicht, der gern trinkt, isst und Pfeife raucht, der ruhig und beharrlich seine Fälle aufklärt, der Vernunft misstraut und lieber seiner eigenen, stark auf Intuition vertrauenden Methode nachgeht: endlich kann man ihm wiederbegegnen – in einer der größten Hörbuchreihen, die es je gegeben hat! Die „Edition Simenon“ des Audio-Verlages versammelt erstmals sämtliche Maigret-Romane als Hörbücher – ungekürzt, gelesen von dem u.a. aus den Kultserien „Der Alte“ und „Ein Fall für zwei“ sowie aus diversen Tatort-Folgen bekannte Schauspieler Walter Kreye. Kreye ist die neue Stimme von Maigret, und mit einem Abend um den imposanten Kommissar kommt er nun nach Dresden. Kreye liest und spricht Simenon. Der ultimative Abend für alle Krimifans!

„Ich glaube, diese Figur ist einzigartig. Mir fällt keine Figur der Weltliteratur ein, wo ein Autor so lange und so ausführlich und so zärtlich einen Menschen begleitet hat über Jahrzehnte.“ (Walter Kreye über Simeons „Maigret“)

Special zum Maigret-Abend: Der bekannte Dresdner Krimiautor Frank Goldammer (u.a. „Der Angstmann“, 2016 und „Großes Sommertheater“, 2019) wird in unseren Maigret-Abend einführen und über sein Verhältnis zur Simenons legendärer Kunstfigur sprechen.

Der Schauspieler Walter Kreye liest und spricht Auszüge aus der „Edition Simenon“
18:0019:00
26. Sep
[ Literatur ]
Literatur Jetzt! Maigret Abend
  • Walter Kreye
    Frank Goldammer
  • Lesung
  • 14,-
Veranstaltungs Bild
75 Romane, 30 Darsteller und eine unverwechselbare Kunstfigur. Der Mann ist Legende: Maigret! Der große, breitschultrige Kommissar mit dem fleischigen Gesicht, der gern trinkt, isst und Pfeife raucht, der ruhig und beharrlich seine Fälle aufklärt, der Vernunft misstraut und lieber seiner eigenen, stark auf Intuition vertrauenden Methode nachgeht: endlich kann man ihm wiederbegegnen – in einer der größten Hörbuchreihen, die es je gegeben hat! Die „Edition Simenon“ des Audio-Verlages versammelt erstmals sämtliche Maigret-Romane als Hörbücher – ungekürzt, gelesen von dem u.a. aus den Kultserien „Der Alte“ und „Ein Fall für zwei“ sowie aus diversen Tatort-Folgen bekannte Schauspieler Walter Kreye. Kreye ist die neue Stimme von Maigret, und mit einem Abend um den imposanten Kommissar kommt er nun nach Dresden. Kreye liest und spricht Simenon. Der ultimative Abend für alle Krimifans!

„Ich glaube, diese Figur ist einzigartig. Mir fällt keine Figur der Weltliteratur ein, wo ein Autor so lange und so ausführlich und so zärtlich einen Menschen begleitet hat über Jahrzehnte.“ (Walter Kreye über Simeons „Maigret“)

Special zum Maigret-Abend: Der bekannte Dresdner Krimiautor Frank Goldammer (u.a. „Der Angstmann“, 2016 und „Großes Sommertheater“, 2019) wird in unseren Maigret-Abend einführen und über sein Verhältnis zur Simenons legendärer Kunstfigur sprechen.
18:0019:00
26. Sep
[ Literatur ]
Literatur Jetzt! Zentralwerk der Poesie
  • Sina Klein
    Martin Piekar
    Marcel Beyer
  • Lesung
  • 10,-
Veranstaltungs Bild
„Zentralwerk der Poesie“ ist der Lyrikabend von „Literatur Jetzt!“ und längst eine feste Größe im Programm. Hier kann man neue und bekannte Stimmen der modernen Poesie bei etwa fünfzehnminütigen Lesungen an wechselnden Orten kennenlernen und sich dabei auch in drei Ateliers des Zentralwerks umsehen. In diesem Jahr mit: Sina Klein, Martin Piekar und Marcel Beyer. Musikalisch begleitet wird der Abend von Mario Faust.
19:30
26. Sep
[ Konzert ]
Enna Miau
  • Enna Miau
  • Singer / Songwriter
  • Eintritt frei
Veranstaltungs Bild
Enna Miau: Enna Miau ist vieles: Sängerin, Songwriterin, Influencerin, Schauspielerin, Tänzerin, Mutter und Sonnenschein vom Dienst. In ihren Liedern erzählt sie vom Leben und dem ganzen Rest dazwischen. 

Oh, my music! ist mehr als „nur“ ein Musikverlag. Wir sind insbesondere Berater und Netzwerker für Musiker*innen: Professionelles Marketing, der Schutz schöpferischer Leistungen sowie ein offenes Ohr nebst Tatendrang, wenn es um musikalische Ambitionen geht, liegen uns besonders am Herzen.

In Kooperation mit der scheune stellen wir einige unserer Künstler in kleinen Showcases auf dem scheune-Vorplatz vor.
19:0020:00
26. Sep
[ Literatur ]
Literatur Jetzt 2019 - Reporter Slam
  • Dmitrij Kapitelman (freier Journalist)
    Franziska Klemenz (Sächsische Zeitung)
    Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung)
    Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung)
    Juliane Schiemenz (Reportagen)
    Josa Mania-Schlegel (Krautreporter)
    Jochen Markett
    Johannes Schneider (aka. Ukulelenbarde Bommi)
  • 12,-
Veranstaltungs Bild
Deutschlands lustigste Bühnenshow von und mit Journalisten kommt erstmals nach Dresden: Am Donnerstag, den 26. September, geht der Realsatire Reporter Slam über die Bühne der scheune. Die Premiere findet statt im Rahmen von „Literatur Jetzt!“, dem Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur. Sechs Reporter*innen, aus Sachsen und von anderswo in Deutschland, treten zum Wettstreit an, wer am unterhaltsamsten von einer Recherche erzählen kann. In Wort, Ton und Bild berichten sie von ihren witzigsten Begegnungen, aufregendsten Enthüllungen und berührendsten Gesprächen. Jede*r bekommt für seinen Vortrag zehn Minuten Zeit, am Ende kürt das Publikum den Slampion des Abends. Das Line-up macht Vorfreude: Mit dabei sind Dmitrij Kapitelman (freier Journalist), Franziska Klemenz (Sächsische Zeitung), Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung), Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung),Juliane Schiemenz (Reportagen) und Josa Mania-Schlegel (Krautreporter). Die Moderation des Abends übernimmt Jochen Markett, für Musik sorgt der Ukulelenbarde Bommi. Nicht verpassen – es wird echt. lustig. 

Dmitrij Kapitelman studierte in Leipzig Politikwissenschaften. Und kann das Abschlusszeugnis seit ein paar Jahren nicht finden. Das der Deutschen Journalistenschule in München hat seine Freundin aus ihm völlig unverständlichen Gründen konfisziert. Ein Buch über seinen jüdischen Vater hat er geschrieben, dieses haben recht viele Menschen gelesen – nur sein Vater nicht. Um sich Hosen und Erdbeeren leisten zu können, schreibt Kapitelman meist für die Wochenzeitung Die Zeit und das Reportagen Magazin. Privat ist er krass cool. 

Franziska Klemenz wollte die Welt retten, aber bloß nicht in die Politik gehen - und noch blößer nicht in die Wirtschaft. Also versuchte sie es mit Medien, verliebte sich in ihren Job als Journalistin und landete nach einem Umweg als Polizeireporterin beim Berliner Boulevard doch wieder in Dresden. Da, wo alles angefangen hatte, mit dem ersten Praktikum ihres Lebens, als sie Pegida beim Großwerden beobachtet hat. Nach dem Volontariat bei der Sächsischen Zeitung arbeitet sie dort nun als Reporterin im Ressort Politik/Wirtschaft/Investigatives. Als Hybridin, die aus dem Westen kam, aber inzwischen eher eine Mischung aus beidem ist: Wossi oder so. Die Welt zu retten dauert länger, als sie dachte. Gesellschaftliche Aufklärung betrachtet sie heute als das vielleicht realistischere Ziel. 

Cornelius Pollmer, geboren 1984 in Dresden, schreibt für die Süddeutsche Zeitung vor allem über den Osten Deutschlands. Er weiß noch nicht, ob er beim Reporter Slam von David Hasselhoff erzählen wird, mit dem er einmal an einer Landstraße in Tschechien strandete. Oder von jener klaren Sommernacht, in der er auf einem Militärgelände in Sachsen-Anhalt auf Zombiejagd ging. Oder davon, wie sein Buch „Heut ist irgendwie ein komischer Tag“ im Internet auftauchte, obwohl es noch gar nicht geschrieben worden war. Irgendwas ging ja immer schief. 

Alex Rühle ist um die Jahrtausendwende in den Journalismus gerutscht und weiß seither nicht mehr, wie er da wieder rauskommen soll. Er arbeitet tagsüber im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Um aber auch ab und zu was Seriöses zu machen, schreibt er nachts Kinderbücher. 

Juliane Schiemenz wurde zuerst in Dresden Literaturwissenschaftlerin und ließ sich dann in München zur Journalistin ausbilden. Danach hat sie in Berlin gelebt und ist nun wieder zurück in Dresden. Von hier aus arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin für das Schweizer Magazin Reportagen. Ihr Text "Der härteste Baum von Berlin" gewann 2018 den Henry-Nonsens-Preis als lustigste Reportage. 

Josa Mania-Schlegel wollte mal Musikjournalist werden, kapierte aber in München, dass er Ostdeutscher ist. Seitdem sitzt er für Krautreporter in Leipzig – und schreibt sich über AfD, Treuhand oder Connewitz die Finger wund. Für den Reporter Slam hat er sich vorgenommen, zu zeigen, dass man sehr wohl über diesen Osten lachen kann. 

Jochen Markett wählte zunächst einen seriösen Berufsweg, als Journalist und Medientrainer. Doch immer öfter zog es ihn zur Unterhaltung. Seit 2016 bringt er nun schon Journalisten auf die Bühne, die in einem lustigen Wettstreit gegeneinander antreten, wer am unterhaltsamsten von einer Recherche erzählen kann. Einen solchen Reporter Slam wird er nun auch bei „Literatur Jetzt!“ moderieren. 

Johannes Schneider alias Ukulelenbarde Bommi ist Quatschliedermacher, Vater und Kulturredakteur bei Zeit online (Reihenfolge variiert). Beim Reporter Slam macht er den Eisbrecher. 
19:3020:30
26. Sep
[ Konzert ]
Melby
  • Melby
  • Pop
Veranstaltungs Bild
Since debuting with catchy single Human early 2016 things have moved steady for Stockholm psych pop act Melby. The 2017 debut EP received praise from both Swedish and international sources such as Amazing Radio, Ja Ja Ja and Line of Best Fit, making Melby one of the most exciting names on the Swedish indie scene. The band returned with Reject and Overthinking last year, a year which then saw tour dates in London and Berlin, as well as all over Sweden. Debut album None of this makes me worry is yet another piece to the exciting puzzle that is Melby's music and another step in what is forming to be one very promising career. The album is out April 12th on all digital platforms and limited vinyl via Stockholm label Rama Lama Records (ROW) and Sinnbus.
20:0021:00
26. Sep
[ Konzert ]
Subtett
  • Subtett
Veranstaltungs Bild
Subtett haben sich konsequent dem kleinkollektiven Instantcomposing verschrieben. Elektronikallüren, Jazzattitüden, Ambient, Noise und souliger bis trip-hoppiger Gesang greifen stilpluralistisch ineinander oder lösen einander ab. Engängige Passagen reichen Auflösungserscheinungen die Hand und umgekehrt.
Bei voller Besetzung kommen Bässe, Drums, Keys, Trompete, Gesang und eine Menge elektronischer und synthetischer Instrumente zusammen, häufig bis durchgehend manipuliert oder verfremdet.
21:00
26. Sep
[ Literatur ]
Literatur Jetzt! Miroloi
  • Karen Köhler
    Claudius Nießen
  • Lesung
  • 10,-
Veranstaltungs Bild
Karen Köhler liest aus ihrem Roman „Miroloi“: „So eine wie ich ist hier eigentlich nicht vorgesehen.“ Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt „Miroloi“ von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt.

Der Roman steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019.
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