18:00
14. Aug
( Sonstiges )
Eröffnung: Spülpalast
  • Brendan
    Roland Schwarz (Direktor Technische Sammlungen)
    Christiane Mennicke-Schwarz (Kunsthaus Dresden)
    Lukasz Lendzinski (umschichten)
    Ulla Wacker (Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt)
    Cornelius Zunk (Cradle to Cradle e.V.)
    Stefanie Lüning (Künstlerin, Dresden)
  • Eintritt frei
Müssen wir abwarten, bis jemand eine bessere Zukunft und einen guten Umgang mit Ressourcen für uns erfindet – oder können wir selbst etwas tun? Sind Maschinen für alles die Lösung – oder sind wir selbst die Maschine, die wir verändern können? Was ist eigentlich Grauwasser? Und wann haben Sie das letzte Mal per Hand abgewaschen und dabei Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernommen.

Die Methoden des Stuttgarter Kollektivs umschichten definieren die uns bisher vertrauten Prinzipien des Bauen radikal um: Das Gebäude als Ereignis und Momentaufnahme innerhalb des fließenden Materialkreislaufes von Objekten, die nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft haben. Begleitet von dem Slogan Build first – talk after! geht es nicht darum, alles richtig zu machen, sondern Transparenz in den Einsatz von Material und Ressourcen zu bringen und Werte wie Energieeffizienz kritisch zu hinterfragen – vor allem aber auch darum, die Dinge – im buchstäblichen Sinne – wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Als Gegenentwurf zu Müllbergen und Wegwerfkultur entwickeln umschichten auf Einladung des Kunsthaus Dresden und der Technischen Sammlungen für das Stadtfest Bunte Republik Neustadt ein riesiges Geschirrspülgebäude – den Spülpalast.
Um sich vor dem Hintergrund veränderter Anforderungen gemeinsam für die Ausgabe 2021 des unabhängigen Dresdner Stadtteilfests neu aufzustellen, nimmt der Spülpalast auf dem Hof der historischen Industriearchitektur der Technischen Sammlungen, bereits in diesem Jahr den Probebetrieb auf. Vom bis zum 14. August wird mit Becken, Kanistern, Rohren und Solarpanels gebaut. Eine Woche später beginnen die Waschprogramme, begleitet von Workshops zur Herstellung von Seife, zum Selberbauen von Solarzellen und Luftschlössern, zu Bioplastik sowie zu Trink-, Grau- und Schwarzwasser und dem Pfad zurück zur Klarheit.

Der Spülpalast bringt Wasser mit Sonnenenergie auf Temperatur, löst Schmutz und Fette mit reiner Naturseife und leitet das Wasser über Kaskaden, in denen es erst zum Klarspülen, dann zum Reinigen mit Seife und schließlich als Grauwasser zum Vorspülen genutzt wird.
Der Spülpalast ist Teil der vom Kunsthaus Dresden und den Technischen Sammlungen gemeinsam auf den Weg gebrachten Veranstaltungsreihe „Alles Müll?“ und wird in diesem Sommer von dem Stuttgarter Kollektiv umschichten gemeinsam mit Künstler*innen und Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bereichen entwickelt, im Laborbetrieb vorgestellt und getestet. Die von Champagnerpyramiden und Wasserspielen inspirierte Palastarchitektur lädt zum Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis ein.
21:20
14. Aug
( Performance )
Stamina – immersive Performance
  • Charles Washington
    Cindy Hammer
    Mattia Il Picchio Saracino
    Alina Lucifero
    Christian Novopalovski
    Ines Sommer
    Violetta Victoria Prossinger
    Pia Berger
    Kotoe Kaschmir
    Bo-Seong Kim
    Hannah Drescher
    Carlos Esreis
    Clara Maria Herrmann
    Chiara Detscher
  • 12,-
Stamina ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit diffusen Zuständen. Wie sieht die Zukunft des Clubbings angesichts des Gebots sozialer Distanzierung aus? Auf welche Weise können wir Nähe, dieses verlorene Attribut des Clubbings wiederfinden? Was macht es mit der Gesellschaft, wenn Tanz als Ausdrucksform für Gefühle, nonverbale Kommunikation und Interaktion, als solcher nicht mehr stattfinden kann?

Wiete Sommer und Charles Washington experimentieren zeitzeugend mit diesen Fragen. Im objekt klein a, das für Tanzveranstaltungen derzeit nicht öffnen kann, interpretieren sie die klassische Form der Ausstellung, des Theaters und einer Modenschau neu. Begleitend zur Performance produziert die Medienkünstlerin Lucie Friedericke Müller einen Dokumentarfilm. Ostkreuz-Absolvent Toni Petraschk dokumentiert zudem fotografisch.

– Bewegte Bilder in musealem Charakter –

Wiebke Müller und Tinka Remlinger entwerfen das Bühnenbild für die Räumlichkeiten des objekt klein a und interpretieren diese für fünf verschiedene Szenarien um.

von Schwellen & Schleifen
von grauen Zonen & Hamstern auf Rädern
von der Sprache der Mode & und Sprache durch Mode

12 Performer(Innen) - 5 Räume - 1 Rundgang

Unorte werden beleuchtet,
Hartes wird weich,
Warmes, immer kälter.

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Ablauf:
Pro Spieltag gibt es 7 Rundgänge, die ab 21:20 im 20-Minuten-Takt starten. Tickets für den Rundgang eurer Wahl könnt ihr euch auf support.objektkleina.com (siehe "Tickets" Link) sichern, die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen pro Rundgang limitiert. Bitte seid unbedingt 10 Minuten vor Beginn am Einlass.

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• Konzept, Künstlerische Leitung: Wiete Sommer
• Konzept, Choreographie: Charles Washington
• Performance: Charles Washington, Cindy Hammer, Mattia Il Picchio Saracino, Alina Lucifero, Christian Novopalovski, Ines Sommer, Violetta Victoria Prossinger, Pia Berger, Kotoe Kaschmir, Bo-Seong Kim, Hannah Drescher, Carlos Esreis, Clara Maria Herrmann, Chiara Detscher
• Modedesign: Wiete Sommer
• Szenografische Leitung: Wiebke Mueller, Tinka Remlinger
• Technische Leitung: Christoph Haubold
• Support: Benjamin Hache, Kristin Feldmann, Bob Döhring, Joshua Peschke, Emilia Krellmann
• Künstlerische Dokumentation: Lucie Friederike Mueller, Toni Petraschk, Armin Riedel

Eine Produktion von Wiete Sommer & Charles Washington
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